AMD Ryzen 5 - Hohe Spiele-Leistung bei simulierten Benchmarks

AMD wird die Ryzen-5-Prozessoren mit Sechskernern und Quadcores ab dem 11. April 2017 in den Handel bringen. Laut simulierten Benchmarks ist eine hohe Spiele-Leistung zu erwarten.

von Georg Wieselsberger,
23.03.2017 09:03 Uhr

AMDs Ryzen 5 könnte günstige Preise mit hoher Spieleleistung kombinieren.AMDs Ryzen 5 könnte günstige Preise mit hoher Spieleleistung kombinieren.

AMD bereitet die Veröffentlichung der Ryzen-Quadcores und -Sechskerner vor, die als Ryzen-5-Serie in den Handel kommen werden. Alle Modelle der Ryzen-5-Serie unterstützen auch Hyper-Threading, werden aber im Vergleich zu den Ryzen-7-Prozessoren weniger aktive CPU-Kerne und teilweise auch weniger Cache bieten.

Techspot hat nun die inzwischen bekannten Konfigurationen eines Ryzen 5 1600X und Ryzen 5 1500X simuliert, indem einfach zwei und vier Kerne eines Ryzen 7 deaktiviert wurden. Der L3-Cache dieser Ryzen 5-CPUs beträgt wie bei den Ryzen 7-Modellen 16 MByte, der L2-Cache liegt wie gehabt bei 512 KByte pro Kern. Die Taktrate wurde auf 4 GHz festgelegt und die Prozessoren damit etwas übertaktet.

Vergleich mit Ryzen 7 und Intel Kaby Lake

Bei den dann folgenden Spiele-Benchmarks wurden auch ein Ryzen 7 1800X und ein Ryzen 7 1700X mit 4 GHz genutzt, sodass sich die Leistung innerhalb der Ryzen-Serie gut vergleichen lässt. Als Intel Prozessoren kamen ein Core i7 7700K, ein Core i5 7600K und ein Core i3 7350K zum Einsatz, die alle auf 4,8 GHz übertaktet waren.

Als Grafikkarten wurden die Geforce GTX 1080 Ti, Geforce GTX 1070 und Geforce GTX 1060 genutzt. Bei den Benchmarks mit Far Cry Primal, Mafia 3, For Honor, F1 2016, Battlefield 1 und Ghost Recon Wildlands zeigt sich, dass der simulierte Ryzen 5 1600X praktisch genauso schnell ist wie ein Ryzen 7 1800X. Das dürfte zum Teil natürlich auch daran liegen, dass viele Spiele noch nicht auf acht CPU-Kerne optimiert wurden.

4 GHz Ryzen-5-Quadcore kann 4,8 GHz Core i7 7600K schlagen

Interessant ist aber, dass der quasi halbierte Ryzen 7 1800X als simulierter Ryzen 5 1500X eine sehr hohe Spieleleistung zeigt, vor allem zusammen mit einer Geforce GTX 1070. In Mafia 3 ist der 4 GHz schnelle Quadcore beispielsweise gleichauf mit dem 4,8 GHz schnellen Core i5 7600K, in F1 2016 wird der Intel-Prozessor sogar geschlagen. Ein Ryzen 5 1500X soll 189 US-Dollar kosten und wäre damit günstiger als der Core i5 7600K. Ob die simulierten Ergebnisse denen der echten Ryzen-5-CPUs entsprechen, werden die ersten Tests der neuen Prozessoren zeigen.

Quelle: Techspot

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