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AMD Ryzen 5 1600 - Zu Recht der beliebteste Sechskerner?

Der Ryzen 5 1600 im Test ist günstig, bietet aber trotzdem sechs Kerne und einen freien Multiplikator. Der Preis-Leistungs-Tipp für Spieler?

von Nils Raettig,
14.06.2017 17:30 Uhr

AMDs Sechskerner Ryzen 5 1600 tritt im Test unter anderem gegen der Ryzen 5 1600X und gegen Intels Core i5 7500 an.AMDs Sechskerner Ryzen 5 1600 tritt im Test unter anderem gegen der Ryzen 5 1600X und gegen Intels Core i5 7500 an.

Der Ryzen 5 1600 im Test gehört zu AMDs gefragtesten Prozessoren der neuen Ryzen-Serie, schließlich bietet er zum Testzeitpunkt für knapp über 200 Euro sechs Kerne, virtuelle Kernverdoppelung und einen freien Multiplikator für das Übertakten. Mit Spiele- und Anwendungs-Benchmarks überprüfen wir, ob sich der Ryzen 5 1600 zu Recht so großer Beliebtheit erfreut.

Hauptunterschied gegenüber dem etwa 40 Euro teureren Ryzen 5 1600X sind um 400 MHz niedrigere Taktraten. Intel hat in ähnlichen Preisregionen momentan den Core i5 7500 und den Core i5 7600K zu bieten, die beide allerdings nur über vier Kerne verfügen und nicht die virtuelle Kernverdoppelung beherrschen.

Gerüchten zufolge kommen die neuen Coffee Lake-Prozessoren von Intel (als Reaktion auf Ryzen) mit sechs Kernen für den Mainstream bereits im August oder September auf den Markt (statt wie ursprünglich geplant Anfang 2018). Bis dahin gibt es mehr als vier Kerne von Intel aber nur in den deutlich höheren Preisregionen für den Sockel 2011-3 beziehungsweise den im Sommer 2017 kommenden Sockel 2066 (Skylake-X und Kaby Lake-X).

Ryzen 5 1600: Technische Daten

Ryzen 5 1600

Ryzen 5 1600X

Core i5 7500

Core i5 7600K

Kerne / Threads

6/12

6/12

4/4

4/4

Standard-Takt

3,2 GHz

3,6 GHz

3,4 GHz

3,8 GHz

max. Turbo-Takt

3,6 GHz

4,0 GHz

3,8 GHz

4,2 GHz

Fertigung

14 nm

14 nm

14 nm

14 nm

L2-Cache

6 x 512 KByte

6 x 512 KByte

4 x 256 KByte

4 x 256 KByte

L3-Cache

2 x 8,0 MByte

2 x 8,0 MByte

6 MByte

6 MByte

TDP

65 Watt

95 Watt

65 Watt

91 Watt

freier Multiplikator

Ja

Ja

Nein

Ja

ca. Preis

215 Euro

250 Euro

195 Euro

230 Euro

Testsystem

Um eine Limitierung durch die Grafikkarte bei unserem CPU-Testsystem möglichst weitgehend zu verhindern, kommt Nvidias Geforce GTX 1080 zum Einsatz. In besonders niedrigen Auflösungen wie 1280x720 und bei sehr geringer Grafikqualität würde die Leistung der GPU zwar noch weiter in den Hintergrund rücken, um ausreichend nahe an der Realität der meisten Spieler zu bleiben, haben wir uns aber für andere Einstellungen entschieden.

Alle Spiele werden in den Auflösungen 1920x1080 und 2560x1440 getestet, statt maximaler Qualität wählen wir jeweils die Stufe »hoch« und für die Kantenglättung kommen nur genügsame Post-Processing-Verfahren wie FXAA oder TAA zum Einsatz. Dabei verwenden wir stets 16,0 GByte Arbeitsspeicher, der im Rahmen der offiziell unterstützten Frequenzen läuft: Im Falle von DDR3-Systemen taktet er mit 1.600 MHz, während DDR4-Systeme mit 2.400 MHz laufen. Den Quad-Channel-Modus unterstützen nur Intels Sockel 2011-3-Prozessoren, alle anderen CPUs testen wir im Dual-Channel-Modus.

Die AMD-Ryzen-Prozessoren testen wir mit dem Gigabyte-Mainboard AX370 Gaming 5 und dem aktuellsten BIOS. Als Betriebssystem kommt Windows 10 in der 64 Bit-Variante zum Einsatz, bei den Spielen haben wir uns für Battlefield 1, Deus Ex: Mankind Divided, Rise of the Tomb Raider, The Witcher 3, Total War: Warhammer und Watch Dogs 2 entschieden. In Deus Ex und Rise of the Tomb Raider messen wir sowohl unter DirectX 11 als auch unter DirectX 12, wobei in das finale Performance Rating jeweils nur die Ergebnisse der im Einzelfall besser laufenden Schnittstelle einfließen.

Abgesehen von Total War: Warhammer verwenden wir stets eigene Benchmark-Sequenzen aus dem tatsächlichen Spielgeschehen, die zwischen 40 und 120 Sekunden lang sind. In Battlefield 1 haben wir uns für Messungen im Singleplayer-Modus entschieden, da es im Multiplayer-Modus sehr schwierig ist, vergleichbare Bedingungen zu schaffen.

Die Anwendungs-Tests umfassen Cinebench (Single- und Multicore), das Enkodieren eines 4K-Videos per Handbrake und den integrierten Benchmark von 7-Zip. Die Leistungsaufnahme messen wir zu guter Letzt für das gesamte Testsystem sowohl im Leerlauf als auch unter Spielelast (Battlefield 1).

AMD Ryzen 5 1600X im Test - Angriff in der Mittelklasse 6:23 AMD Ryzen 5 1600X im Test - Angriff in der Mittelklasse

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