AMD Ryzen - Offiziell: Kein Support für Windows 7, nur Windows 10

Im Gegensatz zu Intel wollte AMD laut den letzten Meldungen seine neuesten Prozessoren und AM4-Mainboards auch einem Treiber für Windows 7 unterstützen. Nun ist offiziell, dass AMD nur Treiber und Support für Windows 10 anbieten wird - zumindest für Desktop-CPUs.

von Georg Wieselsberger,
10.02.2017 07:38 Uhr

AMDs Ryzen wird entgegen erster Meldungen doch keine Treiber für Windows 7 erhalten. AMDs Ryzen wird entgegen erster Meldungen doch keine Treiber für Windows 7 erhalten.

Update: Laut Golem bezieht sich die Aussage von AMD ausdrückling auf Desktop-Prozessoren. Es wäre also denkbar, dass AMD für Server-CPUs und das auf Windows 7 basierende Windows Server 2008 doch Treiber bereitstellt. Damit wäre eine Möglichkeit für Modder gegeben, diese Treiber vielleicht an Windows 7 anzupassen.

Quelle: Golem

Update: Entgegen den vorherigen Meldungen hat AMD nun in einer offiziellen Stellungnahme erklärt, dass die neuen Ryzen-Prozessoren doch nur offiziell unter Windows 10 und nicht mehr unter Windows 7 unterstützt werden. AMD habe die Prozessoren unter beiden Betriebssystemen validiert, um die höchstmögliche Zuversicht in die Leistung der CPUs er erreichen. Allerdings wird es nur Support und Treiber für Windows 10 für die finalen Produktionsversionen der Ryzen-Prozessoren geben.

Diese Aussage von AMD bedeutet vermutlich nicht, dass die Prozessoren gar nicht funktionieren, immerhin wurden sie ja laut AMD unter Windows 7 getestet. Doch einige Features wie beispielsweise Stromsparfunktionen und vor allem auch in die CPU integrierte Funktionen wie USB 3.0 könnten nur durch eventuell inoffizielle Treiber nutzbar sein.

Quelle: PC World

Originalmeldung: Für die neuesten Intel-Prozessoren der Kaby-Lake-Serie wie den Core i7 7700K stellt Intel offiziell nur noch Treiber für Windows 8.1 und Windows 10 zur Verfügung. Das noch immer weit verbreitete Windows 7 wird nicht mehr unterstützt, so dass beispielsweise der Grafikkern der Prozessoren nur dann genutzt werden kann, wenn die Mainboard-Hersteller selbst entsprechende Treiber bereitstellen. Doch selbst dann gibt es beispielsweise noch Probleme mit manchen Videocodecs wie HEVC und der integrierten Grafikeinheit. Beim Streamen von 4K-Inhalten von Netflix ist beispielsweise Windows 10 und ein Kaby-Lake-Prozessor notwendig.

AMD-Partner sprachen von Windows-7-Support

AMD hingegen wird seine neuen Ryzen-Prozessoren und auch die später folgenden Modelle mit Grafikkern für den Sockel AM4 auch mit Treibern für Windows 7 unterstützen. Das wurde laut Reddit auf einem Treffen mit AMD-Partnern bekannt.

Ob mit diesem Treiber alle Funktionen der neuen CPUs genutzt werden können oder ob dafür nicht doch Windows 10 notwendig ist, wie Microsoft schon vor längerer Zeit erklärt hatte, ist aktuell noch nicht bekannt. Einige Stromsparfunktionen der aktuellen Intel-Prozessoren werden beispielsweise schon seit Skylake nur noch von Windows 10 korrekt unterstützt, da den älteren Betriebssystemen die entsprechenden internen Features fehlen.

Windows 7 erhält keine neuen Funktionen mehr

Ähnliches könnte auch bei AMDs neuen Ryzen-CPUs der Fall sein, die laut offiziellen Präsentationen ganz neue Funktionen in diesem Bereich bieten. Windows 7 erhält von Microsoft zwar noch rund drei Jahre lang Sicherheitsupdates, aber keine neuen Features mehr.

Entsprechend liegen alle CPU-Features, die Windows 7 jetrzt noch nicht unterstützt, auf neuen Systemen brach. Auf dem AMD Partner Meeting wurde außerdem noch bekannt, dass die als »Raven Ridge« bekannten, neuen AMD-Prozessoren mit Grafikkern Quadcores sein werden, die dank Hyper-Threading acht Threads verarbeiten können.

Quelle: Reddit


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