Es gibt Hardware, da ist sogar die Entstehungsgeschichte interessant: Der Raspberry Pi beispielsweise wurde in Zusammenarbeit mit David Braben entwickelt, der in der Computer-Steinzeit den Klassiker Elite verantwortete. Ein winziger ARM-PC mit wenig Stromverbrauch und Platzbedarf.
Das ersetzt natürlich selbst in der deutlich flotteren aktuellen Version 5 nur schwer einen ausgewachsenen PC, ermöglicht aber dank des niedrigen Preises und der kompakten Bauform sehr spannende Bastelprojekte. Und da der Herbst nur selten zu Outdooraktivitäten verlockt, bietet sich diese Zeit ja irgendwie für ein RasPi-Projekt an.
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Zugegeben, über vollwertig lässt sich diskutieren, für einige gehört dazu ja auch eine ausgewachsene Grafikkarte und ein x86-Prozessor. Für seinen Einsatzzweck ist der Raspberry Pi 5 aber durchaus gut bestückt.
Der Winzling setzt auf einen ARM-Prozessor von Broadcom, den BCM2712. Ich erwähne den Namen nur, damit ihr ihn gleich wieder vergessen könnt, interessanter ist ja das Innenleben der CPU. Darin verbergen sich vier ARM Cortex A76 Prozessorkerne mit bis zu 2,4 GHz Takt sowie integrierter RAM - in Falle des verlinkten RasPi sind das vier Gigabyte.
Es gibt aber auch Modelle mit 8 und 16 Gigabyte, wenn ihr lieber etwas Speicherpuffer haben wollt. Für die meisten Bastelprojekte reichen vier Gigabyte jedoch aus. Der ursprüngliche Raspberry Pi hatte 2012 sogar nur 256 Megabyte und trieb seinerzeit schon kreative Bastellösungen vom NAS bis zum Roboter an.
Als ich vor einiger Zeit für die Technik eines Sci-Fi Live-Rollenspiels an Bord eines ehemaligen Kriegsschiffes verantwortlich war, kamen bereits einige Raspberry Pi der ersten Generation zum Einsatz:
Die aktuelle Version beherrscht zudem USB 3.0 und PCI Express, was zum Anbinden einer flotten M.2-SSD genutzt wird. Spannend ist aber vor allem die Pfostenleiste, mit der sich viele Zusatzplatinen vom Kameramodul bis zum SATA-Verteiler für den NAS-Einsatz nutzen lassen.
Vielleicht baust du dir ja auch dein eigenes Raumschiff mit dem Raspberry Pi 5?Raspberry Pi 5 Traumkombo: Himbeere und Pinguin
Als Betriebssystem kommt üblicherweise Linux zum Einsatz, das in einer speziell für den Raspberry Pi angepassten Version kostenlos heruntergeladen werden kann. Die Nutzung einer M.2-SSD bringt den Pinguin gegenüber der Installation auf einer MicroSD-Karte noch etwas mehr auf Touren.
Das freie Betriebssystem bietet einige Vorteile, neben der Flexibilität vor allem auch der geringe Hunger nach Ressourcen. So lässt sich die Rechen-Himbeere auch mit nur 4 Gigabyte RAM vollwertig nutzen. Sogar, wenn ihr den Mini-Rechner als PC für Homeoffice einsetzt.
Für SteamDeck-Erlebnisse reicht allerdings die Leistung der integrierten Grafikeinheit nicht aus. Da aber viele Videocodecs vom RasPi-Chip in Hardware beschleunigt werden, steht euch die Welt des Streamings offen.
Oder, wir haben es ja mehrfach angedeutet, ihr überlegt euch einfach selbst ein unterhaltsames Projekt rund um die flexible Platine.
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