Intel »Arctic Sound« - Gaming-Grafikkarte soll ein »Paukenschlag« sein

Intel plant nun wohl doch eine spezielle Grafikkarte für Gamer, die den Codenamen Arctic Sound trägt und den Markt wie ein »Paukenschlag« erschüttern soll.

von Georg Wieselsberger,
08.04.2018 11:47 Uhr

Intel arbeitet an "Arctic Sound" - einer Grafikkarte für Spieler.Intel arbeitet an "Arctic Sound" - einer Grafikkarte für Spieler.

Nach dem Wechsel des ehemaligen Radeon-Chefs Raja Koduri von AMD zu Intel ist es in letzter Zeit etwas ruhig um die Grafikpläne des blauen Lagers geworden. Zuletzt waren Gerüchte aufgekommen, laut denen Intel sogar nur an einem Grafikchip arbeitet, der für das Video-Streaming in großen Rechenzentren optimiert ist und entsprechend weniger interessant für den Gaming-Bereich.

Doch nun meldet Ahraf Eassa von The Motley Fool in mehreren Nachrichten bei Twitter, dass Raja Koduri sich dafür eingesetzt habe, auch Gaming zu berücksichtigen.

Arctic Sound als Gaming-Variante

Die GPU beziehungsweise die Grafikkarte mit dem Codenamen Arctic Sound wird daher auch für PC-Spieler entwickelt und soll laut Eassa den Markt bei Veröffentlichung wie ein Paukenschlag erschüttern.

Es gibt auch einige technische Informationen, denn anscheinen besteht der Grafikchip nicht aus einem einzigen, großen Kern, sondern aus mehreren Dies, die ähnlich direkt verbunden sind wie beispielsweise der Intel-Prozessor und der Vega-Grafikkern im Intel Core i7 8809G. Zwei bis vier Arctic-Sound-Dies wären auf diese Weise je nach Konfiguration denkbar, so Eassa.

Veröffentlichung frühstestens im Jahr 2020

Allerdings soll es laut den Informationen auch noch bis zum Jahr 2020 dauern, bis die ersten Intel-Grafikkarten veröffentlicht werden - und das auch nur, wenn es Intel tatsächlich schafft, die eigene Roadmap einzuhalten und keine Verschiebungen notwendig werden.

Der erste Versuch von Intel, eine eigene Grafikkarte namens Larrabee zu entwickeln, war nach Jahren gescheitert, allerdings war damals auch kein so erfahrener GPU-Entwickler wie Raja Koduri am Steuer. Bis 2020 dürften allerdings auch AMD und Nvidia deutlich weiterentwickelte GPUs vorweisen können. Für PC-Spieler kann gesteigerte Konkurrenz aber nur von Vorteil sein - sofern Intel wirklich mit den AMD und Nvidia mithalten kann.

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