Eine Spielidee im Kopf zu haben ist eine Sache, sie umzusetzen eine andere. Dafür brauchte es bislang eine Spiel-Engine wie Unity und das Wissen, sie zu bedienen. Google will diese Hürde mit »Playground« senken: Wie das Unternehmen im Blogeintrag erklärt, startet die Plattform ab sofort für volljährige Nutzer in den USA.
Das grundlegende Konzept ist schnell erklärt: Auf Playground erstellt ihr Spiele per Texteingabe, testet sie direkt im Browser und könnt sie im Anschluss mit anderen Teilen. Laut Google soll hierfür überhaupt keine Programmiererfahrung notwendig sein.
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KI zerstört unsere Spiele nur, wenn wir es zulassen
Playground: So wird aus einem Prompt ein Browserspiel
Die Playground-Steuerung erfolgt ausschließlich per Chat-Oberfläche. Hier habt ihr die Wahl zwischen einem leeren Chatfenster oder einem Starter-Prompt, zudem könnt ihr euch komplett durch den Vorgang führen lassen.
Eure Wünsche zu Figuren, Regeln, Physik oder Umgebung tragt ihr hier nachträglich ein. Auf der zugehörigen Labs-Seite nennt Google Genres wie Tower-Defense oder einfache Racing-Games als mögliche Ausgangspunkte.
Welche KI-Modelle genau dahinterstecken, wird wiederum nicht erläutert – mutmaßlich dürften unter der Haube Gemini (Sprach-KI), Nano Banana (Bilder) und Lyria (Musik) stecken.
Link zum YouTube-Inhalt
Die fertigen Spiele könnt ihr wiederum auf zwei Wegen weiterverteilen. So könnt ihr euer Playground-Projekt entweder per Link direkt an Adressaten eurer Wahl schicken. Alternativ könnt ihr es in die »Playground Explore«-Galerie stecken; welche Titel dort in nach oben rutschen, bestimmten laut Google die Spielerwertungen sowie die Aktivität.
- Jedes veröffentlichte Spiel durchläuft hierbei nicht näher ausgeführte Sicherheitsprüfungen.
- Wer Entwicklern folgen, Favoriten markieren oder unter eigenem Namen in Bestenlisten auftauchen will, braucht indes ein Play-Games-Profil.
Einstieg für Hobby-Entwickler, Aufstieg über Unity Spark
Der Google-Konzern versteht Playground selbst noch als Experiment, das Interessierten ohne Programmierkenntnisse den Einstieg erleichtern soll. Wer darüber hinauswill, soll später auf »Unity Spark« umsteigen können.
- Dabei handelt es sich um einen KI-Spieleentwickler von Unity, der Spiele aus Beschreibungen erzeugt und in einem Web-Editor nachschärfen lässt.
- Google stellt dafür Unitys Laufzeitumgebung in Aussicht, die anspruchsvollere 3D-Grafik und komplexere Spielmechaniken ermöglicht.
- Spark selbst steckt allerdings noch in einer internen Testphase; eine geschlossene Beta soll zu einem noch unbekannten Zeitpunkt folgen.
Zugang hängt am Google-One-Abo
Während für Deutschland noch gar keine Informationen zu einem möglichen Playground-Start vorliegen, hat 9to5Google schon einmal die aktuellen US-Bedingungen vorliegen. Demnach gibt es eine kostenlose Basisstufe, bei der allerdings keine Details vorliegen, wie weit man mit der tatsächlich gehen kann. Für Abonnenten von Google One gibt es hingegen höhere Token-Kontingente, die man zum Prompten der KI verwenden kann.
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