Aktion gegen freie Software - »Open Source schlimm wie Raubkopien«

Die International Intellectual Property Alliance (IIPA) hat gegenüber der US-Regierung Open-Source-Software mit Raubkopien gleichgesetzt.

von Georg Wieselsberger,
26.02.2010 12:24 Uhr

Man solle freie Software genauso behandeln wie Software-Piraterie. Länder, die den Einsatz von Open-Source-Software unterstützen, sollten auf eine Beobachtungsliste gesetzt werden. Diese »Special 301 Watchlist« ist eigentlich dafür gedacht, Länder aufzunehmen, in denen das Urheberrecht nicht ausreichend oder nicht effektiv geschützt wird.

Laut The Guardian werden die Länder darauf auch schlicht als »Feinde des Kapitalismus« betrachtet, die durch Druck dazu gezwungen werden sollen, ihr Verhalten zu ändern. Die IIPA rät der US-Regierung beispielsweise, Indonesien auf diese Liste zu setzen, da die Nutzung und Empfehlung von Open-Source-Software die Software-Industrie schwäche und keinen »Respekt für Urheberrechte« aufbaue.

Ganz neu ist diese Einstellung der IIPA aber nicht. Laut The Guardian habe man aus diesen Gründen sogar Kanada schon auf diese Liste gesetzt. Übrigens empfiehlt auch die britische Regierung die Verwendung von freier Software.

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