AMD Eyefinity: Spielen auf 24 Monitoren - Mit DirectX-11-Radeons

Wer nicht mehr weiß wohin mit seinem Geld, kann aufatmen. Einen großen Geldbeutel und ein riesiges Zimmer vorausgesetzt, können Sie mit AMDs neuen DirectX-11-Radeon-Modellen Spiele wie Crysis oder World of Warcraft auf bis zu 24 Monitoren gleichzeitig spielen.

von Hendrik Weins,
11.09.2009 16:11 Uhr

Wer nicht mehr weiß wohin mit seinem Geld, kann aufatmen. Einen großen Geldbeutel und ein riesiges Zimmer vorausgesetzt, können Sie mit AMDs neuen DirectX-11-Radeon-Modellen Spiele wie Crysis oder World of Warcraft auf bis zu 24 Monitoren gleichzeitig spielen - da kommt Freude auf.

Grundlage der neuen Technik bilden die kommenden DirectX-11-Grafikkarten von AMD. Die Radeon-Modelle können bis zu drei Monitore gleichzeitig ansteuern, spezielle Sondermodelle sollen gar sechs TFTs oder Fernseher mit Bildern beliefern. Koppeln Sie mehrere Grafikkarten, sind so Video-Wände mit bis zu 24 Monitoren möglich!

Wie eine Folie aus einer AMD-Präsentation zeigt, ist die bislang kaum verbreitete Videoschnittstelle Displayport immens wichtig. Denn wollen Sie an einer DirectX-11-Radeon drei Monitore betreiben, muss mindestens einer, steht Ihnen der Sinn nach sechs Monitoren, müssen vier per Displayport angeschlossen werden.

Spiele, die nicht auf eine fixe Anzahl von Auflösungen festgelegt sind, sollen die teils riesigen Bildschirmauflösungen aus dem Treibermodell von Windows auslesen und so ansteuern können. World of Warcraft mit drei 30-Zöllern in 7.680 x 3.200 Pixeln? Kein Problem mit Eyefinity.

Bislang funktionierte der Zusammenschluss von mehr als zwei Monitoren meist nur mit spezieller Hardware wie der TripleHead2Go von Matrox. Zwar funktioniert der Multi-Monitor-Betrieb nun auch mit Eyefinity, einen Vorteil hat die Matrox-Lösung aber immer noch: Das Auslassen des Monitorrahmens bei der Grafikberechnung. Wird mit Eyefinity ein Kreis auf vier Monitoren dargestellt und schneiden die Rahmen der Monitore quer durch das Bild, wirkt der Kreis nicht mehr rund, da die Rahmenbreite nicht zum Bild hinzugerechnet wird. Matrox TripleHead löst das Problem eleganter indem es das komplette Bild jedes Monitors leicht verschiebt, um die Rahmenbreite auszugleichen.

Matrox Mit einer Matrox TripleHead können Sie Monitorbilder bei Bedarf so verschieben, dass die Monitor-Rahmen in das Gesamtbild integriert werden. Vorteil: Runde Objekte bleiben rund und schräge Linie werden nicht in ihrem Verlauf durch die Rahmen gebrochen.

AMD Eyefinity Bei AMDs Eyefinity-Lösung stören die Monitorrahmen den Bildverlauf. Sieht der Kreis in der Matrox-Lösung noch rund aus, verzerren die Rahmen der TFTs bei AMDs Ansatz das Objekt. Das sprunghafte Verzerren an den Monitorkanten kann vorallem in bewegten Bildern nerven.

Eine Besonderheit von Eyefinity ist die Möglichkeit, Bildschirm-Gruppen zu erstellen. Haben Sie sechs Monitore zuhause, können Sie auf vieren spielen, auf den anderen beiden aber Programme wie den Browser oder den Email-Client laufen lassen. So haben Sie jederzeit alles im Blick. Dabei kommt Eyefinity wohl auch mit unterschiedlichen Monitoren zurecht und kann selbst einen Mix aus »normalen« Anzeigen und um 90 Grad gedrehten Monitoren darstellen.

Alles in allem eine interessante Technik, die in naher Zukunft aber wohl nur für die wenigsten Spieler interessant werden dürfte, denn wer hat schon mehr als zwei Monitore daheim.

AMD Eyefinity - Hersteller-Präsentation ansehen


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