Akkus aus Aluminium und Graphen - In 60 Sekunden geladen, günstig und ungefährlich

Forscher der Stanford University haben eine neue Akkutechnik entwickelt, die schnell geladen werden können und sicherer sind.

von Georg Wieselsberger,
08.04.2015 10:40 Uhr

Aluminium-Graphen-Akkus sind schnell geladen, günstig und können nicht überhitzen.Aluminium-Graphen-Akkus sind schnell geladen, günstig und können nicht überhitzen.

Es gibt immer wieder Berichte über Akkus, die anfangen, sich zu überhitzen oder im Extremfall sogar explodieren können. Aufgrund der vielen mobilen Geräte zeigen die wenigen Fälle zwar, dass die aktuellen Lithium-Ionen-Akkus relativ sicher sind, doch Forscher an der Stanford University haben nun eine neue Technik entwickelt, die ein Explodieren komplett unmöglich macht. Der Akku der Forscher verwendet Aluminium und Graphen und soll so nicht nur sehr günstig sein, sondern auch sehr schnell aufgeladen werden können. Ladezeiten von nur einer Minute sollen erreichbar sein, wobei das natürlich auch von der Kapazität abhängen wird.

Ebenso interessant ist, dass die neuen Akkus mehrere Tausend Ladevorgänge überstehen sollen, ohne dass sich dabei die Kapazität verringert. Der Aluminium-Akku kann sogar mit einem Bohrer durchlöchert werden, ohne zu überhitzen, während die Struktur so flexibel ist, dass diese Akkus leicht verformt und Geräten angepasst werden können. Damit wären auch biegsame elektronische Geräte samt Akku kein Problem. Der günstige Preis, das schnelle Aufladen und das Überstehen extrem vieler Ladevorgänge ohne Kapazitätsverlust könnte größere Akkus dieser Art sogar für ganz neue Industrien interessant machen.

Wie bei allen neuen Entwicklungen aus Forschungsabteilungen gibt es aber bis zu einer Marktreife noch einige Probleme zu lösen. Aktuell liefern die Aluminium-Graphen-Akkus mit rund zwei Volt nur rund die Hälfte der Spannung vergleichbarer Lithium-Ionen-Akkus. Daher bezeichnen die Forscher ihre Entwicklung auch noch als »Batterie im Anfangsstadium«. Ideen, die Spannung durch verbesserte Kathoden zu erhöhen, haben die Forscher jedenfalls schon.

Quelle: Stanford


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