Auch die Mittelklasse betroffen: Weitere Berichte von kaputten Ryzen-CPUs in Verbindung mit Mainboards von ASRock

Immer mehr Nutzer berichten von plötzlichen Ausfällen ihrer Ryzen-CPUs auf ASRock-Mainboards.

Aktuell gibt es einige Probleme mit Ryzen-CPUS. (Bild: AMD) Aktuell gibt es einige Probleme mit Ryzen-CPUS. (Bild: AMD)

Online häufen sich derzeit Berichte über Ryzen-Prozessoren von AMD, die plötzlich den Geist aufgeben. Betroffen sind dabei nur Modelle, die auf einem Mainboard von ASRock installiert waren. Die ersten Berichte stammen dabei schon aus dem Oktober 2025.

Zahlreiche kaputte Prozessoren gemeldet

Die ersten Berichte dieser Art hatte es schon Mitte Januar gegeben, dabei ging es noch in erster Linie um den Ryzen 9800X3D. Nun scheint klar zu sein, dass es auch Probleme mit anderen Modellen, im Speziellen dem Ryzen 9600X, gibt (via WCCFTech).

Die Häufung der Berichte in den vergangenen Tagen ist dabei auffällig. Sowohl bei NojusIsCute als auch bei RobotRollCall24, etrain1804 und Shelcreature handelt es sich um Systeme mit dem Ryzen 5 9600X und ASRock-Mainboards der Serien 600 oder 800, die aus dem Nichts den Geist aufgegeben haben.

Merkwürdig ist zudem, dass die PCs zuvor teilweise monatelang problemlos funktioniert haben. Plötzlich lässt sich dann das System nicht mehr starten und die Debug-LEDs der CPU und des DRAM auf dem Mainboard leuchten dauerhaft. Die Prozessoren sind schlicht »tot«.

Besonders kritisch ist, dass einige User sogar berichten, dass ihnen schon die zweite CPU in kurzer Zeit auf diese Art und Weise »gestorben« ist. Nach ersten Problemen im vergangenen Herbst hätten sie Ersatz vom Hersteller bekommen, der nun ebenfalls nicht mehr funktioniert.

Von AMD und ASRock gibt es bisher noch keine offizielle Stellungnahme zu der Problematik. Nutzer, die ein System mit der betroffenen Hardware nutzen, sollten unbedingt auf neue BIOS-Updates achten und die Spannungen im Auge behalten.

Es steht nämlich der Verdacht im Raum, dass es bei bestimmten Mainboard-Konfigurationen zu Instabilitäten oder Spannungsspitzen kommen könnte, die zu den CPU-Problemen führen. Darauf weisen zumindest Berichte über sichtbare Brandspuren am CPU-Sockel hin.

Spuren dürfte auch weiter die aktuelle Speicherkrise hinterlassen. So sollen auch die Preise von Ryzen-CPUs 2026 steigen.

Die größte Hoffnung ist natürlich, dass ASRock oder AMD die Problematik mit einem reinen Software-Update lösen können. Warum die Fehler teilweise erst nach Monaten auftreten, wird dabei eine wichtige Frage bleiben.

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