BlackShark V2: Razer verspricht Spielvorteil durch Headset

Mit THX Spatial Audio und speziellen Spiele-Profilen sollen Gegner leichter aufgespürt und die Immersion in Spielen gesteigert werden können. Wir haben es ausprobiert.

von Alexander Köpf,
30.07.2020 17:49 Uhr

Das Razer BlackShark V2 will vor allem Spieler von E-Sport-Titeln ansprechen. Das Razer BlackShark V2 will vor allem Spieler von E-Sport-Titeln ansprechen.

Razer bringt ein neues Spieler-Headset mit Fokus auf E-Sport-Titel wie Valorant und Apex Legends auf den Markt. Das Razer BlackShark V2 löst dabei das originale BlackShark aus dem Jahr 2012 ab und soll technisch an wesentlichen Punkten verbessert worden sein.

Besonderes Augenmerk legt Razer auf die Implementierung der Surround-Sound-Engine THX Spatial Audio samt spezieller »Game Profiles«, welche Vorteile für die Verortung von Gegnern und die Immersion im Allgemeinen bringen soll.

Die laut Razer wichtigsten Merkmale des BlackShark V2:

  • neu entwickelte 50mm-Treiber
  • THX Spatial Audio mit Game Profiles
  • verbessertes passives Noise-Cancelling
  • rauscharmes, abnehmbares Mikrofon

»TriForce Titanium 50mm-Treiber«

Mit den neu entwickelten TriForce Titanium 50mm-Treibern verspricht Razer für das BlackShark V2 »High-End Audio Performance«.

Die neuen Treiber sind in unabhängige Sektionen unterteilt. Die neuen Treiber sind in unabhängige Sektionen unterteilt.

Dazu werden die Treiber in drei voneinander unabhängige Sektionen unterteilt, die für Bass, Mitten und Höhen zuständig sind. Das soll im Gegensatz zu normalen Treibern, die für alle Frequenzbereiche auf eine einzige Sektionen zurückgreifen, für klareren Sound sorgen.

THX Spatial Audio mit »Game Profiles«

Besonders hebt Razer THX Spatial Audio samt vorgefertigter und von den jeweiligen Spiele-Entwicklern zertifizierter Profile hervor. Wird ein Spiel unterstützt, erscheinen in der Synapse 3-Software neben den THX-Standard-Optionen (Stereo-, Spiel-, Film- und Musik-Modus), die für alle Spiele angeboten werden, bis zu zwei weitere Modi:

  • THX Turniermodus: Hier steht die Lokalisation gegnerischer Spieler im Vordergrund
  • THX Umgebungsmodus: Verspricht verbesserte Immersion durch realitätsnahen Sound

Der Fokus des BlackShark V2 liegt zwar auf E-Sport, aber auch andere Spiele werden optimiert. Der Fokus des BlackShark V2 liegt zwar auf E-Sport, aber auch andere Spiele werden optimiert.

Die THX Game Profiles erscheinen erst kurz nach dem Release des BlackShark V2 am 6. August 2020. Zu deren Launch sollen 18 Titel (siehe Bild oben) unterstützt werden.

Test in CS:GO und Apex Legends: Mit Blick auf die Lokalisation konnte Razers neues Headset zusammen mit dem THX Turniermodus überzeugen. In den beiden Shootern waren die Schritte der Gegner sehr präzise wahrzunehmen.

Test in Monster Hunter World: Hier konnten beispielsweise die fliegenden Raphinos ebenso wie die Kelbis auf der Karte Korallenhochland sehr präzise verortet werden. Gleiches gilt für die gesamte Geräuschkulisse, die durch den THX Umgebungsmodus noch aufgeräumter wirkte als mit anderen Modi.

»HyperClear Cardioid Mic«

Ein weiterer Punkt, den Razer unterstreicht, ist das abnehmbare Mikrofon mit Nieren-Richtcharakteristik des BlackShark V2. Es soll gegenüber Modellen der Konkurrenz für klarere Sprachausgabe sorgen.

Das Mikrofon des BlackShark V2 soll Sprache gerichteter und somit klarer aufnehmen können als Konkurrenzprodukte. Das Mikrofon des BlackShark V2 soll Sprache gerichteter und somit klarer aufnehmen können als Konkurrenzprodukte.

Mithilfe der Razer Synapse 3-Software können zudem zahlreiche Zusatzfunktionen wie beispielsweise Umgebungsgeräuschunterdrückung und Verbesserung der Sprachqualität aktiviert werden. Außerdem steht ein frei konfigurierbarer Equalizer zur Verfügung, dem auch mehrere Voreinstellungen beigelegt sind.

Tragekomfort

Für Spieler-Headsets besonders wichtig ist der Tragekomfort. Hier will Razer mit atmungsaktiven Memory-Schaum-Ohrauflagen und einem Gesamtgewicht von 262 Gramm punkten.

Release

Das Razer BlackShark V2 kann ab sofort für rund 110 Euro erworben werden. Eine etwas abgespeckte Version, dafür mit 70 Euro auch deutlich günstiger, ist das BlackShark V2 X, welches ebenfalls ab sofort erhältlich ist.

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Die Specs des BlackShark V2 im Überblick:

Kopfhörer:

  • Bauform: Over-Ear
  • Frequenzgang: 12 Hz - 28 kHz
  • Impedanz: 32 Ohm
  • Empfindlichkeit: 100 dB/mW
  • Gewicht: 262 g
  • Anschluss: 3,5mm (USB-Sound-Karte)
  • Kabellänge: 1,8 m

Mikrofon:

  • Frequenzgang: 100 Hz - 10 kHz
  • Störabstand: 60 dB
  • Empfindlichkeit: -42 dB V/Pa

Für Konsole, PC und Mac: Das BlackShark V2 kann sowohl via 3,5mm-Buchse als auch die mitgelieferte USB-Sound-Karte plattformübergreifend betrieben werden. Via Razer Synapse 3-Software lassen sich Kopfhörer und Mikrofon (wie oben beschrieben) den eigenen Wünschen entsprechend anpassen und Spiele-Profile einstellen.

Die Lautstärke kann mit einem Regler auch direkt am Headset angepasst werden. Dort befindet sich zudem ein Stummschalter für das Mikrofon.

Alexander Köpf
@NebulaMutara

Die THX Game Profiles für das BlackShark V2 machen beim Anspielen einen sehr guten Eindruck. Gegner lassen sich in Titeln wie Counter Strike: Global Offensive und Apex Legends präzise verorten, Umgebungsgeräusche wie beispielsweise Flora und Fauna in Monster Hunter World werden akkurat abgebildet. Im Vergleich zu den THX Standard-Optionen empfinde ich Turnier- und Umgebungsmodus als etwas plastischer.

Die Lokalisation hat mir generell besonders gut gefallen. Hier schneidet das BlackShark V2 auch im Vergleich zu teureren Kombinationen aus Kopfhörer und dedizierter Soundkarte sehr gut ab.

Das Mikrofon wirkte beim Abhören klar und auch Testhörer (via Discord) nahmen kein Rauschen wahr. Insgesamt dürfte sich das Mikrofon daher im Rahmen der Preisklasse des BlackShark V2 bewegen. Die Menüführung der Synapse 3-Software ist zudem übersichtlich gestaltet und bietet diverse Einstellungsmöglichkeiten.

Razer richtet sich mit dem BlackShark V2 in erster Linie an E-Sportler respektive Spieler die ein gesteigertes Interesse an der Lokalisation in Spielen haben - der THX Turniermodus soll hier Vorteile bringen. In der Preisklasse konkurriert das BlackShark V2 unter anderem mit dem Hyper X Cloud II und dem Steelseries Arctis 5.

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