5,7 Millionen Dollar Kryptogeld im Zuge eines Hacking-Heists gestohlen

Ein Hacker hat es geschafft durch die Entschlüsselung von privaten Keys 5,7 Millionen US-Dollar in Form von Kryptowährung zu erbeuten.

von Mathias Dietrich,
19.03.2021 08:08 Uhr

Kryptowährungen sind zum beliebten Diebesgut geworden. Kryptowährungen sind zum beliebten Diebesgut geworden.

Im Zeitalter von Etherum und Bitcoin verändern sich auch Raubüberfälle. Anstatt Banken leerzuräumen, sitzen die Diebe heutzutage vorm PC und stehlen Geld mit Hacking-Angriffen. Am Wochenende vom 13. und 14. März 2021 sollen die sich mit Kryptogeld im Wert von 5,7 Millionen US-Dollar (etwa 4,8 Millionen Euro) aus dem Staub gemacht haben.

Wen hat es getroffen?

Ziel der Angriffe war die Webseite Roll. Die erlaubt es Verwaltern von Online-Communities digitale Tokens namens »Social Money« basierend auf ihrer Webpräsenz mithilfe der Etherum-Blockchain zu prägen und dann an die eigene Community zu verteilen.

Angriffsmethode unklar: Der Hacker hat diese Tokens gestohlen und direkt in Etherum umgewandelt. Allerdings ist noch unbekannt, wie genau er das geschafft hat. Roll selbst geht davon aus, dass er private Keys entschlüsselt hat, mit denen die Nutzer der Plattform auf ihr virtuelles Portemonnaie zugreifen.

Entschädigung für die Betroffenen: Der Plattformbetreiber hat 500.000 US-Dollar beiseite gelegt, mit denen er die Betroffenen entschädigen will. Dafür kontaktieren sie derzeit jeden, der durch den Angriff finanziellen Schaden hinnehmen musste. Die Community selbst zeigt sich wenig erfreut. Denn die Entschädigung verblasse im Vergleich zu ihren Verlusten.

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Das steckt hinter den Kryptowährungen

In Kryptowährungen sehen derzeit viele Menschen das große Geld. Sie ermöglichen einen digitalen Zahlungsverkehr, der nicht von einer zentralen Instanz kontrolliert wird. Dafür werden sie aus dem Nichts erschaffen und besitzen ihren Wert nur dadurch, dass sie von ihren Handelspartnern akzeptiert werden.

Die Erstellung geschieht dabei durch sogenanntes Mining. Das bezeichnet einen Prozess, über denen die Miner Transaktionen der Währungen validieren. Als Belohnung erhalten sie einen Teil der jeweiligen Währung. Das benötigt allerdings sehr viel Rechenkraft, die meist von der Grafikkarte gestellt wird. Aufgrund eines neuen Mining-Booms sind diese deswegen aktuell nur noch schwer zu bekommen.

Den großen Anfang nahmen Kryptowährungen mit der Erfindung von Bitcoin im Jahr 2008. Der öffentliche Handel dieser startete hingegen 2009.

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Gute Nachricht: Für die von den hohen Preisen und der schlechten Verfügbarkeit der Grafikkarten gebeutelten Spieler, gibt es einen kleinen, wenn auch noch ein Stück entfernten Lichtblick. Ethereum soll mit Version 2.0 so umgestellt werden, dass es keine großen Mining-Farmen mehr braucht.

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