Alan Wake - Psycho-Thriller von Remedy

von Gunnar Lott,
19.05.2005 09:29 Uhr

Ein heisser, dunkler Raum. 12 schwitzende Journalisten. 2 finnische Entwickler. Ein PC. Und eine riesige Leinwand. Auf Letzere kommt es an, denn dort laufen Szenen aus Alan Wake, dem neuen Spiel der Max Payne-Macher von Remedy. Der Titelheld ist ein Horror-Schriftsteller, den Verlobte verschwunden ist. Er begibt zur Behandlung seiner Schlaflosigkeit in eine Klinik in einem kleinen amerikanischen Ort. Dort wird er kuriert, trifft aber eine Frau, die seiner Freundin erstaunlich ähnlich sieht. Und dann beginnen seine Alpträume. Er beginnt einen neuen Horror-Roman, doch schon bald verschwimmen Wirklichkeit und Fiktion...

...soviel zur Vorgeschichte, auf der Leinwand zeigen die Entwickler wenig Spiel (der Titel kommt frühestens Ende 2006), dafür aber viel Technik: Die Engine bietet enorme Weitsicht, wird von der bekannten Havoc-Physik unterstützt und macht Dinge mit Licht und Schatten, die man so noch nicht gesehen hat. Alles in der Welt wirft Schatten, nicht nur Gegenstände, Häuser oder Figuren, auch alle Bäume und sogar die Berge um das Dorf herum. Das sorgt zusammen mit einem schön anzusehenden Wettersystem (die Entwickler zeigten einen beeindruckenden Sturm) für guten optischen Realismus.

Waehrend Max Payne wie ein Film war, mit aneinander gereihten Action-Szenen und viel Ballerei, orientiert sich Alan Wake eher an Fernsehserien wie Twin Peaks. Kein rasantes Action-Feuerwerk, dafür eine tiefe Geschichte, subtile Horrorstimmung und viel Erforschen der Welt. Alan Wake ist ein nicht-lineares Spiel, bei dem Sie viel Freiheit haben sollen, es auf Ihre Weise und in Ihrem Tempo zu spielen.

Sie steuern Ihren Helden wie in Max Payne in der "Von hinten"-Ansicht, auch die Handhabung der Waffen wird ähnlich sein. Eine Bullet-Time wird es allerdings nicht geben. Das zentrale Element soll Licht sein; die Feinde sind im Dunkel stark und im Hellen schwach, also muss sich Alan Lichtquellen besorgen. Das kann eine gewöhnliche Taschenlampe sein, er wird aber möglicherweise auch vor einem Kampf Fackeln auslegen können, um die Feinde zu beschädigen.


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