12-jähriger will eigenes GTA entwickeln - Kickstarter-Kampagne bereits erfolgreich

Da will jemand hoch hinaus: Ein kleiner Bube will ein eigenes GTA-ähnliches Spiel entwickeln - mit Entwicklungskosten von 100 Euro.

von Dimitry Halley,
20.03.2017 11:33 Uhr

Jeder fängt mal klein an. Aus diesem unscheinbaren Screenshot soll ein GTA-ähnliches »Schießspiel« werden.Jeder fängt mal klein an. Aus diesem unscheinbaren Screenshot soll ein GTA-ähnliches »Schießspiel« werden.

Ein 12-jähriger Brite beweist Geschäftssinn: Mit den Schlagwörtern »wie GTA«, »mit Survival« und »Schießen« deckt er (bis auf Multiplayer und Moba) nicht nur die Trendbegriffe der modernen Steam-Landschaft ab, der kleine Bub will daraus auch sein ganz eigenes Meisterwerk erschaffen: Ein Spiel namens The Country.

Der Hobby-Entwickler hat nach eigenen Aussagen das »Okay« von seinem Papa eingeholt und wendet sich jetzt mit einem mutigen Appell an die Community bei Kickstarter: Mit 100 Euro Crowdfunding-Finanzierung will er seine GTA-Alternative auf Steam bringen. Und siehe da: Die Rechnung geht auf.

Aktuell steht der Zähler bereits bei 300 britischen Pfund, also mehr als dem Dreifachen der ursprünglich angepeilten Summe. Der kleine Knirps zeigt sich dankbar: »Danke an alle, die mich unterstützen. Ihr macht meinen Traum möglich, ich danke euch so sehr!« Und weiter:

"Ich will meinen ganz eigenen Stil finden - und ja, dass The Country wie GTA sein soll, mag sehr hochgegriffen klingen. Aber um erfolgreich zu sein, muss ich eben nach den Sternen greifen und mich selbst ans Limit treiben. Das hier ist ein Anfang, vielleicht steige ich erstmal nur mit einem simplen 3D-Spiel ins Rennen, das ich dann nach und nach als Hobby-Projekt erweitere. Und hoffentlich bekomme ich damit nach meinem Schulabschluss tatsächlich den Job, den ich mir wünsche. "

Auch da hat der Kleine eine Wahrheit über die moderne Spielelandschaft verinnerlicht: Man muss mit großen Ansagen für Aufmerksamkeit sorgen, dann klappt's auch mit der Unterstützung. Allerdings sollte man am Ende Wort halten, sonst werden die Fans schnell bockig. Im Fall der 40 Unterstützer von The Country dürfte die Gefahr eines »Shitstorms« aber gering ausfallen - die meisten unterstützen das Projekt, weil sie dem Kleinen eine Freude machen wollen.

Wir vermuten ja, dass hinter dem 12-jährigen in Wahrheit Peter Molyneux steckt, dem seit Godus niemand mehr Geld geben will. So oder so: Wir sind gespannt, ob The Country jetzt tatsächlich in der Early-Access-Fassung bei Steam startet. Das fertige Spiel soll übrigens komplett kostenlos erscheinen.

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