Eine Rentnerin gewinnt über 70 Millionen Euro im Lotto, verliert nur eine Woche später den gesamten Gewinn – doch es gibt ein Happy End

Eine Situation, die man wohl niemand wünscht. Letztlich ist sie aber gut für die Rentnerin ausgegangen.

Dieses Foto ist ein Symbolbild, es handelt sich also nicht um die Frau, die ihren Gewinn verloren hat. (Bildquelle: stock.adobe.com - fizkes) Dieses Foto ist ein Symbolbild, es handelt sich also nicht um die Frau, die ihren Gewinn verloren hat. (Bildquelle: stock.adobe.com - fizkes)

Der Lottogewinn in Höhe von etwa 74 Millionen Euro einer Frau aus den USA wurde nur eine Woche später von der zuständigen Lottogesellschaft in Texas für ungültig erklärt.

Wie Jeuxvideo.com berichtet, hat sie die Gewinnzahlen über eine Lotto-App getippt, was ihr durch eine neue Regelung zum Verhängnis wurde, wenn auch möglicherweise nur vorübergehend.

Denn die Frau zieht vor Gericht, um doch noch an ihren riesigen Gewinn zu kommen.

Update: Wie Texasscorecard berichtet, hatte der Gerichtsprozess der Rentnerin Erfolg. Die Lottogesellschaft erklärte sich zu einem Vergleich bereit, der der Rentnerin eine Einmalzahlung in Höhe von etwa 31 Millionen Euro beschert hat.

Die Summe ist aus zwei Gründen geringer als der Höchstgewinn von circa 74 Millionen Euro: Den Maximalbetrag gibt es nur bei einer Auszahlung über mehrere Jahre hinweg. Bei der sofortigen Auszahlung bleiben dagegen nur 55 Prozent übrig, also etwa 40 Millionen Euro. Davon wurden wiederum elf Prozent Steuern einbehalten.


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Wo liegt das Problem mit der App?

Es handelt sich um die App eines Drittanbieters mit dem Namen Jackpocket. Der Lottogewinn wurde darüber im Februar 2025 erzielt.

  • Eine Woche nach dem Gewinn der Frau wurde der Kauf von Lottoscheinen über diese App für ungültig erklärt.
  • Die offizielle Begründung dafür ist eine Gesetzeslücke, die geschlossen werden soll, weil unter anderem klare Regelungen zu den Provisionen beim Kauf von Lottoscheinen über Drittanbieter-Apps fehlen.
  • Das soll rückwirkend auch den Lottoschein der älteren Dame betreffen, weil das Verbot zwar nach der Ziehung, aber vor der Auszahlung des Gewinns erfolgte, weshalb sie ihr Geld bislang nicht bekommen hat.

Ebendiese rückwirkende Entscheidung hält sie für unrechtmäßig, daher hat sie Mitte Mai 2025 Klage dagegen eingereicht.

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Was die Anwälte sagen

Die Anwälte der älteren Dame betrachten ihren Gewinn als zulässig und den nötigen Standards entsprechend.

Es ist davon auszugehen, dass sich die Verhandlung des Falls mindestens über mehrere Monate hinzieht. Die Frau wird also wohl noch längere Zeit auf ihren großen Gewinn warten müssen.

In Anbetracht der Höhe des Gewinns wäre das bei einem positiven Ausgang des Verfahrens für sie zwar wohl zu verschmerzen.


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Andererseits gewinnt Zeit im Alter von 83 Jahren einen anderen Stellenwert und es wäre ihr zu wünschen gewesen, dass sie ihr gewonnenes Geld direkt bekommt und ihr dieser Ärger erspart geblieben wäre.

Wie ist die Situation in Deutschland? Mit einer offiziellen Lizenz ist es für App-Anbieter möglich, Lottoscheine zu verkaufen. Dabei besteht bereits eine klare und enge Regulierung, die es sehr unwahrscheinlich macht, dass es bei uns zu einem solchen Fall kommen könnte.


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