Ein Lkw-Fahrer verbrachte 21 Jahre damit, New York City im Miniaturformat zu bauen

Aus einer Leidenschaft wurde ein unerwarteter Erfolg.

Ein Mann und mehrere Quadratmeter New York. (Bildquelle: CBS News) Ein Mann und mehrere Quadratmeter New York. (Bildquelle: CBS News)

Joe Macken hat in seiner Freizeit mehr als 800.000 Gebäude aus Balsaholz gebaut. Ein TikTok-Hit hat ihm eine Ausstellung beschert, die nur noch bis zum 12. Oktober läuft.

Joe Macken hat ein Miniaturmodell von ganz New York City gebaut. Über 20 Jahre lang arbeitete der Truckfahrer in seiner Freizeit daran. Jetzt steht es im Museum of the City of New York. Das berichtet CBS News.

Die Ausstellung heißt »He Built This City« und ist seit Februar an der Museumsmeile in Manhattan zu sehen, unweit des Central Park. Sie läuft noch bis zum 12. Oktober.

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Das Modell in Zahlen

  • Über 800.000 Gebäude, größtenteils aus leichtem Balsaholz
  • Mehr als 300 große Schaumstoffplatten, die wie Puzzleteile ineinandergreifen
  • Rund 15 Meter lang und knapp 9 Meter breit
  • Ein Zentimeter im Modell entspricht etwa 19 Metern in der Realität.

Zu sehen sind alle fünf Stadtbezirke sowie Teile von New Jersey und Long Island. Vom Wolkenkratzer in Manhattan über Einfamilienhäuser in Queens bis zur Freiheitsstatue, dem Yankee-Stadium und der Brooklyn-Bridge hat Macken alles nachgebaut.

Vom TikTok-Hit ins Museum

Dass das Modell überhaupt bekannt wurde, geht auf Mackens Tochter zurück. Sie überzeugte ihn, die Konstruktion in seinem Keller auf TikTok zu zeigen. Die Clips verbreiteten sich laut CBS News fast sofort und kamen innerhalb einer Woche auf mehr als 10 Millionen Aufrufe.

Danach meldete sich das Museum bei ihm: Chefkuratorin Elisabeth Sherman erklärt laut CBS News, das Modell spreche Social-Media-Fans genauso an wie klassisches Museumspublikum.

Ich glaube, die Menschen wollen diese ganze Stadt immer irgendwie erfassen – diese Stadt, die man unmöglich kennenlernen und unmöglich begreifen kann – und das hier ist eine Möglichkeit, sie aus der Vogelperspektive zu betrachten.

Mackens Haltung zu seinem Projekt zeigt sich an einem Satz, den er bei einem Besuch der Ausstellung sagte:

Ans Fertigwerden habe er nie wirklich gedacht, weil ihm der Bau so viel Spaß gemacht habe.

»Ich habe nie ans Fertigwerden gedacht, weil es so viel Spaß gemacht hat.«

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Eine Kindheitserinnerung als Startschuss

Die Idee stammt aus Mackens Grundschulzeit. Bei einem Schulausflug sah er im Queens Museum das Panorama of the City of New York. Das ist das berühmte Stadtmodell der Weltausstellung von 1964/65, das Besucher sogar in einer Art Helikopter-Gondel überfliegen konnten.

Umgesetzt hat er den Plan aber erst mit Mitte 40. Damals zog Macken mit seiner jungen Familie von Long Island in die Gegend um Albany im Norden des Bundesstaats. Unbewusst hat ihm New York wohl gefehlt, sagt er.

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Start mit dem Rockefeller Center

Macken verwendete ganz normales Material aus dem Hobbyladen. Er begann mit dem Rockefeller Center und dem Hochhaus »30 Rock«. Danach baute er Midtown Manhattan nach, was rund zehn Jahre dauerte.

Am schwierigsten war das Empire State Building mit seiner verzierten Spitze. Macken sagt, es sollte perfekt werden, weil sich die Leute das später ansehen würden.

Dabei hat er keinerlei Vorerfahrung: weder im Modellbau noch in Architektur oder Design. Das Nächste, was er vorweisen kann, sind Lego und Lincoln Logs aus der Kindheit. Mit der Zeit wurde er aber schneller. Gebäude, für die er anfangs Stunden brauchte, baut er heute eigenen Angaben zufolge im Schlaf.


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Absichtlich nicht auf dem neuesten Stand

Das Modell zeigt nicht das New York von heute, sondern Mackens eigene Version davon:

  • In Queens steht sein Lieblings-Diner aus der Kindheit, nicht das Hochhaus, das heute dort steht.
  • Die alte Kosciuszko Bridge zwischen Brooklyn und Queens ist noch da, obwohl sie 2017 abgerissen wurde.
  • In Lower Manhattan stehen die Zwillingstürme des World Trade Centers neben dem One World Trade Center und anderen neueren Wolkenkratzern.

Er habe viele persönliche Orte behalten, sagt Macken, einfach für sich selbst.


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Wie geht es weiter?

Nach dem Ende der Ausstellung am Columbus Day (12. Oktober) will Macken sein Modell an anderer Stelle zeigen. Konkrete Pläne nennt CBS News dazu nicht.

Fest steht dagegen, dass er weiterbauen will: Mehr als 50 neue Gebäude sollen dazukommen. Außerdem will er das Modell um weitere Teile von New Jersey und Long Island erweitern.


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