Vielleicht können sich manche daran erinnern, dass ich schon Ende 2025 der Ansicht war, dass Gaming-Mäuse immer langweiliger werden. Es gibt Ausnahmen, der Großteil, der in den letzten Jahren auf meinem Schreibtisch gelandet ist, war aber das hier:
- Symmetrisch
- Ultraleicht
- Zwei Daumentasten, zwei Haupttasten
- Glatter Körper
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Die berühmte MMO-Maus kehrt zurück: Razer stellt die neue Naga V3 Pro vor
Viele Hersteller setzen auf altbewährte Eigenschaften und schrauben einfach bloß die Spezifikationen hoch. Diese Leistungsoptimierung für den E-Sport findet bei den klassischen Hobby-Spielerinnen und Spielern, wie die meisten von uns es hier sind, aber praktisch keine Anwendung.
Gleichzeitig führt sie aber zu einem Problem: Gaming-Mäuse verkommen designtechnisch zu einem Einheitsbrei.
Seit rund einem Monat gehört dem Platz neben meiner Tastatur nun aber der Razer Naga V3 Pro und ich bin verliebt. Im Grunde ist es keine vollkommen neue und unerwartete Liebe, die da entflammt ist.
Ende 2022 habe ich den Vorgänger, die Razer Naga V2 Pro getestet, die für mich bis heute zu den allerbesten Gaming-Mäusen gehört.
Naja, gehörte sollte ich wohl sagen, denn das neue Modell bessert die ohnehin schon kleinen Defizite der Vorgängerin aus. Einer davon war, dass sich das Mausrad-Feedback manchmal etwas kratzig anfühlte. Damit ersetzt sie für mich die V2 Pro vollständig.
Ah, so ein MMO-Dings
Halt, halt! Leute! Falls ihr jetzt die Bilder von der Maus gesehen habt und denkt Ah, so ein MMO-Dings
(Originalreaktion meines Kollegen Herrn Freese, als ich ihm die Maus gezeigt habe):
Die Razer Naga V3 Pro ist nicht einfach eine MMO-Maus für World of Warcraft und Co.. Im Grunde ist sie eine Gaming-Maus für nahezu jedes Genre, darunter eben unter anderem MMOs.
Durch die drei mitgelieferten Seitenteile können Spielerinnen und Spieler die Maus jederzeit ganz einfach ans Spielbedürfnis anpassen:
Ihr spielt ein MMO? 12-Tasten-Seite! Ihr habt keine Lust mehr auf WoW und wollt zu einem Action-RPG wie Control Resonant wechseln? 6er-Pad. Es soll doch lieber ein Shooter sein, oder möchtet ihr einfach eure Arbeit im Homeoffice erledigen? Packt euch das Zweierteil.
Die Seitenteile halten magnetisch und können schnell gewechselt werden. Bei dem 12er-Pad sind die Tasten mit ihren Zeichen darauf sogar ausgeleuchtet. Wenn ihr die Beleuchtung verändern oder abschalten möchtet, müsst ihr das über die Software machen.
Der Gegenentwurf zum Tischtennisball
Die Razer Naga V3 Pro bleibt der Linie treu und stellt im Grunde einen Gegenentwurf zu anderen modernen Gaming-Mäusen, wie ich sie eingangs genannt habe. Die erinnern oft einen einen hauchdünnen und leichten Tischtennisball – haptik und Gewicht betreffend.
Die Razer Naga V3 Pro hingegen setzt auf ein massives, gewichtiges, ergonomisches Rechthänder-Gehäuse mit Ringfinger-Ablage und angenehm angerauter Beschichtung.
Neben dem großartigen Seitenteil-Feature liebe ich genau diese Eigenschaften an der Maus, nicht etwa die High-End-Specs. Die können sich allerdings ebenfalls sehen lassen:
- Sensor: Razer Focus Pro 50K Optical Sensor Gen-3 (50.000 DPI, 930 IPS, 90G)
- Schalter: Optical Mouse Switches Gen-4 (100 Mio. Klicks)
- Mausrad: HyperScroll Tilt Wheel Gen-2 mit 4 Modi (Standard Tactile, Precision Tactile, Free-Spin, Smart-Reel) und 4-Wege-Funktion
- Konnektivität & Polling: 2,4 GHz HyperSpeed, Bluetooth, USB-C. Standard 1.000 Hertz, bis zu 8.000 Hertz nur via separat gekauftem Dongle/Dock.
- Akkulaufzeit: Bis zu 155 Std. (2,4 GHz) / bis zu 280 Std. (Bluetooth)
- Gewicht: Ca. 112–117 Gramm (je nach Seitenteil)
- UVP: 199,99 Euro
Mein Fazit
Der letzte Punkt in der Liste ist der Grund, warum ich mich gegen einen klassischen Test für diese Maus entschieden habe. Sicher ist die Razer Naga V3 Pro beeindruckend, aber bei dem Preis wird mir schlecht. Privat würde ich persönlich nicht einmal 100 Euro für eine Gaming-Maus ausgeben. Ich brauche aber auch keine High-End-Specs und andere krasse Features.
Und so sehr ich diese Maus mag, ihr Gewicht passt zwar zu meinem Spielspiel (High-Sense), aber nicht zu meiner liebsten Griffart (Fingertip-Grip). Wobei die Ringfinger-Ablage eben auch etwas ist, was ich nur noch selten bei Gamig-Mäusen sehe und das obwohl viele so etwas schätzen.
Wer mittelgroße bis große Hände hat, und im Palmgrip spielt, der oder die könnte mit der Razer Naga V3 Pro zufrieden sein. Aufgrund der enorm hochwertigen Qualität des Geräts gehe ich davon aus, dass dies eine Anschaffung für viele Jahre sein wird.
Wer sich unsicher ist, sollte die Maus aber unbedingt vorher einmal ausprobieren und gegebenenfalls zurückschicken, wenn sie doch nicht passt. In unserer großen Kaufberatung mit den besten Gaming-Mäusen findet ihr zig Modelle mit besserem Preis-Leistungs-Verhältnis. Schaut euch dort also gerne einmal um, wenn ihr gerade auf der Suche nach einem neuen Nager seid.
200 Euro mögen hier zwar unter Umständen gut investiert sein, aber bei so einem Preis für eine Maus sollte man wirklich ganz genau prüfen, ob man all diese Besonderheiten wirklich braucht.

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