AMD Zen-Prozessor - Monster-CPU mit 16 Kernen (Update)

Informationen zu einem Server-.Prozessor von AMD mit der neuen »Zen«-Architektur lassen eine wahre Monster-CPU erwarten.

von Georg Wieselsberger,
22.04.2015 14:22 Uhr

Diese Folie zeigt eine AMD Zen-CPU mit 16 Kernen. (Bildquelle: Fudzilla)Diese Folie zeigt eine AMD Zen-CPU mit 16 Kernen. (Bildquelle: Fudzilla)

Update: Fudzilla hat die Informationen zu den neuen Zen-Prozessoren ergänzt und behauptet nun, dass die neuen AMD-CPUs im 14-Nanometer-Verfahren bei Globalfoundries hergestellt werden sollen. Ziel von AMD sei es, selbst gegen die 2016 geplanten Intel-Core-i7-Prozessoren mit dem Codenamen »Cannonlake« antreten zu können. Aus der Meldung geht aber nicht hervor, ob dies auch für die Leistung pro Takt gilt oder ob AMD für die gleiche Leistung mehr CPU-Kerne als künftige Intel-Prozessoren benötigt.

Der Grafikkern »Greenland«, der laut anderen Meldungen bereits neuer ist als die »Fiji«-GPUs einer Radeon R9 390X, soll definitiv allen Intel-Grafikkernen der bis 2016 geplanten Prozessoren überlegen sein. Das wäre aufgrund der großen Erfahrung von AMD in diesem Bereich allerdings auch keine große Überraschung. Die modulare Bauweise der Zen-CPUs soll es AMD ermöglichen, einfach Prozessoren mit 16, 8 oder vier Kernen herzustellen.

Quelle: Fudzilla

Originalmeldung: Wie Webseite Fudzilla hat ohne Quellenangaben eine Folie veröffentlicht, die den Eindruck macht, sie stamme von AMD. Allerdings fehlen darauf der übliche AMD-Schriftzug und das Datum der Präsentation. Es ist also nicht ganz klar, ob die Angaben korrekt sind. Sollte das jedoch der Fall sein, so arbeitet AMD an einem wahren Monster-Prozessor für Hochleistungs-Server auf Basis der neuen »Zen«-Architektur.

Diese CPU soll bis zu 16 CPU-Kerne besitzen, die insgesamt 32 Threads verarbeiten können. Die dabei verwendete Technik soll in etwa Intels Hyper-Threading entsprechen. Jeder einzelne CPU-Kern soll 512 KByte L2-Cache besitzen, dazu kommen 8 MByte L3-Cache, die sich jeweils vier Kerne teilen. Das könnte darauf hindeuten, dass ein Zen-Quadcore ebenfalls 8 MByte L3-Cache bieten wird. Der neue Zen-Prozessor soll aber auch mit einer einem integrierten Grafikchip mit dem Codenamen »Greenland« ausgestattet sein, der mit bis 16 GByte High Bandwidth Memory (HBM) ausgestattet sein kann. So sollen bis zu 512 GByte pro Sekunde übertragen werden können. Diese integrierte GPU hätte damit so viel Videospeicher wie eine Geforce GTX Titan X, die allerdings Daten nur mit 336 GByte/s übertragen kann.

Der Memory-Controller der CPU unterstützt DDR4-RAM mit bis zu 3.200 MHz und vier Kanälen. Die Arbeitsspeicherkapazität kann pro Kanal 256 GByte betragen, so dass ein TByte an RAM theoretisch möglich wäre. Außerdem enthält die Folie Hinweise auf 64 PCI-Express-3.0-Lanes und SATA Express. Auch wenn diese Angaben stimmen sollten, handelt es sich bei diesem Prozessor vermutlich um das Flaggschiff für Server und Supercomputer, der allerdings dann trotzdem die Grundlage für die kleineren Versionen bilden dürfte. AMD wird die neuen Zen-Prozessoren wohl frühestens Ende 2016 auf den Markt bringen.

Quelle: Fudzilla


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