Ryzen Threadripper - AMD bastelt eigene Produktionslinie, 32-Kerner möglich

AMD hat offenbar das Package des Ryzen Threadrippers in einer separaten Produktionslinie hergestellt. Künftige CPUs könnten von der neuen Bauweise profitieren – 32-Kerner sind möglich.

von Sara Petzold,
24.01.2018 12:54 Uhr

In AMDs Ryzen Threadripper 1950x schlummern zwei zusätzliche CPU-Dies.In AMDs Ryzen Threadripper 1950x schlummern zwei zusätzliche CPU-Dies.

Bereits vor einigen Monaten berichteten wir über eine Entdeckung des Übertakters Roman »der8auer« Hartung, der beim Köpfen eines AMD Ryzen Threadrippers festgestellt hatte, dass dieser unter dem Heatspreader neben den erwarteten zwei CPU-Dies mit jeweils acht Kernen noch zwei weitere inaktive CPU-Dies enthielt. Als Reaktion auf die daraus resultierenden Spekulationen, dass Threadripper nur ein umgelabelter Epyc-Prozessor für Server sei, erklärte AMD damals, dass die verwendeten Dies aus anderen Substraten bestünden als beim 32-Kern-Epyc-Prozessor. Außerdem seien die zwei zusätzlichen Dies nicht funktionale Dummies und würden nur der mechanischen Stabilisierung dienen.

Aktuell hat der8auer nun aber einen Ryzen Threadripper 1920X sowie einen Epyc 7251 aus dem Handel besorgt und geklöpft, um seine These zu bestätigen, dass AMD Epyc-CPUs als Threadripper verkauft. Das Ergebnis: Threadripper und Epyc unterscheiden sich sichtlich und stammen nicht aus der gleichen Produktion.

Eigene Produktionslinie für Threadripper

Wie PCGamesHardware berichtet, stellte der8auer beim Auseinandernehmen der beiden CPUs fest, dass AMD für den Ryzen Threadripper offenbar eine eigene Produktionslinie angelegt hat: Die Epyc-CPU besaß im Vergleich mit dem Threadripper mehr SMD-Kondensatoren, die noch dazu bei beiden Modellen unterschiedlich platziert sind.

Darüber hinaus besitzt nur der Threadripper einen verlöteten Widerstand, allerdings sind alle vier Dies bei beiden Modellen über Kontakte miteinander verbunden. Dementsprechend befinden sich auch die von AMD als »unbrauchbar« deklarierten Dies bei Threadripper im elektrischen Kreislauf des Prozessors.

In seinem Youtube-Video erklärt der8auer, dass sich aufgrund dieser Ergebnisse eine (Bau-)Gleichheit zwischen AMDs Ryzen Threadripper- und Epyc-CPUs ausschließen lasse. Allerdings stellt er zwei Möglichkeiten in den Raum, aus welchem Grund beim Threadripper die zwei vermeintlichen Dummy-Dies trotzdem mit Strom versorgt sind:

  1. AMD verbaut im Threadripper absichtlich Chips, die eigentlich tot sind, und deklariert diese als »funktionsfähig«. Das hält der8auer aber für eher unwahrscheinlich.
  2. AMD plant eine 32-Kern-Threadripper-CPU. Diese Möglichkeit ergibt laut der8auer aktuell am meisten Sinn: Die vier Dies sind beim aktuellen Threadripper vollständig angebunden, außerdem sind alle Chips vollständig belichtet und schließlich erlaubt der Threadripper-Sockel TR4 die Implementierung einer 32-Kern-CPU.

Ob AMD tatsächlich eine derartige 32-Kern-Threadripper-CPU auf den Markt bringen wird, ist momentan aber noch völlig unklar. Eine offizielle Stellungnahme zu der8auers CPU-Vergleich von AMD liegt ebenfalls noch nicht vor.

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