Audio-Hersteller tritt bei Kickstarter an, um den »ultimativen Sound-Hub« zu bauen und nach 20 Minuten ist das Ding finanziert

Creative Technology wagt mit dem modularen Audio-Hub »Sound Blaster Re:Imagine« den Sprung zu Kickstarter und erreicht das Finanzierungsziel in weniger als 20 Minuten.

Der »Re:Imagine« genannte Sound-Hub von Creative soll auch die Philosophie des bekannten Unternehmens neu denken. (Quelle: Creative) Der »Re:Imagine« genannte Sound-Hub von Creative soll auch die Philosophie des bekannten Unternehmens neu denken. (Quelle: Creative)

Jahrzehntelang stand der Hersteller Creative Technology im PC-Hardwarebereich primär für seine Soundkarten, die teils Legendenstatus erlangt haben.

Nun geht das Unternehmen den Schritt in Richtung Audio-Hubs: Mit dem »Sound Blaster Re:Imagine« genannten Hub wagt man sich nicht nur an ein frisches Produkt, sondern auch an eine Crowdfunding-Finanzierung. Mit Erfolg, denn das Ziel von 13.280 Euro wurde innerhalb von 20 Minuten erreicht.

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Eine Schaltzentrale für zahlreiche Endgeräte

Das Herzstück des »Creative Re:Imagine« bildet die »Horizon« genannte Basiseinheit. Als modulares System kann diese um einige Optionen erweitert werden.

Magnetisch fixierbare Module wie Touch-Bildschirm, Schieberegler, Drehknöpfe und Makrotasten ermöglichen individuelle Anpassungen für verschiedene Anwendungsbereiche, wie Creative im Rahmen der Kickstarter-Kampagne verspricht.

Mit verschiedenen Modulen sollt ihr den Re:Imagine nach euren Wünschen gestalten können. (Quelle: Creative) Mit verschiedenen Modulen sollt ihr den Re:Imagine nach euren Wünschen gestalten können. (Quelle: Creative)

Ein DAC (Digital-Analog-Umsetzer) ermöglicht hochauflösende 32-Bit/384-kHz-Wiedergabe und wird um einen Verstärker ergänzt, der auch anspruchsvolle Kopfhörer sowie große Desktop-Lautsprecher antreiben kann.

Neben den wichtigen Audio-Ports – Kopfhörer, Mikrofon, Line-In, Line-Out und Toslink – sorgt USB-C für die klassische kabelgebundene Anbindung; Bluetooth 5.0 und Wi-Fi 6 sind indes für drahtlose Verbindungen zuständig.​​

Die Software-Architektur setzt auf ein offenes Linux-System, das sowohl den alleinigen Betrieb des Re:Imagine als auch die Anbindung an PCs und Laptops ermöglicht.

  • Nutzer erhalten SDKs, um die Funktionen mithilfe von Programmierung noch weiter auszubauen, während eine dedizierte KI-Recheneinheit entsprechende Anwendungen zulässt.
  • Neben den professionellen Funktionen will Creative auch Nostalgiker ansprechen: Neben KI-gesteuerten Neuauflagen der Kultbegleiter »Dr. Sbaitso« und »Parrot« sind auch Emulatoren für Retro-DOS-Spiele vorgesehen.

Als Startpreis für den Re:Imagine-Hub nennt Creative 329 US-Dollar (umgerechnet rund 283 Euro). Während das ursprüngliche Finanzierungsziel von 20.000 US-Dollar so binnen weniger Minuten geknackt wurde, konnte man inzwischen auf über 72.000 US-Dollar springen.

Für das Einsteigerpaket gibt es neben der Basiseinheit die erwähnten Module für den Bildschirm, zwei Slider sowie je einen Drehregler und Knopf. Die ersten Lieferungen sollen im Juni 2026 erfolgen.

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