Sammelthread: Bedeuten zusätzliche weibliche Spielfiguren zu viel Aufwand?

Dieses Thema im Forum "Diskussionen zu Gamestar-Artikeln" wurde erstellt von Mary Marx, 8. Januar 2020.

  1. LP_Art

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    Sehr fundierte Argumentation. Es wäre ja theoretisch möglich also musses wohl so sein...
     
  2. Fiesfee Mitmobsterin

    Fiesfee
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    Und für Deutschland hätte dir die Suchmaschine eine Mehrheit ausgegeben. Nur so als Hinweis.
     
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  3. LP_Art

    LP_Art
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    Ich dachte ich hätte die beantwortet. Worauf habe ich dir nicht ausreichend geantwortet?
     
  4. casadechrisso

    casadechrisso
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    Herrje, dann hat sich das halt geändert in den letzten paar Jahren... ob es nun 50,2% oder 49,8% sind macht das Argument nicht weniger schlüssig, und wer vorher Einhörner heranzog wie SchnabeltierX ist natürlich näher an der Wahrheit. ;)
     
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  5. LP_Art

    LP_Art
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    Vielleicht würde dir "Remnant. From the Ashes" gefallen. Besonders wenn du auf Darksouls stehst.
     
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  6. Der_Vampyr Kommentar-Moderator

    Der_Vampyr
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    Genau so fundiert, wie "Ich habe das noch nie gesehen, also gibt es das auch nicht."

    Du wolltest ein Beispiel und hast eines bekommen. Das dann mit "Habe ich noch nie erlebt" abzutun ist irgendwie billig.
     
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  7. Tshask

    Tshask
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    Gibt es auch Nachweise für diese grundsätzliche Zweifel?
    Bei solchen Aussagen kommt es mir leider oft so vor als wären weiße Männer die Juden des Feminismus. Eine Gruppe (damals Juden, heute Männer) wird vorgeworfen den Aufstieg einer anderen Gruppe (damals Deutsche, heute Frauen) in Positionen die ihnen laut der Opfer-Gruppe nicht zustehen durch Vetternwirtschaft und andere Hindernisse zu verbauen.
    Die Beweislast scheint mir heute aber genau so mager zu sein wie damals.

    Auch dafür hätte ich gerne Nachweise. Filme wie Black Panther oder der Ghostbuster Film die besonders Frauen und Schwarze repräsentieren wurden größtenteils von weißen Männern gesehen.
     
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  8. Vainamoinen

    Vainamoinen
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    Ebenso für Frankreich, Italien, die USA, Australien, Kanada, Russland, etc. pp.

    Asien und Afrika scheinen diese starken Männerüberschüsse zu produzieren ... wo wir sehr klare Indizien für eine Vorauswahl vor der Geburt haben. :|

    Also wo Jungs geboren und Mädchen abgetrieben werden. :kotz:

    Womit sich Macro, mal wieder, in eine ziemlich ekelhafte Ecke argumentiert hat. Wie der das nur immer schafft.
     
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  9. Dawizard

    Dawizard
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  10. casadechrisso

    casadechrisso
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    War glaub ich schon vor vielen Seiten verlinkt, aber hier die Studie und darin z.B. Bioware als Schöpfer von Ausreissern:

    https://quanticfoundry.com/2017/01/19/female-gamers-by-genre/

    "And among Western RPGs, Dragon Age: Inquisition is also much higher than the group average (48% vs. 26%)."
     
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  11. casadechrisso

    casadechrisso
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    Chinas Ein-Kind Politik hat da deutlich zu beigetragen.
     
  12. Crimok

    Crimok
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    Da du ja hier Black Panther als Beispiel genannt hast kommt hier mal eine Quelle, die zu diesem Thema passt.

    Quelle: https://orange.handelsblatt.com/artikel/40189

    Hier wird übrigens auch erwähnt, dass immerhin ein Drittel der Besucher, in den USA Afroamerikaner waren. Wenn ich mich nicht irre, waren 2010 nur knapp 12%, der Gesamtbevölkerung der USA, Afroamerikaner. Da finde ich ein Drittel nicht wenig. Wobei ich da jetzt keine aktuellen Zahlen rausgesucht habe und ich jetzt auch nicht nachgelesen habe, wann Black Panther nochmal lief. Jemand der nicht am Smartphone schreibt und es somit leichter hat, solche Quellen rauszusuchen, kann das gerne machen.
     
  13. Der_Vampyr Kommentar-Moderator

    Der_Vampyr
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    Spontanes googlen nach "frauen it erfahrungen" wirft z.B. direkt das hier raus: https://www.fachinformatiker.de/topic/157477-frauen-in-der-it/ da sind direkt mal ein paar Frauen die von sowas berichten. Und da findet man noch mehr. Genau wie in ähnlichen technischen Berufen, wie z.B. bei den Ingenieuren. Meine Mutter ist Dipl. Bauingenieurin und was sie sich mit 40 Jahren Berufserfahrung immer noch hin und wieder anhören muss kannst dir nicht ausdenken.
     
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  14. Grebcol

    Grebcol
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    Als Schweizer ( Halb-Migrant) musste ich auch ins Militär. Ich wurde gar gezwungen weiter machen zu müssen. Kennen die DE Männer jüngeren Semesters halt nicht. In dieser Zeit hat meine Frau ihr Studium schön fertig machen können.
     
  15. VaniKa

    VaniKa
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    Blödsinn. Das hättest du nur gerne so. Sie spricht genau so wenig für alle wie ich das tue. Denn, Überraschung, Frauen sind auch Individuen. Wenn sie die Empörung lächerlich findet, dann in meinen Augen, weil sie den ganzen Rattenschwanz, über den wir hier diskutieren, nicht beachtet. Nicht alle Frauen befassen sich mit Feminismus und nicht alle Frauen vertreten feministische Ansichten, aus den unterschiedlichsten Gründen. Vielleicht ist ihr auch in dem Fall nur das Thema Videospiele zu unwichtig, um deshalb ein Fass aufzumachen. Wie ich schon sagte, geht es eben auch nicht einfach nur um Männer als Buhmänner. Und am Ende reicht auch nicht eine Frau, die es nicht feministisch betrachtet, um Feminismus für ungültig zu erklären. Aber klar, von den Fällen "ich kenne einen Betroffenen, den stört das aber gar nicht, daher liegt ihr falsch" hatten wir hier ja auch schon mehrere. Lia und ich müssen uns als Menschen überhaupt nicht ähneln, bloß weil wir beide Frauen sind. Worum es bei den sozialen Gruppen geht, ist vor allem, wie die Gesellschaft uns ähnlich behandelt, weil wir Frauen sind. Wie wir nun mit dieser Behandlung umgehen, kann völlig unterschiedlich sein. Ich "empöre" mich, sie findet es lächerlich. So what. Wir haben hier ja auch diverse Männer mit sehr unterschiedlichen Ansichten.

    Dabei wird aber auch deutlich, dass Angehörige von Minderheiten (und in diesem Kontext sind Frauen auch eine Minderheit, wenn man alleine die Teilnehmer an diesem Thread betrachtet) oft als Galionsfigur herhalten müssen. Was eine sagt, wird als Aussage für die ganze Gruppe, der sie in dem Kontext angehört, gewertet. Das ist bei schwarzen, homosexuellen, trans und weiblichen Menschen so. Besonders gerne wird das von einer Gegenseite getan, wenn das Verhalten oder die Aussage ihr in die eigenen Hände spielt, entweder um die Gruppe zu diskreditieren ("eine Feministin hat 'Männer müssen sterben' gesagt"), oder um den eigenen Standpunkt zu untermauern ("ich als Schwuler bin gegen den CSD").
     
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  16. Dawizard

    Dawizard
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    Merkwürdigerweise wird diese "Logik" übrigens nicht angewandt wenn ich als älterer weißer Mann sage, dass das Gejammere über die systemimmanente Benachteiligung meiner Kohorte Unsinn wäre. Da bin ich dann nicht "der Beweis!!!" oder "endlich sagt's mal einer" :nixblick:
     
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  17. VaniKa

    VaniKa
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    Dann geht es mal wieder nicht um dich oder die Situation, die du da beschreibst. Schön, dass sich da alle so vorbildlich verhalten! Was du aber mit deinen ganzen positiven Gegenbeispielen machst, ist die Erfahrungen der Frauen für ungültig zu erklären, die eben offenbar nicht in deiner heilen Welt leben. Das Nervigste an dieser Debatte ist wirklich, dass man bei dem Versuch, Verständnis zu wecken, gegen eine Mauer aus "glaub ich nicht" rennt, seit Jahrzehnten. Und du reihst dich da wunderbar ein.
     
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  18. LP_Art

    LP_Art
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    Wann wurdest du das letzte Mal für "walking while black" von der Polizei angehalten?
    Schwer zu sagen, ich weiß die Motive nicht automatisch wenn ich von Autoritätspersonen aufgehalten wurde. Ich reise aber viel und je weiter von Zuhause ich weg bin desto mehr werde ich gefilzt. Ich erinnere mich an eine Schmiergeldforderung von einem Grenzbeamten bei Grenzübergang zu Kroatien. In Malaysien und davor Singapur gabs für meine Lebensgefährtin (rothaarig und bleich wie die Wand) einen Bodycheck nach dem nächsten. Da wurde übrigens im Geschäft auch immer gewartet bis ich ihr das okay gebe, dass sie die Kassiererin bezahlen darf. In San Franciso gabs einen Drogencheck.

    Wäre es fair zu sagen, all diese Dinge sind mir nur passiert weil ich in den jeweiligen Orten "ausländisch" war oder so ausgesehen habe? Keine Ahnung, ich kann in andere nicht hineinsehen. Meine Einschätzung ist, dass Menschen einander oft einfach nicht mögen weil sie einander nicht sympatisch sind oder nach Wahrscheinlichkeiten vorgehen. Dazu müssen sie nicht umbedingt -isten sein. Ein interessiertes Fragen wie "Wo kommst du eigentlich her?" kann als aufrichtige Neugier und der Wunsch nach der Teilhabe an fremden Erfahrungen interpretiert werden. Oder als Microagression die suggerieren soll "Du bist kein Teil von uns". Ich persönlich versuche so weit es geht meinem Gegenüber kein grundsätzlich antagonistisches Verhalten zu unterstellen. Manchmal ist eine Ausweiskontrolle einfach eine Ausweiskontrolle und kein gezielter Angriff.

    "Welchen Bekannten hast du auf Lager, ein paar Meter vom Waffenladen entfernt von schwerbewaffneten Polizisten bedroht wurden weil sie eine Waffe trugen?"
    Niemanden. Weil ich keine Waffen trage. Und meine Bekannten auch nicht. Tatsächlich ist es mir sogar verboten eine Waffe zu besitzen weil ich mich gegen Militär und für den Zivi als Rettungssanitäter entschieden habe was mit einem 10 Jährigen Waffenbann belegt wird. Noch eines meiner "male priviledges" auch wenn ich damit, bis auf den Verzicht von Entenjagt, ganz gut leben kann. Aber weißt du wie man es in den US und A macht wenn man im Auto angehalten wird? Hände aufs Lenkrad. Dann sagt man. "Ich werde jetzt ins Handschuhfach greifen um meine Fahrzeugpapiere herauszuholen." Warum? Weil dort über eine Waffe pro Erwachsenen im Schnitt im Umlauf ist und viele Staaten open carry erlauben. Entsprechend schnell kann da was böse ins Auge gehen. Und entsprechend "no nonsense" sind die Regeln. Bei uns kann ein Polizist in 95% der Haushalte rein und wird dort im schlimmsten Fall mit einem Messer bedroht. In Texas nieten sie dich schon im Garten mit halbautomatischen "Jagdgewehren" um. Natürlich sitzt da der Finger lockerer am Abzug.

    Mmn ist das hauptsächlich ein Vertrauensproblem, kein Rassismusproblem. Aber eigentlich will ich hier auch nicht hochkomplexe soziale Brennpunkte aus anderen Gesellschaften diskutieren. Ich hab gerade mal 6 Monate meines Lebens in den USA verbracht, und bin kein Experte in der Theamtik. Entsprechend kann und will ich mich auf keine Seite schlagen. Ich würde mir nur wünschen, dass die Sinnlose Gewalt endlich aufhört. Von beiden Seiten. Wo ich mir zutraue mich auszukennen ist die Videospielindustrie und da merke ich von Rassismus nichts. In meiner letzten Gruppe aus Freelancer gab es Drei Mexikaner, einen Kolumbier, einen Franzosen, einen Brasilianer und einen Ami. Und die Russin die wir anstellen wollten (Kristina Katunina auf artstation https://www.artstation.com/krinau777) sprang uns ab weil sie "zu ausgebucht war". Das ist die Realität der Dinge wie ich sie erlebt habe.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. Juni 2020
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  19. Fiesfee Mitmobsterin

    Fiesfee
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    Nächstes Mal würfeln wir vorher, wer von uns dreien (falls ich keine übersehen habe) gerade für alle Frauen die unumstößliche Wahrheit spricht, ja? Will auch endlich mal für Millionen Menschen sprechen.:Poeh:
     
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  20. LP_Art

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    Und ein weiteres Mal sage ich dir, dass mich die Sache mehr angeht als 99,9% der Menschen die nicht in der Industrie arbeiten. Wieso sollten deine schwammigen Verdachte und Behauptungen mehr wiegen? Wieso nimmst du an, als Laie für Frauen in der Industrie sprechen zu können oder zu müssen? Denkst du sei haben selber keine Stimme? Denkst du die könnten nicht Gas geben, wenn ihnen was gegen den Strich geht? Warum sprichst du ihnen diese Mündigkeit ab und traust dir gleichzeitig Meinungsautorität zu?
     
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  21. LP_Art

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    Ach ja, du warst doch der, der in Pretoria aufgewachsen ist wenn ich mich recht erinnere. Wieso musstest du in der Schweiz zum Heer? Hättest du sonst in Südafrika Dienstantritt gehabt?
     
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  22. VaniKa

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    Zwang heißt ja auch nicht zwangsläufig, dass jemand dir eine Pistole an die Schläfe hält und sagt: "Wenn du die Pille nicht nimmst, erschieße ich dich." Genau so wie Rassismus nicht zwangsläufig "ich hasse Ausländer" heißt. Es ist so wie die Frage voller Unverständnis, wieso denn die meisten Frauen, die zuhause geschlagen werden, das nicht anzeigen und lieber beteuern, sie seien "gestürzt". Das ist ähnlich wie so einer Person zu sagen, dass man ja schon "längst Schluss gemacht hätte mit dem Arsch". Verstehst du worauf ich hinaus will? Die Pille galt in den 1960ern als große Errungenschaft für die sexuelle Selbstbestimmung der Frau. Sie war ein Zeichen für Emanzipation. Heute steht die Pille allerdings auch zunehmend in der Kritik und das ganz zurecht. Denn wie viele Männer haben sich darauf ausgeruht, dass ihre Partnerin ja die Pille nimmt, und sie daher kein "störendes" Kondom benutzen mussten? Und wie viele Frauen wollten es da ihrem Partner einfach so recht wie möglich machen? Schau dir mal an wie viele junge Frauen noch immer vor allem die sexuelle Zufriedenheit ihres Freundes im Blick haben und dabei eigentlich gar nicht an sich selbst denken. "Hauptsache, er kommt." Das denken eben auch viele Frauen. Das hat auch etwas damit zu tun, dass Frauen ein Wert über ihre sexuelle Verfügbarkeit zugewiesen wird. Heute regt sich da mehr und mehr Widerstand, dank Feminismus. Mehr und mehr Frauen merken, dass die Pille für sie nicht gut ist (es gibt Fälle, in denen ist die Pille durchaus sinnvoll, wenn eine Frau z.B. unter Ausnahmebeschwerden wie einer zu langen oder zu starken Regel leidet) und deshalb etablieren sich ja auch zunehmend andere Verhütungsmethoden. Ich wette aber, dass Männer auch in den 1960er-Jahren sofort gesagt hätten: "Den Scheiß nehme ich doch nicht, wenn er das bei mir verursacht." Und da sind wir wieder auf der gesellschaftlichen Ebene. Die Pille zeigt auch auf, dass eben hier die Frauen dazu "verdammt" wurden, das Opfer zu bringen und sie dies aufgrund der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen auch getan haben. Ich gehe auch davon aus, dass man die Aufgabe der Verhütung der Frau zugeschoben hat, weil Männer ihren Wert viel stärker über ihre Potenz definiert haben und noch immer definieren. Ein Mann, der keine Frau befruchten kann? Der ist dann ja quasi impotent. Das fühlt sich für viele sicherlich seltsam an. Aber bei einer Frau, die aufgrund der Pille keine Kinder bekommen kann, stört das gleichzeitig niemanden, weil es für sie so einen "Potenz"-Anspruch nicht gibt. Also auch hier ist wieder an allen Ecken und Enden "Patriarchat" drin.
     
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  23. Grebcol

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    Meine Mama ist Südafrikanerin (Boer) und Schweizerin (Doppelbürgerin). Mein Papa Niederländer. Bin aber in der Schweiz wohnhaft und in die Schule. Konnte wählen wo ich den Dienst mache und da war die Schweiz sicherlich die bessere Wahl. Ging nach dem Dienst (Zeitmilitär) runter und habe da für die Swatch Gruppe gearbeitet und natürlich auch um die Heimat meiner Mutter kennen zu lernen sowie mein Englisch zu verbessern. Bin nun seit bald 2 Jahren zurück in der CH.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. Juni 2020
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  24. VaniKa

    VaniKa
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    Ja, das hab ich schon eine Weile gespielt. Wollte ich auch noch mal weiterspielen. Zu viele Spiele...
     
  25. LP_Art

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    Ich habe regen persönlichen Austausch mit einer Vielzahl an globalen Meinungen die in der Branche arbeiten. Ich unterhalte mich mit denen über die ihr so wissend spekuliert. Habt ihr Elenas Artikel eigentlich gelesen? In dem Artikel redet sie über zb über die Schwierigkeiten bei der Erstellung von Fury aus Darksiders III. Das ist buchstäblich der selbe Character den mein Arbeitskollege gemacht hat als wir gemeinsam an dem Franchise gearbeitet haben https://www.artstation.com/artwork/DxoDk9. Siehst du, dass ich da vlt ein paar mehr Einblicke hab als du? Und ist dir aufgefallen, wie wenig die Antworten die Elena erhielt mit Sexismus zu tun hatten und wie viele sachlich die Schwierigkeiten und Limitation des Herstellungsprozesses beschrieben?
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. Juni 2020
  26. LP_Art

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    Ah okay, versteh schon. Dann kommst du ja ordentlich in der Geschichte herum :)
     
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  27. Crimok

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    So formuliert Stimme ich dir sogar zu. Die Formulierung, die ich zitiert habe, klang allerdings falsch, weil sie verallgemeinert war.
     
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  28. Fiesfee Mitmobsterin

    Fiesfee
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    Einfach mal gutgläubig angenommen dass irgendetwas was du hier über dich selbst behauptest zutrifft:
    Ich finde es da durchaus spannend, dass du offenbar mit Riot zusammengearbeitet hast, sie hier im Thread auch positiv erwähnt hast und offenbar dennoch eine ganz andere Wahrnehmung jener Firma hast, als etliche (ehemalige) Angestellte da. Das hast du wohl einfach nicht gesehen. Oder die klagen halt einfach weil isso. Kann natürlich auch sein.
     
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  29. VaniKa

    VaniKa
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    Wer würde das denn bitte zugeben? Mal abgesehen davon gehe ich davon aus, dass sie mit halbwegs okayen Leuten gesprochen hat. Und der Extraaufwand steht außer Frage, jedenfalls für mich. Ich sage nicht "es ist kein Mehraufwand", sondern "der Mehraufwand interessiert mich allgemein nicht", weil man den Aufwand für männliche Figuren ja auch nicht als "mehr" bewertet. Ich gehe dann auch davon aus, dass Elena schlichtweg auch dieses Fass nicht selbst aufmachen wollte, sofern sie es überhaupt als Fass begreift. Die Nichterwähnung von Sexismus sagt also erst mal gar nichts aus.
     
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  30. Grebcol

    Grebcol
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    Ja bin schon ziemlich rum gekommen. Mein Ziel bleibt aber trotzdem Neuseeland *__*

    In Südafrika habe ich halt Erfahrungen gemacht, welche nicht so schön waren. Sei es Rassimus Weisser gegen Schwarze oder Schwarze gegen Weisse (auch gegen mich). Traurig auch der Rassimus gegen die Khoisan, welche nun oft auch von den Bantu & Zulu getragen wird (Die ihrerseits auch dunkle Hautfarbe haben und eigentlich Einwanderer sind). Die Situation da unten ist einfach tragisch.

    Auch nicht gut ist ja die Enteignung der Farmer. Denke es wird so kommen wie in Simbabwe. Die versuchten ja so gut es geht die "bösen weissen Farmer" wieder zurück zu holen. Aber no Chance, jene die gegangen sind - bleiben wohl nun in Europa, Australien, Neuseeland oder Russland.

    Aber ja nun zurück zum Thema. Sorry für das ausschweifen :fs::KO:
     
  31. LP_Art

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    Du kannst mein (leider noch nicht vollständiges) Portfolio einsehen, es ist in meinem Account hier verlinkt. Dort wirst du das Darksiders Projekt an dem ich gearbeitet habe zusammen mit dem eben verlinkten Kollegen finden der für dieses Projekt Fury machte (einer der zuvor erwähnten Mexikanischen Kollegen). Dort wiederum wirst auch sehen an welchen Projekten er sonst gearbeitet hat unter (anderem auch für Riot) und natürlich reden wir als Arbeitskollegen über das, was die Industrie bewegt und worauf es ankommt, wenn es ums Jobs angeln geht. Viele meiner Arbeiten sind momentan noch nicht öffentlich zugänglich weil dank Corona die Produktion von Minis in China eingeschränkt wurde aber wenn du hier bei Minute ~26 den Character "Jade" siehst, der ist auch von mir (neben anderen die ich wegen NDA nicht posten darf)

    Wenn ich also sage ich rede viel mit Menschen in der Industrie dann meine ich das auch so.
     
  32. LP_Art

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    Das ist hochinteressant, danke für die Einblicke. Die Welt ist einfach verdammt komplex und es ist immer gut wenn man ein bisschen Einblicke von anderen erhält.
     
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  33. casadechrisso

    casadechrisso
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    Weshalb Fiesfee ja auch die Frage stellte, die Du gerade nicht beantwortet hast: Nämlich ob Du vielleicht das ein oder andere übersehen hast. DAS war der interessante Teil.
     
  34. LP_Art

    LP_Art
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    Nein habe ich nicht. Ich erwähnte Blair Armitage die damals als Freelancer im Chat von Shardbound war und jetzt bei Riot arbeitet. Ich habe keine Aussagen über das Angestellenverhältnis in der Firma gemacht. Meine Aussagen sind das ich a) etwas tiefer gehende Einblicke in die Industrie habe und b) Aufgrund dieser Einblicke haltlose Anschuldigungen und pauschale Vorverurteilungen ablehne. Nicht mehr und nicht weniger.

    Geh bitte, als ob sich Gamestar von diesem Thema scheue würde. Es wurde einfach nicht berichtet weil es nicht in nennenswerter Kapazität existiert und, Wunder oh Wunder Clipping, Rigging und Kosten wichtiger sind als absichtlich weibliche Kundschaft und deren Kaufkraft zu vergraulen.
     
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  35. LP_Art

    LP_Art
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    Wenn ich dich durch meine Ansichten nicht vergrault habe können wir gerne mal auf Steam spielen. Meine Lebensgefährtin zockt das Spiel auch :)
     
  36. Der_Vampyr Kommentar-Moderator

    Der_Vampyr
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    Ist ja auch wunderbar, dass die Leute mit denen du darüber gesprochen hast das nicht erlebt haben, das heißt aber noch lange nicht, dass es das nicht gibt, außer du gehst davon aus, dass solche Berichte alle erfunden sind.
     
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  37. casadechrisso

    casadechrisso
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    Ich denke eine Summe von 10 Millionen zur Beilegung und große Umstrukturierung spricht nicht für haltlos.
     
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  38. LP_Art

    LP_Art
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    Es sagt niemand, dass die Berichte alle falsch sind? Warum gibt es für dich nur schwarz und weiß? Ich sage lediglich, dass es keine grundlegend Frauenfeindlich Haltung in der Industrie gibt und argumentiere meine Ansichten. Ich würde mir wünschen, deine gingen auch über das bloße "aber könnte ja sein" hinaus. Elenas Artikel deckt sich mit Aussagen die ich schon im Februar zu diesem Thema gemacht habe. Aber trotzdem muss ich mir dann anhören wie mir gesagt wird "es geht aber nicht um dich" oder "aber es könnte doch sein" und "du hast es ja so leicht als weißer Mann". Das hat was von Impfgegner und 5 Minuten Facebook Research gegen Medizinisches Personal mit Studium und Arbeitserfahrung.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Juni 2020
  39. LP_Art

    LP_Art
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    Wien (AUT)
    Riot gab 10 Mio aus um ihre Bereitschaft zur Änderung zu zeigen. Der Deal wurde abgebrochen und zwar von einer staatlichen Behörde. Warum? Es hieß, sollten diese Anschuldigungen echt sein, dann würden 10 Mio nicht ausreichend sein weil es sich um systematische Diskriminierung handelt die nicht mehr länger über einen Vergleich aus der Welt geschafft werden kann. Sprich der Staat möchte hier mal genauer nachsehen (entgegen dem Interesse beider Streitparteien übrigens). Gezahlt hat Riot derweil aber noch keinen Cent und die Verhandlungen laufen noch. Wenn es zum Schuldspruch kommt, dann können wir über Riot weiterreden. Davor ist es nichts weiteres als eine Anschuldigung und nichts weiter. Und ob du es glaubst oder nicht aber Riot ist nicht die Unterhaltungsbranche an sich. Selbst WENN sie sich falsch verhalten hätten spricht das noch lange nicht für die Industrie als ganzes. Aber gratuliere, der erste der zumindest mal einen Diskussionsansatz hat den man als Fakt und nicht nur als bloße Meinung stehen lassen kann. Bitte mehr davon.
     
  40. meieiro

    meieiro
    Registriert seit:
    9. Juni 2016
    Beiträge:
    33
    Zu einem wurde in dem Thread schon einige Punkte erwähnt. Zum anderen sollten man nicht mir, sondern den Betroffenen zuhören. Und wie ich gesagt habe, kommt da einiges im Moment hoch. Da gabs eben das Video von Joko und Klaas auf ProSieben über Sexismus, oder den "Brennpunkt" über Rassismus von Carolin Kebekus. Da sprechen Menschen über Sexismus und Rassismus. Da einfach mal zuhören, dann merkt man das sind Probleme, die weiße Männer einfach nicht haben.
     
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