FSR 4 vs. DLSS: AMD hat aufgeholt und sogar mich als Skeptiker voll überzeugt!

Ich habe die beste AMD-Grafikkarte und schätze mich mit der 9070 XT trotz harter Konkurrenz überglücklich. Der Grund: Auch diese Karte wird von Monat zu Monat immer besser, denn AMD hat riesige Fortschritte bei der Software gemacht!

Meine Radeon RX 9070 XT ist eine brachiale High-End-Grafikkarte für WQHD, aber seit einem Update ist sie auch ein echtes 4K-Monster! Meine Radeon RX 9070 XT ist eine brachiale High-End-Grafikkarte für WQHD, aber seit einem Update ist sie auch ein echtes 4K-Monster!

Grafikkarten werden längst nicht mehr nur wegen ihrer rohen Leistung beworben. Die Software im Hintergrund nimmt mittlerweile im Marketing einen ebensogroßen Stellenwert ein. Aber gerade bei Grafikkarten reden die meisten immer nur von DLSS bei Nvidia, dabei gibt es endlich eine mehr als ernst zu nehmende Alternative.

Ich möchte mich hier den beachtlichen Software-Fortschritten aus dem Hause AMD widmen. Was FSR „Redstone“ aus meiner Grafikkarte gemacht hat, habe ich vorher nicht für möglich gehalten.

Diese Grafikkarte hat mich in 4K total überrascht!

Dieses Update macht Grafik schärfer, schöner und flüssiger!

Das neue FSR 4 war ein wichtiges Argument für mich, als ich mich für eine neue Grafikkarte entschieden habe. AMDs FSR Upscaling-Technologie hat mit dem Wechsel von der dritten auf die vierte Generation nämlich einen beachtlichen Fortschritt hingelegt. Natürlich will ich nach wie vor lieber native Grafik, also ohne Upscaling, Frame Generation und Co. Aber der grafische Anspruch in Spielen steigt von Jahr zu Jahr rapide und meine Grafikkarte soll all das möglichst lange mitmachen.

Aber wenn ich gerade beim Wechsel von FSR 3 auf FSR 4 von einem beachtlichen Fortschritt geschrieben habe, dann ist das neueste Update auf FSR „Redstone“ ein absoluter Gamechanger. Die neueste Version von FSR macht Spiele auf beeindruckende Weise knack-scharf, schön und flüssig. Als waschechter Skeptiker habe ich das anhand von drei Spielen selbst ausprobiert – und das kam dabei raus.

Schärfere Grafik: 4K-Gaming wird endlich real!

Dass ich lieber „echte“ Grafik will, wie oben erwähnt, grenzt beinahe schon an Sturheit. Seit ich in Forza Horizon 5 mit komischen Grafik-Artefakten und Schlieren im Bild schlechte Erfahrungen mit DLSS auf meiner damaligen RTX 3070 gemacht habe, wird Upscaling und Co. rigoros von mir deaktiviert, wenn ich es feststelle. Wenn.

Ich habe in meiner kompletten ersten Woche in Battlefield 6 auch nach mehr als 20 Stunden gar nicht bemerkt, dass AMD FSR 4 Upscaling aktiviert war.

Diese Grafikkarte empfehle ich trotz Hardware-Krise gerade wirklich

Battlefield 6 hat seine Macken, aber das Spiel sieht grafisch extrem gut aus – auch dank AMD FSR 4. Battlefield 6 hat seine Macken, aber das Spiel sieht grafisch extrem gut aus – auch dank AMD FSR 4.

Das Spiel sah fabelhaft aus, lief butterweich und in den katastrophal unübersichtlichen Menüs des Spiels war aus meiner Sicht alles auf Anschlag. Gemerkt habe ich es erst, als ich die Auflösung von WQHD auf 4K wechselte und die fps für meine Radeon RX 9070 XT dennoch unerwartet hoch ausfielen.

Im Durchschnitt 150 Bilder pro Sekunde, in 4K, mit den anspruchsvollen „Overkill“-Grafikeinstellungen – da muss doch etwas faul sein. Also habe ich mich noch tiefer in die – ich wiederhole – katastrophal unübersichtlichen Menüs von Battlefield gegraben und hab erst dann gesehen, dass FSR 4 als Upscaler aktiviert war. »Hut ab!«, dachte ich mir, denn das Spiel sah fabelhaft aus, erst recht in 4K mit so vielen fps.

Dabei gibt’s FSR 4 als Upscaling-Modell auf KI-Basis schon etwas länger. Neu ist jetzt das FSR „Redstone“ Update und FSR 4 wird damit ein Teil eines größeren Ganzen.

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Schönere Grafik: Raytracing entwickelt sich zur krassen Stärke

Ein weiterer Baustein, der moderne Spielegrafik ausmacht, ist Raytracing. Und da kommen auch weitere Bestandteile des FSR „Redstone“-Pakets zum Einsatz. Um auch die auszuprobieren, musste Call of Duty: Black Ops 7 herhalten.

Von Raytracing und FSR Ray Regeneration profitiert auch die Grafik von Call of Duty: Black Ops 7 enorm. Von Raytracing und FSR Ray Regeneration profitiert auch die Grafik von Call of Duty: Black Ops 7 enorm.

Raytracing schluckt enorm viel Leistung und ist eigentlich das Steckenpferd von „Team Grün“. Dabei ist Raytracing übrigens längst nicht nur für schöne Spiegelungen da. Die komplette Beleuchtung unserer heutigen Spiele kann mittels Raytracing realistischer denn je berechnet werden, und davon profitieren alle Oberflächen und Materialien – nicht nur die, die besonders stark spiegeln.

Black Ops 7 hat in diesem Kontext FSR Ray Regeneration mit an Bord. Wenn euch die Hintergründe eines sogenannten Raytracing-De-Noisers genauer interessieren, erkläre ich es euch gleich. Allen anderen sei gesagt: Damit läuft’s flüssiger und sieht gleichzeitig sogar noch besser aus – eine Win-Win-Situation!

Holt euch jetzt meinen Grafikkarten-Tipp für WQHD und 4K
Was ist ein Raytracing-Denoiser?

Bevor ich euch einen De-Noiser erklären kann, muss ich kurz die Problemstellung erläutern.

Wenn in einem Spiel Lichtstrahlen („Rays“) berechnet werden, dann immer nur eine begrenzte Anzahl im Vergleich zur Realität. Um ein perfektes Bild zu bekommen, müsste die Grafikkarte Millionen von Strahlen für jeden einzelnen Pixel berechnen. Für eine Berechnung in Echtzeit viel zu aufwendig.

Deshalb berechnen Grafikkarten nur wenige Strahlen pro Pixel. Das Ergebnis ist ein Bild voller Lücken und Fehler – es sieht grieselig, körnig und unruhig aus. Das nennt man „Rauschen“ oder auf Englisch „Noise“. Hier kommt ein De-Noiser ins Spiel.

„Klassische“ De-Noiser

Klassische De-Noiser arbeiteten mit festen mathematischen Regeln und Filtern. Sie nutzen primär zwei Strategien:

  1. Spatial De-Noising: Wenn ein Pixel rot ist und alle acht Pixel um ihn herum blau sind, geht der De-Noiser davon aus, dass der rote Pixel ein Fehler ist, und färbt ihn auch blau ein. Das ist mit einem Weichzeichner bei der Bildbearbeitung zu vergleichen.
  2. Temporal De-Noising: Der De-Noiser schaut sich das vorherige Bild an und holt sich Informationen aus alten Frames, um das aktuelle Bild zu füllen. Das kann in bewegten Szenen aber zum sogenannten Ghosting führen, also dem Erscheinen von Umrissen und Schatten von Objekten, die im Bild zuvor an anderer Stelle waren.

FSR Ray Regeneration: Ein De-Noiser auf Basis von Machine Learning

Dieser moderne Ansatz nutzt künstliche Intelligenz. Vereinfacht gesprochen wird ein KI-Modell dafür mit Bild-Paaren trainiert: einem perfekten Bild, langwierig mit Millionen von Rays berechnet, und einem verrauschten Bild.

Die KI soll also „lernen“, wie das perfekte Bild aussehen müsste, wenn sie das verrauschte sieht.

Die Vorteile von FSR Ray Regeneration:

  • Die KI erkennt Muster. Aus dem Training kennt sie Zäune, Geländer, Pflanzen und Bäume und die verschiedensten Texturen. Sie glättet nicht einfach blind, sondern rekonstruiert sogar feine Details, die im Rauschen beinahe verloren waren.
  • KI-Modelle können viel besser einschätzen, welche Pixel aus dem vorherigen Bild noch gültig sind und welche nicht. Das reduziert das Ghosting (Schlieren) bei schnellen Bewegungen massiv.
  • Klassische De-Noiser hatten oft Probleme mit schnell wechselndem Licht. Die KI versteht Lichtwechsel besser und reagiert schneller, ohne dass das Bild „nachzieht“.

Flüssigere Grafik: Frame Generation war die größte Überraschung

Der dritte große Bestandteil des FSR "Redstone"-Updates ist eine neue Form der Frame Generation. Auch da war ich ziemlich skeptisch – noch skeptischer als beim Upscaling. Als Freund von Rennspielen habe ich F1 2025 gestartet, um auch den „KI-generierten“ Frames auf den Zahn zu fühlen.

F1 2025 sieht grafisch extrem gut aus und nutzt Raytracing + Co. für einen nahezu fotorealistischen Look. F1 2025 sieht grafisch extrem gut aus und nutzt Raytracing & Co. für einen nahezu fotorealistischen Look.

Meine Radeon RX 9070 XT schafft es mit höchsten Raytracing-Einstellungen („Path Tracing“) und FSR 4 „Quality“ in 4K auf knapp 60 fps im Benchmark. Das ist allein schon echt beachtlich, aber für ein Rennspiel wie F1 nicht flüssig genug. Mit aktivierter FSR Frame Generation ändert sich die Lage drastisch, ohne sichtbare Abstriche bei der Bildqualität!

FSR Frame Generation ist für mich deswegen die größte Überraschung seit Langem, denn meine Erwartung war äußerst schlecht, und am Ende war ich wirklich überzeugt. Es bietet gerade in dieser Ausgangslage wie in F1 2025 einen unbestreitbaren Mehrwert.

Das FSR „Redstone“-Update hat also aus meiner treuen AMD Radeon RX 9070 XT eine unfassbar starke 4K-Grafikkarte gemacht, mit der ich auch in Jahren noch in den Genuss von hochmoderner Grafikpracht kommen werde.

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