Deutschland im Super-Blackout? Hacker könnten 8 Gigawatt mit einem Klick vom Stromnetz nehmen

Zum Glück konnte die Schwachstelle rechtzeitig geschlossen werden.

Deutschland drohte im Sommer ein Blackout. (Bildquelle: Symbolbild, Creative Cat Studio - Adobe Stock.jpg) Deutschland drohte im Sommer ein Blackout. (Bildquelle: Symbolbild, Creative Cat Studio - Adobe Stock.jpg)

Hackerangriffe auf kritische Infrastruktur werden in Zeiten wachsender Vernetzung zunehmend relevanter. Ein aktueller Fall zeigt, wie simpel Deutschland in diesem Sommer in einen Super-Blackout hätte geschickt werden können.

Glücklicherweise wurde die Schwachstelle aber erkannt und geschlossen, bevor tatsächlich ein Schaden entstehen konnte.

Wenige Klicks bis zum Super-Blackout

Der stundenlange Blackout in Spanien im Jahr 2025 hat gezeigt, wie anfällig die Infrastruktur sein kann und wie massiv die Folgen einer Störung potenziell ausfallen. Satte 18 Stunden lang waren mehrere Millionen Menschen ohne Strom.

Es ist ein echtes Horror-Szenario, das in ganz ähnlichem Ausmaß auch in Deutschland möglich gewesen wäre. Wie die Zeit berichtet, haben sich Hacker bei einem Angriff im August 2026 Zugriff auf zahlreiche Solaranlagen verschafft und hätten mit wenigen Klicks das Netz so gravierend stören können, dass es wahrscheinlich zusammengebrochen wäre.

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Glücklicherweise handelte es sich bei den Hackern nicht um Kriminelle oder Geheimdienstler, sondern um Mitarbeiter der Sicherheitsfirma Jakkaru. Diese hatten sich über die Cloud des Herstellers Zugang zu den Wechselrichtern der Solaranlagen des chinesischen Herstellers Sungrow verschafft.

Fast eine halbe Million dieser Solaranlagen werden in Europa betrieben, alleine in Deutschland sind es knapp 250.000. Die Solaranlagen von Sungrow werden vor allem von Privatpersonen betrieben. Eine Sicherheitslücke in der Cloud ermöglichte es der IT-Firma, tief in den Admin-Bereich vorzudringen.

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Mit nur wenigen Klicks ließen sich dort auf einmal über zwei Millionen Solaranlagen auf der ganzen Welt ausschalten. Die dadurch entstehenden Schwankungen im Netz hätten mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem Ausfall desselbigen geführt und Deutschland und große Teile Europas in einen Super-Blackout gestürzt.


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Jakkaru hat die Schwachstelle umgehend gemeldet, sodass der Hersteller sie noch am selben Tag mit einem Hotfix schließen konnte. Die eigentliche Sicherheitslücke besteht jedoch woanders. Wechselrichter, die vornehmlich privat genutzt werden, gelten nicht als kritische Infrastruktur, da ein einzelner Ausfall kaum Auswirkungen hätte. In großer Zahl sind die Folgen jedoch potenziell desaströs.


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