VMProtect vs. Denuvo - VMProtect dementiert Lizenzprobleme

Das österreichische Unternehmen Denuvo soll für sein Schutzsystem angeblich eine Software eingesetzt haben, die von VMProtect stammt, aber nie korrekt lizensiert wurde. Doch inzwischen hat VMProtectt entsprechende Meldung dementiert. Denuvo habe das Recht, VMProtect zu verwenden.

von Georg Wieselsberger,
07.06.2017 07:09 Uhr

Laut VMProtect sind alle Probleme mit der Denuvo GmbH gelöst. Laut VMProtect sind alle Probleme mit der Denuvo GmbH gelöst.

Update: Nachdem viele Medien über die angeblichen Lizenzprobleme berichtet hatten, hat sich VMProtect nun selbst zu Wort gemeldet. »Aufgrund der Umstände« wolle man klarstellen, dass die Denuvo GmbH in der Vergangenheit das Recht gehabt habe, die Software von VMProtect zu nutzen und dieses Recht auch aktuell habe und in der Zukunft haben werde.

»Zusammenfassend gibt es keine ungelösten Probleme zwischen der Denuvo GmbH und VMProtect Software, daher können Sie davon abweichende Informationen ignorieren.«

Quelle: VMProtect

Standard-Lizenz für 500 US-Dollar genutzt

Originalmeldung: Der umstrittene Denuvo-Kopierschutz verwendet angeblich eine Software, wie von VMProtect stammt. Deren Tools und Programme sollen andere Software vor Cracks und Reverse Engineering schützen. Wie Torrentfreak meldet, behauptet nun ein Mitarbeiter von VMProtect, dass das österreichische Unternehmen Denuvo Software Solutions GmbH die VMProtect-Software »absolut illegal« im eigenen Schutzsystem »Denuvo« verwendet. Vor rund drei Jahren hätten Denuvo und VMProtect über die Möglichkeit gesprochen, die Schutzmaßnahmen von VMProtect im neuen Produkt »Denuvo« zu verwendet.

Laut VMProtect habe man ganz klargemacht, dass für einen solchen Einsatzzweck die Standard-Lizenz für 500 US-Dollar nicht ausreiche, da die Entwicklung ähnlicher Funktionen Denuvo mehrere Hunderttausend Dollar kosten würde. Doch das österreichische Unternehmen habe dann ohne Vereinbarung einfach eine Standard-Lizenz gekauft, in Denuvo eingebaut und damit eine Menge Geld verdient.

VMProtect habe dann die Lizenz für ungültig erklärt, die die Nutzungsbedingungen nicht einhalten worden seien und Möglichkeiten für eine Regelung angeboten, darunter die Zahlung »geringfügiger Wiedergutmachungen«. Denuvo habe das aber ignoriert. Nun geht VMProtect auf mehrere Arten gegen Denuvo vor.

Spiele mit Denuvo bei Steam gefährdet?

Der Antivirus-Hersteller Sophos habe zugestimmt, die betroffenen Denuvo-Version als mögliche Schadsoftware einzuordnen und außerdem habe VMProtect Kontakt mit Valve aufgenommen. Hier scheint das Ziel zu sein, alle Spiele mit Denuvo aus dem Angebot entfernen zu lassen. Außerdem wird eine Klage vorbereitet. Die bislang einzige Version von Denuvo, die VMProtect nicht mehr einsetzt, wurde anscheinend beim Adventure-Puzzle Rime verwendet - und in nur fünf Tagen geknackt.

Quelle: Torrentfreak

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