OLED-Monitore sind im Gaming einfach unschlagbar. Das behaupte ich schon lange und hinter dieser Empfehlung stehe ich auch. Seit über drei Jahren beschäftige ich mich nahezu täglich mit OLED-Technologien und so ziemlich jedem Monitor, den es hierzulande zu kaufen gibt. Wenn ihr euch 2026 noch einen OLED zulegen wollt, dann zeige ich euch hier alle Technologien und alle OLED-Generationen am Markt, erkläre die Unterschiede und helfe euch, dass ihr den optimalen Monitor für euch findet.
Diesen OLED-Monitor empfehle ich 2026 für seine Preis-LeistungDer ultimative Guide für OLED-Monitore 2026
Es gibt nicht die eine beste OLED‑Technologie am Markt. Gäbe es die, dann würden ja alle Hersteller auf ein und dasselbe Panel setzen. Dem ist zum Glück nicht so und die Auswahl an OLED-Monitoren ist riesig. Hier möchte ich euch Stück für Stück alle erhältlichen OLED-Generationen samt Beispielen zeigen und euch damit bei der Suche nach eurem perfekten OLED-Monitor helfen.
Alles nur von Samsung und LG?
Beim Thema OLED – egal ob TV oder Monitor – fällt immer wieder der Begriff „Panel“. Damit ist der eigentliche OLED-Bildschirm in einem Fernseher oder Monitor gemeint und solche OLED-Bildschirme werden nahezu ausschließlich von zwei Herstellern produziert: sogenannte QD-OLED-Panels von Samsung Display und WOLED-Panels von LG Display. Beide Firmen sind nicht gleichzusetzen mit LG oder Samsung – sie sind vielmehr ein Zulieferer für alle anderen Marken.
QD-OLED Generationen
Es sind bereits fünf Generationen an QD-OLED-Bildschirmen erschienen, wobei Samsung Display – der Hersteller hinter QD-OLED – verkündet hat, dass zukünftige Generationen nicht länger durchnummeriert werden. Es wird in Zukunft also nicht einfacher. Pauschal betrachtet ist die Stärke eines QD-OLED-Monitors seine satte Farbdarstellung.
1. und 2. Generation QD-OLED
Erschienen ab circa 2022 dienen solche QD‑OLED-Monitore, wenn überhaupt, nur noch als Spar-Tipp, wenn der OLED maximal günstig sein soll. Die Subpixel waren damals noch „diamantenförmig“ und ganz typisch für QD-OLED auch im Dreieck zueinander angeordnet. Diese Kombi führt dazu, dass diese QD-OLEDs nicht gut mit Textdarstellung umgehen können. Außer bei extrem günstigen Preisen würde ich 2026 von solchen QD-OLED-Monitoren abraten.
Ein Bild zu den sogenannten Subpixel-Layouts von QD-OLED-Bildschirmen findet ihr etwas weiter unten.
3. Generation QD-OLED
2024 wurde insbesondere die Textdarstellung aufgrund von rechteckigen Subpixeln verbessert. Diese Monitore kursieren immer noch zahlreich zu absolut attraktiven Preisen. Die Stärken liegen eindeutig in der Farbdarstellung – bekannte Schwächen sind hingegen die im Vergleich zu WOLED niedrigere Helligkeit und die pink-violette Tönung der Displays, wenn diese in einer besonders hellen Umgebung stehen. Wer die Lichtverhältnisse beim Spielen kontrollieren kann, bekommt hier sehr gute OLED-Monitore zum sehr guten Preis.
So günstig gibt's 4K OLED-Monitore der 3. Generation4. Generation QD-OLED „Penta-Tandem-OLED“
Kaum über ein Jahr ist diese Entwicklungsstufe der QD-OLED-Monitore jung. Penta-Tandem-OLEDs sind deutlich heller als bisherige QD-OLED-Generationen, aber es gibt noch eine Verbesserung, die in meinen Augen viel wichtiger ist: den „Quantum Black Film“, wie Samsung ihn getauft hat. Bei anderen Marken heißt er etwa BlackShield Film oder DarkArmor Film. Dahinter steckt eine neue Displayoberfläche, die einerseits sehr viel robuster gegen Kratzer ist und andererseits ihren Schwarzwert bei Helligkeit deutlich besser beibehält.
Monitore mit Penta-Tandem-Panel zählen zur aktuellen Oberklasse und sind gerade für die Nutzung auch bei Tageslicht eine deutliche Verbesserung zu allen bisherigen QD-OLED-Generationen.
Hier gibt's einen QD-OLED mit neuem "Quantum Black Film"
WOLED-Generationen
Die WOLED-Technologie gibt es schon lange und bereits vor dem ersten OLED Gaming-Monitor hat LG einige Generationen auf den Markt gebracht. Deswegen ist bereits der erste WOLED-Monitor mit sogenannter MLA-Schicht auf den Markt gekommen. Das steht für „Micro Lens Array“ und bezeichnet eine Deckschicht aus kleinen Linsen, mit denen die Lichtausbeute verbessert wird. So wie QD-OLEDs also für ihre starken Farben bekannt sind, liegen WOLEDs in der Regel bei der Helligkeit vorn.
2. Generation WOLED
Die erste Generation überspringe ich, weil es einfach keine Monitore mehr zu kaufen gibt, die mit der ersten MLA-OLED-Generation ausgestattet sind. Bei der zweiten Generation sind die Subpixel wie bei allen WOLEDs als Streifen nebeneinander angeordnet. Das namensgebende weiße Subpixel (daher das „W“ in WOLED) befindet sich bei dieser Generation noch an zweiter Stelle: RWBG. Damit eignet sich auch diese Generation nicht zur Textdarstellung.
Als Gaming-Monitore hingegen gab es bei LG bereits in dieser Generation eine "Glossy" Displaybeschichtung, die bestens mit Spiegelungen zurechtkommt und hervorragende Schwarzwerte auch bei Tageslicht liefert.
Diese OLED-Monitore sind 2026 unfassbar günstig geworden3. Generation WOLED „MLA+“
Zwei Verbesserungen brachten diese OLED-Generation für mich lange Zeit an die Spitze der Bestenlisten: Die verbesserte MLA+ Schicht aus Mikrolinsen sorgt für noch mehr Helligkeit und macht diese OLED-Monitore absolut tageslichttauglich, und die neue Subpixel-Anordnung RGWB verbessert außerdem enorm die Textdarstellung. Zudem führte diese Generation die Option für einen sogenannten Dual-Mode ein.
Per Dual-Mode kann ein 4K-Monitor auf Full-HD umgeschaltet werden und dadurch seine Bildrate verdoppeln. Wer auf seinem Monitor auch surft oder arbeitet, und zwischen hohen Auflösungen und extrem schneller Bildrate umschalten können möchte, bekommt hier hervorragende Gesamtpakete wie das folgende.
An diesem Monitor erkennt man aber auch offensichtlich, dass die Materie langsam undurchsichtig geworden ist. Amazon beschreibt diesen ASUS-Monitor mit „QD-OLED“ im Titel. Dabei handelt es sich um einen MLA+ WOLED:
Dieser 4K-OLED schafft dank Dual-Mode satte 480 Bilder pro Sekunde4. Generation WOLED „Tandem-OLED“
Wieder fällt der Begriff „Tandem“, nur bei LG Display etwas früher als bei Samsung. Ein neues Herstellungsverfahren verbessert die WOLED-Technologie auf ganzer Linie: Tandem-OLED ist viel besser bei der Farbdarstellung, viel heller und aufgrund besserer Effizienz auch langlebiger.
Einzige mögliche Schwäche: Bei großflächigen grauen Inhalten sind von Modell zu Modell teils vertikale Streifen zu erkennen. Dieses Problem betrifft WOLED grundsätzlich mal mehr, mal weniger, und es schwächt sich in der Regel mit längerer Benutzung eines Monitors ab. Dieses „vertical banding“ ist bei normalen Inhalten ohnehin kaum zu sehen.
Diesen Tandem-OLED-Monitor empfehle ich für seine grandiose Preis-LeistungRGB-Stripe OLED
Sowohl bei QD‑OLED als auch bei WOLED fehlt jetzt noch eine „Generation“. Generation in Anführungszeichen, weil nur Samsung Display eine neue, fünfte Generation damit verkündet hat. Bei LG Display zählt es nach wie vor zur 4. Generation.
Die Rede ist von sogenannten RGB-Stripe-OLEDs. Bei diesen sind die Subpixel als vertikale Streifen für R, G und B angeordnet – also genau wie bei einem LCD-Monitor. Das sorgt nicht nur für eine absolut makellose Textdarstellung, sondern hat auch noch weitere Vorteile.
RGB-Stripe QD-OLED "V-Stripe" vs. Tandem-WOLED mit RGB-Stripe
Bei Samsung gibt es zu den besten Penta-Tandem-OLEDs und Modellen mit RGB „V-Stripe“ keine Unterschiede. Die verbesserte Textklarheit ist also ein reiner Zugewinn. Nur gibt es bislang noch keine große Auswahl an solchen Modellen. Hier ein Beispiel:
Das ist einer der wenigen RGB QD-OLED-Monitore am MarktBei LG hingegen fehlt natürlich das sonst vorhandene weiße Subpixel. Das hat einen kleinen Nach- aber einen riesigen Vorteil. RGB-Stripe WOLEDs sind zwar etwas weniger hell, aber dafür profitiert die Farbdarstellung noch weiter. Die niedrigere Helligkeit ist für mich persönlich zum Beispiel gar kein Nachteil, denn OLED-Monitore haben Helligkeiten erreicht, die ich persönlich gar nicht mehr nutze. Mein eigener OLED-Monitor zählt zum Beispiel nicht mal zu den hellsten und ich nutze ihn selten über 65% Helligkeit.
OLED-Monitore mit diesen Tandem-OLED-Panels und RGB-Stripe-Layout stehen für mich 2026 ganz oben – wer nichts als den besten OLED-Monitor sucht, wird hier fündig:
Das ist der beste OLED-Monitor 2026OLED-Technologien 2027 – alles nur Zukunftsmusik?
Die koreanischen Marken Samsung und auch LG Display halten sich noch bedeckt, was das nächste Jahr angeht. Ich vermute, dass nächstes Jahr in erster Linie sehr viel mehr unterschiedliche Modelle mit den jeweils neuesten Technologien erscheinen, denn die Auswahl an Spitzenmodellen ist aktuell noch gering.
Es gibt jedoch eine OLED-Innovation, die bereits nächstes Jahr marktreif werden könnte. Der chinesische Hersteller TCL CSOT hat bereits erste, eigene OLED-Monitore als Studien präsentiert. Die Neuheit: Diese OLED-Bildschirme werden vergleichbar zu einem Tintenstrahldrucker gedruckt. Das nennt sich dann „Inkjet printed OLED“ und soll einige Vorteile bieten:
- Günstigere Herstellung für noch günstigere Endprodukte
- Größere Subpixel für noch mehr Lichtausbeute und bessere Effizienz
- Besseres Farbvolumen bei dunkler Darstellung
Ich bin gespannt und würde mich insbesondere über eine Sache freuen: mehr Konkurrenz, denn die belebt bekanntlich das Geschäft!
Dieser OLED-Monitor bietet 2026 das beste Preis-Leistungs-VerhältnisIhr wollt noch mehr über OLED-Monitore erfahren und meine Empfehlungen aus allen Preisklassen wissen? Dann rate ich euch zu einem Blick in meine aktuelle Kaufberatung zum Thema:
