Artikel: Rassismus, Islamhass, Transphobie: Das Studio Destructive Creations und die rechte Szene

Dieses Thema im Forum "Diskussionen zu Gamestar-Artikeln" wurde erstellt von Philipp Elsner, 29. September 2021.

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  1. Philipp Elsner GS-Redaktion Mitarbeiter

    Philipp Elsner
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    Hier findet ihr die Diskussion zum Thema "Rassismus, Islamhass, Transphobie: Das Studio Destructive Creations und die rechte Szene".

    Den Artikel findet ihr HIER.

    Bitte beachtet in Anbetracht des sensiblen Themas besonders unsere Kommentar - und Forenregeln! Wer nicht fair und sachlich bleibt, wird aus der Diskussion ausgeschlossen.

    Danke euch,
    Phil
     
  2. ZweiTeiler der mit den V+2 tanzt

    ZweiTeiler
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    Der Link zum Artikel ist broke, und ich find ihn auf der Homepage auch nicht. dauert wohl noch bis er auftaucht?
     
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  3. Mary Marx Community-Redakteurin Mitarbeiter

    Mary Marx
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    Ist jetzt da :)
     
  4. 2Mensch gesperrter Benutzer

    2Mensch
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    Nachher erstmal das Dossier lesen, wobei das nicht so irre überraschend klingt...

    (Wobei ich bei Sätzen wie "die das Mittelalter in Europa als vorrangig weiß, cis-männlich und nicht-queer imaginieren." (aus dem Kurzdossier zu Ancestors) doch eine Augenbraue hochziehe. "Bunt, weiblich und ein einziger CSD" war das Mittelalter in Europa halt auch nicht...)
     
  5. Le'Luke

    Le'Luke
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    Leider, bei der Regierung und seinen Unterstützern nicht überraschend.
     
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  6. Muaddibx

    Muaddibx
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    Ich würde gern sagen, dass mich das überrascht, tut es aber nicht. Nur das Ausmaß ist krass! Hatred war halt einfach nur geschmacklos und konnte mit guten Willen noch als öffentlichkeitswirksame Provokation eines neuen Indie-Studios abgetan werden. Seit ich das erste mal die Story von War Mongrels gelesen habe, hatte ich schon so ein komisches Gefühl. Das Dossier war daher sehr Aufschlussreich und spannend geschrieben. Danke für den Hinweis darauf! Ich finde grundsätzlich auch die Reaktion der GS auf diese neuen Erkenntnisse rund um Destructive Creations nachvollziehbar und gut. Ich hätte aber auch nichts gegen einen Test gehabt, der diese Themen berücksichtigt und das Spiel in diesem Licht beleuchtet. Man muss ja dann auch nicht unbedingt eine Wertung vergeben. Ich persönlich brauche eh keine reinen Produkttests ohne kulturellen oder künstlerischen Diskurs. Sowas lese ich eigentlich kaum noch. Traut euch gern noch öfter in die Kultur-Besprechung und dazu gehören eben auch politische Themen. Ihr testet ja keine Staubsauger, sondern Kunst!:p
     
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  7. Mercedes-Freak

    Mercedes-Freak
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    Ich freue mich, dass solche Themen im Fokus der GameStar angekommen und berichtet werden.

    Ich begrüße auch, dass der Hintergrund des Entwicklers aufgezeigt, aber das Spiel unabhängig davon bewertet wird. Wer Diablo 2 Resurrected wegen Blizzard nicht kaufen/spielen möchte, bekommt den Hinweis und kann es lassen. Da es aber auch Gründe gibt Spiele trotzdem zu spielen, empfinde ich die Trennung als gewinnbringend.
     
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  8. VaniKa

    VaniKa
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    Dazu wäre ein Artikel doch mal toll, der hier mal wirklich mit den gängigen Vorurteilen aufräumt. Fakt ist, dass das Mittelalter in von der christlichen Kirche dominierten Bereichen durch und durch patriarchal geprägt war, was aber nicht heißt, dass es keine Frauen oder Menschen im LGBTQIA+-Spektrum gab, sie waren quasi nur nicht "zugelassen" im öffentlichen Leben oder Bereichen der Macht. Frauen haben natürlich damals auch schon 50 % der Bevölkerung ausgemacht, aber es wird immer nur von männlichen Kriegern, Kriegsherren und Herrschern erzählt, so als sei das das einzig Interessante und Relevante am Mittelalter. Das verzerrt natürlich die Vorstellung davon und das hat auch dazu geführt, dass man weibliche Führerinnen oder Heldinnen (z.B. bei den Wikingern) einfach für Männer gehalten hat, da man das einfach erwartet hat. Erst heute fallen dann solche Irrtümer mehr und mehr auf. Warum? Weil man erst heute wirklich diese Geschlechterrollen hinterfragt und geeignete Untersuchungsmethoden hat.

    PS: https://www.nationalgeographic.de/g...test-beruehmter-wikingerkrieger-war-eine-frau
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. September 2021
  9. Gustav Gammelzahn

    Gustav Gammelzahn
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    Wenn es die Intention eines Spieles ist, über eine historische Begebenheit aufzuklären, dann sollten die Dinge möglichst so dargestellt werden, wie sie waren, ohne Rücksicht auf heutige Wertvorstellungen und Befindlichkeit.

    An der Stelle frage ich mich, was eigentlich ein "rechtes Mittelalterbild" ist und wie dem gegenüber ein "linkes Mittelalterbild" aussähe?

    Schwieriger ist die Sachlage wenn es um künstlerische Freiheit zur reinen "Unterhaltung" geht. Da gibt es natürlich Grenzen. Aber ist die schon erreicht bzw. überschritten, wenn z.B. einzelne Soldaten der Wehrmacht positiv dargestellt werden?
     
  10. Gehirne essen

    Gehirne essen
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    Hatred hab ich immer als reines Provokations-Mittel gesehen, das Spiel war technisch durchaus interessant; der Gameplay-Loop war allerdings langweilig und ohne den satirischen Ton eines Postals wirkte es stellenweise einfach etwas fad. Die Aufregung hierzulande habe ich allerdings nie verstanden...

    Ancestors Legacy hingegen ist wirklich kein Beweis für rechtes Gedankengut. Im DLC werden die Truppen des Saladins auch objektiv als Protagonisten inszeniert; woran man da die Islamphobie (oder am Bau von Moscheen als Kultur-Gebäude) erkennen kann, ist mir jetzt aus dem Dossier nicht ersichtlich geworden.
    Dass die Ritter des deutschen Ordens als "Böse" dargestellt werden, beruht zum einen tatsächlich auf den Quellen-Berichten, die wir nunmal haben, und zum anderen natürlich auf der stark subjektiv geprägten Sicht der polnischen Geschichte zu diesem Thema. Da kann man durchaus von Geschichtsverzerrung reden, aber das ist kein Beweis für rechtes Gedankengut, dann wären die Polen (auch lange vor der jetzigen Regierung) immer schon "rechts" gewesen, was ich für eine diskriminierende Unterstellung halte.

    "das Spiel konstruiere ein ahistorisches Mittelalter, das ganz im Sinn rechter Imaginationen der Epoche ist: Geprägt vom Motiv aggressiver weißer Männlichkeit, wird ein Bild eines »von deutschen Truppen besetzten und zur Kolonie gemachten Osteuropas gezeichnet«."

    Was zum Teufel ist aggressive weiße Männlichkeit?! Sind die brutalen Konflikte um England im frühen Mittelalter "brutale weiße Männlichkeit"? Oder will man hier abstreiten dass es Plünderungen, Vergewaltigungen und Ermordungen auf allen beteiligten Seiten gab? Ist Assassins Creed Valhalla davon befreit weil man dort auch eine Frau spielen kann? Ist das dann "aggressive weiße Diversity"? Mit solchen Kampfbegriffen macht das Dossier jedenfalls nicht gerade einen seriösen Eindruck; es stellt lediglich ein gegenüberliegendes Extrem zum hier angefeindeten vermeintlich rechten "Feind" dar.
    Solche zunehmenden Grabenkämpfe, die sich auch auf die Gaming-Szene ausweiten, bringen uns meiner Meinung nach nicht weiter.


    Edit: ich hoffe es versteht sich von selbst, dass ich damit nicht behaupte, die Entwickler wären _nicht_ rechtsgesinnt. Ich kenne die Leute nicht persönlich, und ledigliche eine Seite bei etwas hervorzuheben ist mir dann doch zu einseitig. Interviews mit den Entwicklern lassen zwar teilweise eine bestimmte Affinität erkennen, aber vom ganzen Studio als einem "Haufen Neo-Nazis" zu sprechen, scheint mir etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt. Mir ging es lediglich darum, dass eine relativ typische Darstellung des frühen Mittelalters als "rechts" interpretiert wird; die Argumente des Dossiers sind hier einfach - in meinen Augen - nicht stichhaltig genug und relativ oberflächlich gestrickt.
    Den Versuch, Misstände in der Branche aufzudecken, kann man definitiv gutheißen, muss aber bedenken dass alle Kritikpunkte, während sie hierzulande zu Recht diskutiert werden, in Polen vermutlich weniger als "Misstände" identifiziert werden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. September 2021
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  11. Philipp Elsner GS-Redaktion Mitarbeiter

    Philipp Elsner
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    Nein wir werden nicht aufhören, offenkundige Missstände in der Branche zu thematisieren, nur weil du dann nicht mehr in Ruhe hirnlose Amoklauf-Spiele "genießen" kannst. Und das einzige was uns allen nachhaltig schadet, wie du schon so schön sagst, ist das Wegschauen und Verleugnen von Problemen wie Rassismus, Diskriminierung, Antisemitismus und LGBTQ-Feindlichkeit.

    Wer sein Hobby liebt, will es besser machen und nicht fanatisch gegen alle Angriffe blind verteidigen. Wir haben es schon mal gesagt und werden es gern wiederholen, bis es auch der letzte verstanden hat: GameStar ist kein politisches Magazin. Aber etwas gegen Neonazis zu sagen, ist nicht politisch. Es ist das einzig richtige.
     
  12. RAZORLIGHT

    RAZORLIGHT
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    "Aber nicht jeder in der Roten Armee war ein Tier, und das gilt genauso für die Wehrmacht."

    Kann mich mal jemand aufklären was an dem Satz falsch ist?
    Hier wird mal wieder von den selbsternannten Moralaposteln alles versucht jemandem zu schaden der nicht das selbe Weltbild vertritt.

    Zumal der Name der Initiative mal wieder alles sagt.
    Ist das eine Gruppierung der ANTIFA also der linksextremen?
    Sojemanden überhaupt als Quelle für solche Anschuldigungen zu nennen ist journalistisches Totalversagen.

    Wer zur Hölle gibt diesen Menschen das Recht, dass nur ihr Weltbild das Richtige ist? Das ist genau das Gegenteil von Demokratie die diejenigen ja immer nur verteidigen wollen. In unserer Gesellschaft läuft gerade einiges gehörig schief und die Journalisten befeuern das größtenteils auch noch.

    Ich bin diese Cancel Culture einfach nur leid und wenn Gamestar so weitermachen sollte, wars das nach über 2 Jahrzehnten.

    So und jetzt können die üblichen Verdächtigen wieder ihre Nazi/Rassimus/Feminismus und was weiß ich Keule auspacken...

    Und wer darf bestimmen wer Neonazi ist und wer nicht?
    Die Antifa und deren Untergruppen (wie die im Artikel zitierte Quelle)?
    Hallo? ANTIFA = Linksextreme.

    Seit wann wird zwischen Extremisten unterschieden?

    In dem Artikel steht teilweise so viel an den Haaren herbeigezogener Bullshit und hier wird es als Quelle und quasi Urteil verwendet.
     
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  13. RCB

    RCB
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    Das ist doch genauso lächerlich, wie die Diskussion zu Kingdom Come Deliverance. Die Geschichte nachträglich im Sinne von heutigen gesellschaftlich akzeptierten Lebensmodellen umzudichten ist genauso falsch, wie historische Ereignisse auf Grund privater Ansichten umzudichten. Frauen haben im europäischen Mittelalter im großen und ganzen keine herausragenden Rollen gespielt. Natürlich gab es Ausnahmen die aber wiederum die Regel bestätigen. Hildegard von Bingen, Elisabeth I etc pp.
    Man muss leider sagen das sich in Polen eine Art von "wir sind die guten"
    Nationalismus und Patriotismus gebildet hat inklusive einer Erzählweise, das Polen keine bösen menschen sein können.

    Ich finde dieses Entwicklerstudio
    spiegelt schon die aktuelle Gesellschaftssituation in Polen wieder. Leider wird die Lgbt feindlichkeit noch von der Kirche gefördert und die EU sollte langsam mal überlegen, die Milliarden Gelder einzufrieren. Auch was die Gleichstellung von man und Frau betrifft hat sich Polen zurück entwickelt. Egal welche Religion es ist, wenn sie in einem Staat zuviel Gewicht bekommt, scheint der Staat sich rückwärts zu entwickeln oder garnicht erst vorwärts zu kommen. Ein Trauerspiel. Es tut mir vorallem für Menschen leid die nicht der norm entsprechen. Sei es wegen ihrer Sexualität oder ihres Glaubens oder ihrer Hautfarbe.
     
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  14. Heiko Klinge Chefredakteur Mitarbeiter

    Heiko Klinge
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    Im Artikel steht eindeutig, dass wir noch eigene Recherchen anstellen und unter anderem mit Historikern reden werden. So wie wir es seinerzeit auch bei Kingdom Come gemacht haben. Eine Anfrage ans Entwicklerstudio ist bereits verschickt worden.

    Die News macht auf die Recherchen von "Keinen Pixel den Faschisten!" aufmerksam, weil wir die darin enthaltenen Erkenntnisse für relevant für einen großen Teil unserer Community halten. Falls diese Infos für eure Kaufentscheidung nicht relevant sind, könnt ihr sie gern ignorieren.

    Ob wir bei unseren eigenen Recherchen zu anderen Erkenntnissen kommen, wird die Zeit zeigen.
     
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  15. Gehirne essen

    Gehirne essen
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    Ich vermute man hat sich wohl genau deshalb auch das frühe Mittelalter als Szenario ausgesucht. Da muss man eben keine Geschichtsverzerrung betreiben, um ein Weltbild wiederzugeben, welches möglicherweise "die gute alte Zeit" darstellt. Aufgrund des hohen Brutalitätgrads der Spiele und auch der besprochenen Epoche ist es mir jedoch ein Rätsel, wie jemand dies als eine "schöne, alternative" Lebenswelt empfinden könnte, oder der Gegenwart vorziehen könnte.
     
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  16. Sace

    Sace
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    Das ist doch mal ne Aussage. So und nicht anders geht man mit dem Thema aus meiner Sicht um. Vielen Dank dafür!
     
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  17. hunter7j

    hunter7j
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    Kannst dir dazu auch aktuelle polnische Filme anschauen wie Warsaw44 oder Battle of Warsaw 1920. Wenn eine polnische Teenagerin hunderte Sowjets und Nazis umballert ist das schon eine klare Aussage und natürlich sind alle Sowjets komplette Idioten, stinken und rennen in Gruppen Frauen hinterher um sie zu vergewaltigen und der Kommendant hat Hämorhoiden am Hintern :teach: Lief im Polen natürlich in 4k im TV und wurde mit modernster Technik gedreht.

    https://youtu.be/5fHOX8JpDX4
    Natürlich belebt ein katholischer Priester die polnischen Truppen durch seine Präsens! :topmodel: Dagegen ist US Pathos echt noch absolut harmlos und bodenständig. Vieleicht hilft es ja polnische Spiele besser einzuschätzen, wenn man das polnische Gesellschaftsbild besser einschätzen kann. Und ja mir wurde schon mit 6 erzählt, wie die tapferen und klugen Polen damals den überheblichen deutschen Ritter Orden geschlagen haben.


    Mich würde ja trotzdem eine genaue Analyse sammt Diskussionsrunde zu War Mongreals über möglicherweise problematische Inhalte interessieren.
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. September 2021
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  18. Blitzechse

    Blitzechse
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    Ein "rechtes Mittelalterbild" schließt oft an die Forschungen im 19. und frühen 20. Jahrhundert an, die mittelalterliche Quellen vorwiegend dazu nutzen, ihre eigene nationale Identität zu schaffen. Das lief oft über die Romantik und Sagen und nutzte Historiker als politisches Machtmittel - oft gerade gegen andere Nationen. Diese Denke machte beispielsweise aus einer Gemeinschaft von Kaufleuten plötzlich "die Hanse" und aus der Hanse plötzlich "des Kaisers Marine". Es ist also immer so, dass die jeweiligen Haltungen einer Zeit in die Fragen einfließen, die man an Geschichte stellt. Es ist die Frage, ob man damit eine Agenda verfolgt, die nicht wissenschaftlich sondern politisch-ideologisch ist.

    Die wissenschaftliche Methodik hat sich bei uns HistorikerInnen weiterentwickelt. Wir richten unsere Fragen nicht mehr am Heil einer Nation aus, was natürlich immer zu falschen Eindrücken führen muss, sondern versuchen mehrere Deutungslinien neben einander zu stellen und zu vergleichen. Das ist deshalb wichtig, weil es eben ermöglicht unterschiedliche Gruppen und ihre Einstellungen sichtbar zu machen. Vorher hat man bewusst versucht, nur eine Deutung zuzulassen. Deshalb geht es nicht darum, einem "rechten" Geschichtsbild ein "linkes" gegenüberzustellen. Es geht darum einem falschen, einseitigen und national vorurteilsbehafteten Denken eine zeitgemäße wissenschaftliche Methodik gegenüberzustellen.
     
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  19. ZergRushGG gesperrter Benutzer

    ZergRushGG
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    Liebe Gamestar, liebe Leser,

    Nach über 10 Jahren Abstinenz habe ich mir heute doch noch einmal ein Konto gemacht, um diesen Artikel zu kommentieren. Das letzte Mal habe ich dies 2011 getan, als eine Redakteurin namens Petra meinte, ein völlig verkorkstes Modern Warfare 3 sei "91%" wert. Diese Minderleistung journalistischer Sorgfaltspflicht wurde heute noch einmal unterboten, und selbst noch in diesem Thread kristallisiert sich heraus, woran das liegt.

    Alle paar Jahre tauchen auf Youtube und Twitter Aktivisten auf, die uns Gamern erklären wollen, warum diese oder jene Spiele frauenfeindlich, gewaltverherrlichend oder irgendwas mit rassistisch seien. Jedes Mal ist die Forderung gleich: Computerspiele verbieten. Die Community hat diese Leute inzwischen satt. Sie sind auch aus dubiosen Quellen finanziert und haben außer Boykottgedanken nichts in diese Welt gebracht.

    Und nun Gamestar. Offenbar ist man bei Gamestar nicht mehr gewillt, zwischen Gerüchten, Indizien, Meinungen oder einfach nur Rufmord zu unterscheiden. Nein, ein hingenudeltest Papier, was man hochgestochen "Dossier" nennt, wird als Beleg herangezogen, dass dieser oder jener Spieleentwickler ein ganz Böser sei. Betrachtet man dieses Dossier genauer, wird klar, dass man hier nur eine Ansammlung von Screenshots hat, wo einzelne Angestellte einer Firma bestimmte Bekleidungsmarken auf Facebook liken oder bestimmte Nachrichten über kleine Kinder, denen man Regenbogenflaggen in die Hand drückt, missbilligend kommentieren.

    Dabei macht sich Gamestar im Artikel die Aussagen einer Seite namens "Keinen Pixel den Faschisten!" zu eigen, die bis auf einen bisher nicht als Experten für irgendetwas in Erscheinung getretenen Herrn im Impressum keinerlei Informationen oder Namen listet, wer denn bei Ihnen die Infos zusammenträgt oder publiziert. Es gibt also keine Autoren, die man in einem Rechtsstaat für ihre Aussagen verantwortlich machen könnte.

    Das, liebe Gamestar, sind anonyme Verleumder. So wird anonym auch in der Wikipedia gearbeitet, und es sind immer dieselben Methoden: Aus der Anonymität heraus wird verleumdet und ein Zusammenhang zu Nazis oder Schlimmerem konstruiert (eine Stufe kleiner geht es nicht) und gleichzeitig die eigene Identität verheimlich, weil man es ja mit gefährlichen Leuten zu tun habe. Der Begriff "Amadeu Antonio Stiftung" taucht auch auf der Seite auf, diese wird von einer ehemaligen Stasi-Informantin Frau Kahane geleitet, die zwei jüdische Künstler (die Brüder Thomas und Klaus Brasch) in einem Stasi Bericht als "Feinde der DDR" an die Stasi verriet, welche danach in den Freitod gingen. Die Fachpresse nennt die Seite, von der dieses Dossier kommt, daher auch augenzwinkert die "Pixel-Antifa". (woz.ch "Die Pixel-Antifa").

    Und das ist die Quelle für Gamestar? Wo ist die saubere Ausdifferenzierung, dass es sich hier nur um anonyme Vorwürfe handelt? Wo ist die Empörung darüber, dass der Musikgeschmackt von Privatpersonen benutzt wird, Spieletest zu boykottieren. Nein, stattdessen versteigt sich Herr Elsner hier noch zu der Aussage: "Wir haben es schon mal gesagt und werden es gern wiederholen, bis es auch der letzte verstanden hat: GameStar ist kein politisches Magazin. Aber etwas gegen Neonazis zu sagen, ist nicht politisch."

    Genauso arbeiten Linksradikale auch in der Wikipedia: Artikel werden mit bestimmten Buzzwords wie "Antisemismus, transphob, rechtsnational, geisteskrank, Verschwörungstheorien, wird von Rechtsextremen hofiert, umstritten, unseriös, AFD-Positionen" und und und überflutet, juristisch immer haarscharf an der Grenze zur Strafbarkeit, und sie erzeugen beim Leser im Kopf dann das gewünschte Bild. In diesem Fall: Konkreter Spieleentwickler = Neonazis.

    So ist etwa der Absatz: "Das erschreckende Ergebnis: Ein Geflecht aus antisemitischem Gedankengut, Hass auf Transmenschen, Islamophobie und neofaschistischen Tendenzen." ein für die Ewigkeit in Stein gemeißeltest verleumderisches Google-Ergebnis für den Spielehersteller. Einfach mal alles aneinanderreihen, was geht. Belege: Facebook-Likes und Internetkommentare.

    Aus den übrigen Thesen des Dossiers, etwa:

    - Spiele, in denen Deserteure der Wehrmacht Protagnisten sind, haben ein problematisches Geschichtsbild, weil sie diese Leute nicht schlecht genug darstellen, obwohl sie ja gegen Nazis kämpfen.
    - Ritterspiele, in denen nur weiße Männer die Macht haben, sind frauenfeindlich.
    - Spiele ohne transidente Figuren haben was gegen LGBTQ
    - Gewaltspiele wie Hatred zeigen die Gefährlichkeit ihrer Macher! (der Klassiker, eigentlich längst überwunden)

    zeigt sich eher ein hasserfülltes, ja geradezu rassistisches Menschen- und Geschichtsbild, dass in Boykottaufrufen gegen Computerspiele mündet und am liebsten das europäische Mittelalter umschreiben würde, nicht aus historischer Expertise heraus sondern aus dem Selbstermächtigungsgefühl eines Bachelors in Genderwissenschaften.

    Alle Beteiligten des Dossiers sollten mit Namen für Ihr "Dossier" stehen und auch haften. Und Gamestar sollte sich schämen, sich diese Schmutzkampagne völlig unkritisch soufflieren zu lassen, nur weil sie gerade mal "die Richtigen" trifft.
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. September 2021
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  20. ZergRushGG gesperrter Benutzer

    ZergRushGG
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    Das haben Historiker zu anderen Zeiten auch nicht getan. Sonst wären es keine Historiker sondern Propagandisten. Allein die Unterstellung, jede vorangegangene Historische Erkenntnis sei zu verachten, da sie der gerade aktuellen These zuwiderläuft und ja von alten weißen Männern gefunden worden sei, zeigt nur, dass die bisherige Wissenschaft der Geschichtsforschung mit dem hier offenbar auf der Agenda stehenden Thesen von einer Umdeutung des Mittelalters zum kunterbunten Transgender-Freizeitpark niemals kompatibel wäre, also muss sie in einem harten Kulturbruch ausradiert werden.
     
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  21. 2Mensch gesperrter Benutzer

    2Mensch
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    @ZergRushGG Was faselst du, die Social Media Auftritte der Studiomitarbeiter sind auch eine Linksradikale Verschwörung oder was?
    #"falsches T-Shirt", lol.

    Den Like meines Beitrags oben bitte entfernen und dann heb ich dir deinen Stein gerne wieder hoch. Danke. Ich zieh gerne mal ne Augenbraue hoch, aber ich schmuse sicherlich nicht mit Faschisten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. September 2021
    Shino tenshi gefällt das.
  22. Lurtz lost

    Lurtz
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    Ach bitte, nur weil man ein paar rechtsradikale Seiten liked, antisemitische Cartoons teilt und selbst damit kokettiert, Nazi zu sein, ist man das noch lange nicht.

    /s
     
    kami, der.Otti, DaronLaible und 9 anderen gefällt das.
  23. ZergRushGG gesperrter Benutzer

    ZergRushGG
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    Ist World of Warcraft ein Spiel, das sexuelle Belästigung als Wert propagiert, wenn Blizzard Mitarbeiter sexueller Belästigung ausgesetzt waren? Nein, der Zusammenhang ist absurd? Stimmt! Seltsamerweise wird hier nicht zwischen privaten Internet-Likes irgendwelcher Angestellten und dem Endprodukt (Computerspiel) unterschieden. Das genau ist es, was ein Journalist aber leisten muss. Offenbar besteht jedoch kein Interesse.
     
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  24. ZergRushGG gesperrter Benutzer

    ZergRushGG
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    Ich bin auch überzeugt davon, eine kurze Analyse über die Autoren von "Kein Pixel für Faschisten!" und deren Social Media Accounts würde mehr Verbindungen ins linksextreme Lager, zu islamischen Antisemitismus und radikalen Ideologen aufzeigen als dieses "Dossier" ("Er trägt den falschen Pulli!"). Seltsamerweise werden Likes hier auch als Positivbewertungen interpretiert, dabei muss man bei Facebook (ist da noch einer?) usw. gewisse Dinge einfach liken, um neue Infos über sie zu kriegen, wie jeder Redakteur weiß.

    Genau aus diesem Grund sind die "Autoren" anonym. Sie wollen anderen Dinge unterstellen und nach Lust und Laune Verbindungen nachsagen, selbst aber nicht an diesen Maßstäben gemessen werden. Und daher wäre das Dossier schon aufgrund fehlender Autorenschaft (anonyme Verleumdung) kritisch zu hinterfragen gewesen. Die teilweise kruden Thesen darin (Das Mittelalter-Spiel ist zu weiß!!11) machen das Bild nur rund.
     
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  25. Kardulor

    Kardulor
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    Wäre es da aber denn nicht vllt. sinnvoll, derartige Nachrichten etwas stärker in Kontexte einzuordnen oder einzugrenzen?
    Ich meine, dass innerhalb des Studios Leute einen Hang zum rechten Rand haben können: Geschenkt. Das ist zwar bedauerlich, aber, wie bereits von anderen erwähnt worden, im Kontext der gegenwärtigen politischen Lage innerhalb Polens auch nicht außerordentlich überraschend.

    Eine ganz andere Dimension wird jetzt jedoch mit dem Narrativ eröffnet, dass diese politischen Ansichten sich in quasi nahtloser Weise in ihre Spieletitel übersetzen würden, wie ja nun implizit behauptet wird. Besonders bei Buzzwörtern wie "aggressiver weißer Männlichkeit" muss man doch einmal ordentlich die Nase rümpfen. AL mag vllt. martialischer sein als es eine eher nüchterne Betrachtung der Geschichte verlangen würde, allerdings ist das wohl bei Unterhaltungsmedien auch kein absoluter Anspruch, der weder von euch, der Gamestar, als auch von anderen erhoben wird. Auch die Einlassungen zu einer Geschichte um desertierte Wehrmachtsoldaten ist verständlicherweise nicht, so wie suggeriert wird, eine Weißwaschung der Wehrmacht oder eine Relativierung der von ihr begangenen Verbrechen. Man kann zwar in so eine Schiene einsteigen, allerdings ist diese Möglichkeit auch bei anderen Medien gegeben, die sich mit der Weltkriegsthematik beschäftigen - und in dem Fall kann man das dann immer noch gebührend kritisieren.

    Im Augenblick verschafft aber die Anhäufung etlicher Ismen und Phobien eher das Geschmäckle einer Cancel Culture: Studioangehörige haben politisch fragwürdige Einschläge und deshalb muss deren komplettes Schaffen ein Ausdruck rechtsradikalen Denkens sein - ergo gehöre es verdammt.

    In diesem Sinne würde ich offen gestanden ein wenig mehr Besonnenheit von euch erwarten. Das ihr die Sache in eigener Recherche abgehen wollt ist zunächst löblich, man sollte aber dann wohl nicht in fetten Überschriften die provokantesten Vorwürfe kommentarlos in einen Artikel übernehmen und damit den Entwickler in einer vllt. unangemessenen Weise schädigen.
     
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  26. Stoned Rhyno (C) 1999

    Stoned Rhyno
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    Ich bin überall daheim wo mein PC ist.
    Hatred hat mich persönlich nie angesprochen.
    Ancestors Legacy ist ein gutes Spiel, hab die Demo gespielt und es später, zumindest als Sammler, im Sale gekauft.
    War Mongrels hab ich bisher übersehen, scheint auch ein interessantes Strategiespiel zu werden, ist gemerkt.

    Selbst wenn diese Spiele fragwürdige Inhalte bieten, kann man trotzdem am Gameplay Spaß haben und inhaltlich sich damit aus Interesse kritisch auseinandersetzen.

    Um zu verhindern dass Spiele wie evtl. diese eine falsche Vorbildfunktion bieten, dafür gibt es den Jugendschutz.

    Heutzutage werden aber viele Jugendliche, vor allem in den USA vom Elternhaus und Social Media verwöhnt.
    Oft kommen solche Menschen dann im jungen Erwachsenenalter in der Realen Welt und im Beruf kaum klar.

    Die flüchten sich in Weltverbesserungsfantasien oder Safe Spaces wie diese Wokeness (Links = Neid).
    Oder sie halten sich für etwas Besseres und diskriminieren die "Schuldigen" (Rechts = Gier).
    Über diese negativen, vielleicht unbewussten Emotionen (sowie Angst/Unsicherheit), werden viele junge Menschen dann auch radikalisiert.

    Vielleicht sollte es eine Art Führerschein zur emotionalen Reifeprüfung geben.
    Oder man erhöht das Alter der Mündigkeit auf 25, laut Studien ist das Gehirn erst dann voll entwickelt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. September 2021
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  27. ZergRushGG gesperrter Benutzer

    ZergRushGG
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    Danke, ich hätte es nicht besser ausdrücken können. Sehr gelungen ;)
     
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  28. Gustav Gammelzahn

    Gustav Gammelzahn
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    Bester Beitrag bisher! Die Erkenntnisse einer nicht wirklich unbefangenen Quelle einfach ungefiltert zu übernehmen und ohne kritische Einordnung das Narrativ eines rechtsextremen Entwicklerstudios, das rechtsextreme Spiele entwickelt, zu verbreiten, ist nicht gerade der beste Ausweis einwandfreier journalistischer Arbeit.
     
  29. Pat Bateman American Psycho Moderator

    Pat Bateman
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    Die Zeit und Mühe dir hier einen Account zu erstellen, hättest du dir sparen können. Du arbeitest hier nur deine Agenda mit teils abstrusen Argumenten ab. Das braucht hier kein Mensch. Von einer weiteren Anmeldung hier im Forum solltest du absehen.
     
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  30. Pat Bateman American Psycho Moderator

    Pat Bateman
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    Dein Beitrag besteht eigentlich nur aus Relativierungen; sorry, aber Rassismus und Nazis sind einfach scheisse. Da gibt es nichts zu verteidigen und zu beschönigen. Und wenn ich mir hier im Thread die meisten Beiträge so anschaue, dann fehlt in der Gaming-Community eine Menge Aufklärungsarbeit. Aber diejenigen, die auf diese Misstände hinweisen sind ja laut deiner Ansicht wieder nur "die üblichen Verdächtigen". Es geht doch nichts über ein einfaches Weltbild. ;)
     
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  31. Mascimus

    Mascimus
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    Ich kann nicht beurteilen, was an den Vorwürfen dran ist. Für mich hat sowas aber immer etwas von Klatschpresse. Wenn ich ganz ehrlich bin, interessiert mich ausschließlich das fertige Produkt und nicht die eventuell zweifelhaften Nebenaktivitäten der Entwickler.
     
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  32. Kardulor

    Kardulor
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    Nein, die Zitierte hat damit schon recht. Wissenschaftliche Arbeit auch bzw. auch besonders im Bereich der Geschichte hat sich weiterentwickelt (und das tatsächlich in einem empirisch guten Sinne). Auch der Vorwurf einer nationalstaatlichen Voreingenommenheit von Historikern des 19. und 20. Jahrhunderts ist nicht von der Hand zu weisen und muss heutzutage beim Arbeiten mit entsprechenden Werken implizit immer mitgedacht werden.

    Das ändert aber grundsätzlich nichts daran, dass vorweisend linke Fantasien eines historischen z.B. schwarzen bzw. LGBTQ-Europas (etwa im Kontext von Antike und Mittelalter) grundsätzlich sehr zweifelhaft sind. Da stößt in der Debatte Ignoranz auf Unwissenheit und der unbedingte Wunsch, historische Legitimation oder Opfersympathie aus vermeintlichen historischen Realitäten zu gewinnen. In dieser Hinsicht stehen Linke und Rechte sich doch schon sehr nahe und hat mit seriöser Geschichtswissenschaft nichts zu tun.
     
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  33. Sazzabin

    Sazzabin
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    Ist mir völlig egal und hat auch keinen Einfluss auf meine Kaufentscheidungen.
     
  34. Hallaflame

    Hallaflame
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    Liebe Redakteure wann kann ich bei euch einen Artikel über Jennifer Scheurle lesen? Hoffe hier kommt keine Doppelmoral auf bei der Themenauswahl.
     
  35. ZweiTeiler der mit den V+2 tanzt

    ZweiTeiler
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    hografisch inkorrekt
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    hm sollte man seine Kaufentscheidung davon abhängig machen, was die Entwickler/Publisher in Ihrer freizeit liken ?

    Unbedingt! denn eine Gesinnung verschwindet ja nicht einfach bei der Arbeit. Und wenn man die Werke derer anschaut, dann sieht man was Ihnen wichtig ist. Krieg.

    Finde es erstaunlich dass einige sowas hier als egal abtun.
     
  36. VaniKa

    VaniKa
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    So etwas lässt sich halt leicht sagen, wenn man selbst weiß, cismännlich und hetero, also nicht betroffen, ist. Dann kann man so tun, als ginge einen das alles nichts an. Probleme anderer Leute, die man nicht kennt. Betroffene werden als abstrakte Gruppen einer Ideologie oder Agenda wahrgenommen. Es geht aber um Menschenfeindlichkeit und dass diese realen Menschen schadet, jeden Tag, überall auf der Welt. Das nervt mich immer so daran, wenn Leute sagen, sie wollen keine "Politik" in Spielen, da sie ja nur "entspannen" wollen. Andere Leute haben dieses Privileg nicht. Die können nicht entspannen, die kriegen jeden Tag den Hass oder die Häme ab und bemerken, wie unsichtbar sie in der Gesellschaft bleiben. Die Auseinandersetzung damit, das als Probleme zu identifizieren, zu benennen und Lösungswege zu finden und anzuwenden, ist eine Reaktion darauf und kein Angriff Verrückter aus dem Nichts.
     
  37. Crossbones1975 gesperrter Benutzer

    Crossbones1975
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    Ich habe das Glück, kein selbstgerechter, politisch überkorrekter, weltverbessernder Moralapostel zu sein, der tagtäglich versucht, durch das Schreiben von Text (und/oder stalken von Privatpersonen) die Welt zu ändern, womit es mir frei steht, mich auch an all den unterhaltsamen Dingen zu erfreuen, denen sich diese Leute verwehren, weil sie meinen, diese Welt dadurch tatsächlich zu einem besseren Ort zu machen.

    Nun, sind ALLE Mitglieder von Destructive Creations irgendeiner illegalen Tat oder eines Verbrechens beschuldigt?

    Wenn diese Frage mit einem eindeutigen "Ja" zu beantworten wäre....dann würde ich WAR MONGRELS genau so kaufen und spielen und mich daran erfreuen, als wenn Destructive Creations gänzlich unschuldig ist.
    Das liegt nämlich daran, dass die Typen wirklich Ahnung davon haben, tolle und unterhaltsame Spiele zu machen und dazu auch noch etwas frischeren Wind in den schon lange überfüllt- und übersättigten Spielemarkt zu bringen.

    Wenn ich nun lese, dass GAMESTAR meint, die Wertung von "ANCESTORS LEGACY" unangetastet zu lassen, dann meine ich, darin zu erkennen, dass sie diese aber eigentlich gerne ändern würden oder sie zumindest unter dem politisch überkorrekten Zwangsdenken stehen "Es wäre aber richtig, die Wertung zu ändern!", auch wenn dadurch ihre Glauwürdigkeit und Objektivität was Spiele-Rezensionen betrifft, massiv Schaden erleiden würde.

    Zitat GAMESTAR: "Subtile rechte Codes und nationalistische Vorstellungen finden sich laut dem Bericht auch im Mittelalter-Strategiespiel Ancestors Legacy wieder. Sie waren unserer Redaktion im Test von 2018 (Wertung: 82) nicht aufgefallen."

    Warum mutet dies für mich so an, als würdet Ihr die 82er Wertung bereuen oder es generell bereuen, das Spiel getestet zu haben und als wäre das nicht genug, klingt es auch noch so, als entschuldigt Ihr Euch dafür, dass Euch "diese Dinge" nicht aufgefallen sind.

    Nun, der Grund, warum Euch betreffendes gar nicht aufgefallen ist, könnte vermutlich der sein, dass manche Dinge einfach nur auffallen, wenn man eindringlich und ausdauernd nach ihnen sucht oder lediglich nur das sieht, was man sehen will...

    ...auf diesem Wege könnte ich in der Geschichte der Videspiele vermutlich 90% der Devs rechtsextreme Ansichten unterstellen, das fängt beim alten DOOM an (Held ist blond und blauäugig) und hört bei ASSASSINS CREED VALHALLA auf....und ich wette bei MICKEY MOUSE - CASTLE OF ILLUSION würde ich etwas finden, das sich zum Nazikeulenschwingen eignet...und wenn es sich dabei lediglich nur um eine Grafik handelt, die zufällig die gleiche Farbstellung besitzt, wie sie die deutsche Flagge aufweist. GHOST´N GOBLINS ist ohnehin DAS Nazi-Spiel schlechthin, da kämpft doch ein glänzender Ritter gegen allerhand Unwesen, die teilweise Ähnlichkeiten mit den Darstellungen des "ewigen Juden" im dritten Reich haben!

    Ich wusste auch nicht, dass neuerdings Wikinger-Runen oder Runen-Tattoos generell für nationalsozialistische Ansichten stehen, in dieser Hinsicht sollte man sich gleich sämtliche Mitarbeiter von Ubi-Soft vornehmen und besser auch gleich sämtliche Runen die in AC:VALHALLA vorkommen, zensieren oder zumindest durch Fantasie-Runen ersetzen, so etwas politisch rechtsextremes hat in einem Wikinger-Spiel überhaupt gar nichts zu suchen!

    ...und was Tattoos betrifft, so muss ich immer wieder an das allseits beliebte Spinnennetz-Tattoo denken, das überwiegend am Ellbogen getragen wird und man bei Leuten sieht, die aus allen möglichen Schichten, Gruppierungen und politischen Seiten stammen. Was aber kaum jemand weiß, in manchen rechtsextremen Kreisen steht das tragen eines "Spiderweb Tattoo" (besonders am Ellbogen) für rassistisch motivierte Gewaltakte bzw. wird von Leuten verwendet, die wegen eines solchen Verbrechens bestraft wurden oder einsitzen.

    Lezteres erwähnte ich in Bezug auf die ganzen "Codes" und andere "Geheimniskrämereien" anhand von denen gleich ganze Gruppen von Menschen "abgestempelt" werden, jedoch kein wirklich eindeutiger Beweis vorliegt. Natürlich ist auch eines klar, trägt jemand dieses Spinnennetz-Tattoo UND liked einen rechten Artikel, ist für einige gleich der eindeutige Beweis erbracht, der keinen Zweifel mehr zulässt...und so etwas kann in der heutigen Zeit sehr gefährlich sein.
     
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  38. Crossbones1975 gesperrter Benutzer

    Crossbones1975
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    Wenn ich mir dein Avatar anschaue, sympathisierst Du mit einem mordenden Psychopathen oder findest diesen wohl irgendwie "cool".

    Finde es erstaunlich, dass du diesen wahnsinnigen Mörder so positiv abtust.
     
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  39. Gustav Gammelzahn

    Gustav Gammelzahn
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    Und was soll das bedeuten? Man kann auch am Thema Krieg interessiert sein, ohne deswegen Krieg geil zu finden. Und womöglich hilft ein Interesse daran, gute Spiele zu entwickeln, die sich in irgendeiner Form damit befassen.
     
  40. Cika

    Cika
    Registriert seit:
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    203
    Immer dieser Cancel Culture-Schwachsinn :rolleyes:
    Betreibst du keine Cancel Culture?
    Angenommen du lädst mich auf eine Party ein und ich fange dort an nur dummes Zeug zu labern und du findest das überhaupt nicht gut.
    Schmeißt du mich dann nicht auch raus?
    Hausrecht hast halt immernoch du bei dir zuhause, genauso wie GS es hier hat oder eben FB auf FB oder Twitter auf Twitter.

    Zumal es doch sowieso überall so gehandhabt wird.
    Schreibt mal was in einer Anti-Corona-Schwurbel-Telegram-Gruppe etwas das gegen deren verqueren Ansichten geht. Schwupps, bist du gecancelt.
    Schreib mal in einer AfD-FB-Gruppe etwas gegen die AfD. Zack, bist du auch hier gecancelt
    Aufschrei gibt es dann von den "cancelnden" Seiten natürlich keinen.
    Wird dann aber mal von ihnen selbst auf FB von einer jüdischen Weltverschwörung schreibt und dann dort gelöscht wird, ja dann ist es natürlich wieder die böse, linke Cancel Culture :rolleyes:
    Meinungsfreiheit schützt nur deine Meinung vor dem Staat.
    Unternehmen oder andere Personen müssen sich nicht jedes dumme Geseier anhören und dürfen dich auch für deine Meinung sanktionieren, sei es durch Bann von einer Internet-Plattform oder Rausschmiss von der Party.

    Das bestimmt jeder für sich selbst. Und jeder ist selbst dafür verantwortlich, wie er von anderen wahrgenommen wird.
    Wenn ich auf FB hetzerische Beiträge like, zuhause unzählige Poster mit Nazi-Größen hängen habe, meine Autokennzeichen (Landkreis) : HH 88 ist und ich immer wieder davon erzähle, dass ja im 3. Reich nicht alles schlecht war, dann wäre es ein absolutes Unding, wenn man mich nur aufgrund dessen als Nazi bezeichnen würde. :rolleyes:


    Kenne sie nicht, daher die Frage:
    Was hat sie gemacht?
     
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