AMD-CPUs freischalten - L3-Cache trotz defektem Kern

Bei den besonders günstigen AMD-Prozessoren der Athlon II- oder X3-Serien wurden meist nur einzelne Kerne und bei manchen Modellen auch der L3-Cache deaktiviert. MSI bietet nun neue Möglichkeiten zur Freischaltung.

von Georg Wieselsberger,
27.11.2009 11:29 Uhr

Die Open-Core-BIOS-Versionen von MSI bieten die neue Funktion »Unlock CPU Core«, die zusammen mit der schon bisher üblichen Einstellung der Advanced Clock Calibration (ACC) auf »Auto« neue Möglichkeiten bietet. Im Test von INPAJ mit dem MSI-Mainboard 770-C45 war der vierte Kern eines Athlon II X3 435 tatsächlich defekt, so dass normalerweise eine Freischaltung der CPU nicht möglich wäre.

Das neue BIOS erlaubt es jedoch, die CPU freizuschalten und gleichzeitig den defekten Kern zu deaktivieren. Das Resultat ist, dass der normalerweise deaktivierte L3-Cache mit 6 MByte weiterhin aktiv bleibt. Damit kann selbst bei defekten Kernen noch Mehrleistung erzielt werden.

Die Benchmarks mit einer Geforce GTX 260 zeigen, dass die Aktivierung des L3-Cache im Prozessor die Leistung auch in Spielen deutlich verbessert: In Crysis um 11%, Far Cry 2 um 13%, Tom Clancy's H.A.W.X. um 14%, Super Street Fighter IV um 13%, Left 4 Dead um 20%, Unreal Tournament 3 um 21% und Resident Evil 5 um 18%. Laut INPAJ will MSI die Open-Core-BIOS-Versionen für seine AMD-Mainboards demnächst als Download anbieten.

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