Copilot startet in Excel, doch Microsoft warnt selbst, keine wichtigen Daten einzugeben

Eine neue Copilot-Funktion für Microsoft Excel soll euch das Erstellen von Formeln vereinfachen. Die Entwickler warnen allerdings davor, das Feature in gängigen Szenarien einzusetzen.

Microsoft lässt die Handbremse bei der Copilot-Integration in Excel angezogen. Microsoft lässt die Handbremse bei der Copilot-Integration in Excel angezogen.

Microsoft bringt unentwegt die Integration der Copilot-KI voran. Das jüngste Tool, das mit der Assistenz bestückt wird, stammt aus der »Windows 365«-Suite: Die mächtige Tabellenkalkulationssoftware Excel hat eine neue KI-Funktion bekommen, die testweise für ausgewählte Nutzer zur Verfügung stehen.

Diese soll es euch erlauben, von der Künstlichen Intelligenz Formeln anhand eines Prompts zu erstellen. Allerdings gibt Microsoft selbst eine Warnung heraus, dass ihr keine allzu wichtigen Felder mit der Copilot-KI bearbeiten sollt.

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»Keine Aufgaben, die Präzision oder Wiederholbarkeit erfordern«

Im zugehörigen Support-Dokument erklären die Microsoft-Entwickler, wie das neue Copilot-Feature funktioniert.

  • Grundsätzlich agiert die KI wie ein klassischer Chatbot: Ihr gebt in der Formelzeile euer Prompt ein, als Ergebnis soll eine Excel-taugliche Formel herauskommen.
  • Als Beispielfunktion nennt Microsoft »=COPILOT("Fasse das Feedback zusammen", A2:A20«. Gemäß der Beschreibung soll also eine Formel entstehen, die Werte aus einem Spaltenbereich zusammenfasst; der »=COPILOT()«-Befehl agiert als Auslöser für die KI-Funktion.

Damit empfiehlt sich der Excel-Copilot den Entwicklern zufolge für das Zusammenfassen von Texten, die Erstellung von Beispieldaten oder die Klassifizierung von Inhalten.

Was nicht gemacht werden soll: Die KI soll nicht für numerische Formeln genutzt werden. Microsoft meint, dass ihr für Aufgaben, die »Präzision oder Wiederholbarkeit erfordern«, lieber native Excel-Funktionen wie SUM, AVERAGE oder IF verwenden sollt.

Zusätzlich dazu finden sich im Dokument weitere Beispiele, in denen der Copilot nicht verwendet werden soll:

  • Copilot kann keine Antworten geben, die zusätzlichen Kontext außerhalb der angegebenen Bereiche benötigen.
  • Formeln, die aktuelle oder Echtzeitdaten benötigen, sind ebenfalls tabu – der Wissensstand der KI ist auf Informationen vor Juni 2024 begrenzt.
  • Auch sollt ihr es vermeiden, die Copilot-KI für Finanzberichte, juristische Dokumente oder risikobehaftete Szenarien zu verwenden.

In anderen Worten hält die Künstliche Intelligenz zwar Einzug in Excel, benutzen sollt ihr Copilot aber nicht in Szenarien, derentwegen ihr die Tabellenkalkulation überhaupt erst geöffnet habt.

Immerhin: Aktuell befindet sich die Funktion noch in einer Betaphase, sodass zumindest die Microsoft-Warnung vielleicht bald ad acta gelegt wird. Im Kontext des Datenschutzes versprechen die Entwickler übrigens, dass eure Daten zu keinem Zeitpunkt für KI-Training verwendet werden.

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