Nach Blackout-Panik in Spanien gehen Notstromaggregate in Deutschland durch die Decke – aber kauft bloß nicht das Falsche!

Krisenvorsorge, Stromausfall, Diesel vs. Benzin: Nach dem Blackout in Spanien boomen Notstromaggregate in Deutschland – doch viele greifen zu den falschen Stromerzeugern. Was wirklich zählt – und welche Geräte überzeugen.

Stromausfälle in Spanien lassen auch in Deutschland die Nachfrage nach Notstromaggregaten durch die Decke schießen. Stromausfälle in Spanien lassen auch in Deutschland die Nachfrage nach Notstromaggregaten durch die Decke schießen.

Die Schlagzeilen waren bestimmt von diesem Thema: Stromausfall in Spanien. Die Lage hat sich zwar mittlerweile wieder erholt, aber eine Nachwirkung bleibt deutlich zu spüren – und das in ganz Europa. Angst davor, dass so ein Blackout auch bei uns passieren kann und was er für Folgen haben könnte. Viele gehen jetzt auf die Suche nach Notstromaggregaten, aber lassen sich leider zu den falschen Lösungen verleiten. Dieser Artikel soll aufklären, wie eine Notstromerzeugung aussehen sollte.

So geht's richtig: Notstrom-Erzeuger, die langfristig Sinn haben

Der Stromausfall in Spanien – zusammengefasst in 60 Sekunden

Am 28. April 2025 kam es auf der Iberischen Halbinsel zum schwersten Stromausfall Europas. Innerhalb von Sekunden sank die Stromerzeugung in Spanien von rund 27 auf 12 Gigawatt – also ein Einbruch um 60 %. Das Stromnetz wurde destabilisiert, Verbindungen nach Frankreich unterbrochen, und auch Portugal sowie Südfrankreich waren betroffen.

Die Folgen waren massiv: Millionen Menschen saßen in Verkehrsmitteln und Aufzügen fest, Krankenhäuser verschoben Eingriffe, und es kam zu schwerwiegenden Ausfällen bei Internet und Kommunikation. Leider verloren sogar Menschen ihr Leben durch unsachgemäße Verwendung von Notstromaggregaten.

Bis zum nächsten Morgen konnte die Stromversorgung zum Großteil wiederhergestellt werden. Die Ursache wird noch untersucht. Der Vorfall zeigt deutlich, wie wichtig es doch sein kann, eigenverantwortlich vorzusorgen. Fachleute fordern nun gezielte Investitionen in Speicherlösungen und bessere Netzsicherheit.

Panik trifft Realität: Kann es auch in Deutschland zu solch einem Blackout kommen?

Auch in Deutschland ist ein großflächiger Blackout leider nicht ausgeschlossen – etwa durch Netzüberlastung, extreme Wetterlagen oder theoretisch auch Cyberangriffe. Ihr solltet das Risiko nicht dramatisieren, aber ernst nehmen.

Frühzeitig vor einem Blackout schützen: So geht's!

Was die Mehrheit beim Kauf von Notstromaggregaten übersieht

Sucht man im Netz nach „Notstromaggregat“ fällt eines schnell auf: Kleine, Benzin-getriebene Aggregate sind absolut überrepräsentiert. Grundsätzlich ist das auch ganz logisch, denn sie sind günstig, einfach in der Bedienung und sie bieten im Alltag flexible Einsatzmöglichkeiten. Wer damit sein Haus mit Strom versorgen möchte, könnte aber über einige Tücken und Hürden stolpern!

Die Nachteile von Benzin-Aggregaten als Notstromversorgung:

Für Camping, Garten und sonstiges sind Stromaggregate mit Benzin bestens geeignet. Als Notstromversorgung für ein ganzes Haus eher weniger. Für Camping, Garten und sonstiges sind Stromaggregate mit Benzin bestens geeignet. Als Notstromversorgung für ein ganzes Haus eher weniger.

  1. Das Tankvolumen ist oft viel zu klein für den Dauerbetrieb. Mit 3–5 Litern Tankinhalt müsstet ihr im Ernstfall viel zu häufig auftanken und das birgt jedes Mal ein kleines Risiko.
  2. Lange Standzeit erhöht Unzuverlässigkeit. Vergaser, Zündkerzen, all das macht nach einer langen Standzeit in einem Benzinmotor gerne mal Probleme.
  3. Benzinlagerung in großen Mengen ist gefährlich und verboten. Es ist lediglich erlaubt, bis zu 20 Liter Benzin in einer Garage oder im Keller zu lagern.

Greift gerade jetzt also nicht zu einfachen Benzin-Aggregaten, sondern informiert euch. Im Folgenden zeige ich euch Lösungen, die wirklich funktionieren.

Jetzt informieren, wie ein Stromerzeuger für ein Haus aussehen sollte

Vollwertige Stromerzeuger als zuverlässige Notstrom-Lösung

Diesel-Generatoren sind für den Einsatz als Notstromerzeuger klar überlegen. Offensichtlich deshalb, weil das Lagern von Diesel weitaus weniger Risiko birgt und ihr obendrein das Zehnfache im Verhältnis zu Benzin auf Vorrat haben dürft – immerhin 200 Liter. Diese 4-Takt-Motoren sind außerdem viel besser für den Dauerbetrieb geeignet, und derartige Geräte lassen sich weitaus professioneller in euer Heimnetz integrieren.

Wie berechnet man das passende Notstromaggregat?

Dafür müsst ihr als Erstes den Grundverbrauch eures Hauses berechnen, die sogenannte Grundlast. Ihr könnt den Wert genau genug feststellen, indem ihr euren Stromzähler ablest, bevor ihr und der Rest des Hauses schlafen geht. Am Morgen, bevor das Haus und seine Elektrogeräte so richtig erwachen, lest ihr wieder ab und teilt den Wert durch die vergangene Zeit – fertig!

Beispiel: abends zeigt euer Zähler 56.500 kWh an. Sieben Stunden später, am nächsten Morgen dann 56.503 kWh. In sieben Stunden stieg der Zähler also um 3 kWh.

3 kWh geteilt durch 7 Stunden entspricht ca. 0,43 kW, also 430 Watt. Die Grundlast für ein Einfamilienhaus liegt in der Regel zwischen 300 und 650 Watt.

Als sinnvolle Lösung für viele Stunden oder gar mehrere Tage reicht euch aber ein Aggregat mit solch einer Leistung noch nicht. Hier sollte jeder seine eigenen Schätzungen machen, aber mit einer Maximalleistung von knapp 3.000 Watt sollten viele Haushalte meiner Meinung nach schon rechnen. Kleinere Betriebe und Firmen auch deutlich mehr.

So sieht ein Hochleistungs-Aggregat für über 6.000 Watt aus

Checkliste für einen Diesel-Stromerzeuger als Notstromaggregat

Eingangs hatte ich es bereits erwähnt. Während der spanischen Stromausfälle sind leider auch Menschen ums Leben gekommen, die aller Wahrscheinlichkeit nach durch Abgase von Notstromaggregaten vergiftet wurden.

Ein professioneller Stromerzeuger bringt Vorkehrungen für dieses Problem mit! Achtet ansonsten auf diese zehn Punkte:

  1. Ausreichend hohe Dauerleistung von ca. 3000 Watt oder darüber
  2. Zuverlässiger Diesel 4-Takt-Motor
  3. Funktionierende Spannungsregelung (AVR)
  4. E-Starter und im besten Fall auch ein Seilzug für Redundanz
  5. Möglichst geringe Lautstärke im Betrieb
  6. Saubere und sichere Verlegung der Abgasleitung
  7. Tankvolumen für mindestens 8 Stunden Betrieb
  8. Regelmäßige Probeläufe machen
  9. Verbrauchs- und Wartungsmaterial auf Vorrat halten
  10. Fachgerechte Integration ins heimische Stromnetz
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