China dominiert aktuell den Bildschirmmarkt. Die USA und Japan schmieden jetzt einen Plan, um das zu ändern

China kontrolliert immer mehr Teile des Display-Markts. Um diese Dominanz zu brechen, planen die USA und Japan nun laut einem Bericht den Bau einer 13 Milliarden US-Dollar teuren Fabrik.

Eine neue Milliarden-Fabrik von Japan Display soll die Abhängigkeit der USA und Japans von chinesischen Panels beenden. (Bildquelle: TCL) Eine neue Milliarden-Fabrik von Japan Display soll die Abhängigkeit der USA und Japans von chinesischen Panels beenden. (Bildquelle: TCL)

Der weltweite Markt für Bildschirme wird zunehmend von chinesischen Herstellern übernommen. Wie das Marktforschungsinstitut Omdia erklärt, hat sich China fast unbemerkt an die Spitze der globalen Displayproduktion gesetzt.

Diese Entwicklung ruft nun die internationale Konkurrenz auf den Plan. Laut dem Branchenportal Reuters wollen die USA und Japan die neu gewonnene Vormachtstellung Chinas nicht kampflos hinnehmen.

Stattdessen arbeiten die beiden Nationen an einer großangelegten Gegenstrategie.

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Chinas Produktion soll bis 2028 wächst auf 75 Prozent wachsen

Konkret verhandeln die US-amerikanische und japanische Regierung über den Bau einer neuen und hochmodernen Produktionsstätte.

  • Kern des Plans ist demnach eine 13 Milliarden US-Dollar schwere Displayfabrik auf US-amerikanischem Boden, die in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Japan Display entstehen soll.
  • Aktuell bleibt abzuwarten, wann mit dem Bau dieser Fabrik zu rechnen ist – immerhin handelt es sich hierbei lediglich um eine Insiderinformation.

Allzu viel Zeit sollten sich die beiden Nationen dabei aber nicht lassen, wenn der chinesische Vormarsch eingedämmt werden soll. Laut dem Marktforschungsunternehmen Counterpoint soll der chinesische Anteil an der weltweiten Display-Kapazität bis zum Jahr 2028 von derzeit 68 auf 75 Prozent ansteigen.

Allen voran TCL ist in diesem Kontext zu nennen: Mit einer aggressiven Preisstrategie konnte man selbst im von Südkorea dominierten OLED-Markt an Fahrt gewinnen. Jüngst machte das chinesische Unternehmen damit aufmerksam, die TV-Sparte von Sony übernehmen zu wollen.

Ein strauchelnder Partner

Auch die Wahl des Partners für die neue Bildschirmfabrik überrascht ein wenig. Japan Display wurde 2012 aus einer staatlich gestützten Fusion der Displaysparten von Sony, Hitachi und Toshiba aus dem Boden gestampft.

  • Damals war auch alles in bester Ordnung, konnte man sich doch als führender Anbieter von LCD-Panels etablieren; Apple setzte bevorzugt auf solche Panels von Japan Display.
  • Den Wechsel auf OLED-Bildschirme verschlief man allerdings, sodass Japan Display nicht nur die Marktführung verlor, sondern auch seit einem Jahrzehnt rote Zahlen schreibt.

Dies ging sogar so weit, dass die japanische Regierung in diesem Zeitraum rund 460 Milliarden Yen (etwa 2,5 Milliarden Euro) zum Ausgleich in das Unternehmen steckte, ehe man sich im vergangenen Jahr von dieser »Investition« zurückzog.

Immerhin: Die Nachricht über den potenziellen Deal im Wert von 13 Milliarden US-Dollar ließ die Aktie des Unternehmens prompt um 80 Prozent in die Höhe schnellen. Damit wird das Unternehmen laut Reuters aktuell wieder mit rund 1,2 Milliarden US-Dollar bewertet.

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