AMD stellt Fiji vor - Radeon R9 Fury X ab 24. Juni für 649 US-Dollar (Update)

AMD hat auf seiner Veranstaltung seine neuen Grafikarten rund um die Radeon R9 Fury X und einen Mini-PC namens »Project Quantum« vorgestellt.

von Georg Wieselsberger,
17.06.2015 06:59 Uhr

Project Quantum war eine Überraschung: ein Mini-PC mit zwei Fiji-GPUs.Project Quantum war eine Überraschung: ein Mini-PC mit zwei Fiji-GPUs.

Update: Inzwischen gibt es auch die genauen technischen Daten zur AMD Radeon R9 Fury X, die dem entsprechen, was schon aus Gerüchten bekannt war. AMD hatte die Grafikkarte auch als Traum für Übertakter bezeichnet und die TDP von 275 Watt lässt tatsächlich viel Spielraum, da die Stromversorgung auf bis zu 375 Watt ausgelegt ist.

Die technischen Daten der neuen Radeon R9 Fury X.Die technischen Daten der neuen Radeon R9 Fury X.

Originalmeldung: Die AMD-Veranstaltung zur »neuen Ära des PC-Gaming« wurde von Richard Huddy, dem Chief Scientist Gaming, mit einem Überblick zur aktuellen Lage des PC-Gaming und neue Entwicklungen wie DirectX 12 und Vulkan gestartet. Danach kam Devon Nekechuk auf die Bühne und stellte mehrere neue Modelle der Radeon-R300-Serie vor. Die Einsteiger-Grafikkarte Radeon R7 360 mit 2 GByte GDDR5 ist kaum größer als der kleine Kühler mit einem Lüfter und soll für 109 US-Dollar angeboten werden. Die Radeon R7 370 mit 4 GByte verwendet einen Kühler mit zwei Lüftern und wird 149 US-Dollar kosten. Für anspruchsvollere Spieler wird es die Radeon R9 380 mit bis zu 4 GByte GDDR5 und ab 199 US-Dollar geben. Die Radeon R9 390 und die Radeon R9 390X besitzen 8 GByte GDDR5 und kosten 329 beziehungsweise 429 US-Dollar.

Nach der Vorstellung dieser Modelle kamen Kam Vedbrat von Microsoft, Raimond Arifianto von Lionhead und Adam Biessner von Stardock auf die Bühne und sprachen über die Vorteile von DirectX 12 und die Spiele Fable Legends und Ashes of the Singularity, die von der neuen Schnittstelle profitieren. Das nächste Thema war Virtual Reality und dazu sprach Anij Gosalia von Oculus VR darüber, wie wichtig die Grafikkarten-Leistung für Oculus Rift ist. Dank einer Zusammenarbeit mit Microsoft kann das VR-Headset einfach mit Windows 10 verbunden werden und Liquid VR von AMD sorgt für geringe Latenzen. Für ausreichend Leistung ist laut Gosalia mindestens eine Radeon R9 290 notwendig. Ryan Geddes von CCP stellte dann kurz das für VR entwickelte Eve Valkyrie vor und Katrina Craigwell präsentierte mit Neuro eine VR-Gehirnsimulation, die für Doktoren, Chirurgen aber auch für die Öffentlichkeit gedacht ist.

Die erste Überraschung des Abends hatte dann Chris Hook von AMD dabei, als er mit dem Mini-Rechner »Project Quantum« einen futuristisch aussehenden PC präsentierte, in dem gleich zwei Fiji-Grafikchips arbeiten. Der Mini-PC sei »vermutlich schneller als 99,9 Prozent aller PCs« und dabei kühl und leise. Quantum soll von AMD-Partnern angeboten werden, doch Hook nannte weder Preis noch Datum. Die von den meisten Anwesenden erwartete Vorstellung der Radeon R9 Fury X übernahm dann die Firmenchefin Lisa Su persönlich und kündigte nicht zwei, sondern gleich vier neue Grafikkarten an.

Die Radeon R9 Fury X mit Flüssigkeitskühlung soll besonders für Spielen in 4K oder 5K geeignet sein und bietet pro Watt die 1,5-fache Leistung einer Radeon R9 290X. Die etwas leistungsschwächere Version Radeon Fury ist luftgekühlt. Das trifft auch auf die überraschend vorgestellte Radeon R9 Nano zu, die eine ganz neue Klasse an Grafikkarten begründen soll. Die Leistung der nur etwas über 15 Zentimeter langen Karte soll deutlich über der einer Radeon R9 290X liegen – bei halbem Energieverbrauch. Außerdem wird es eine Dual-GPU-Grafikkarte mit Fiji geben, was nach der Vorstellung von »Projekt Quantum« auch zu erwarten war. Die Radeon R9 Fury X soll ab dem 24. Juni für 649 US-Dollar erhältlich sein, die Radeon R9 Fury kurz danach für 549 US-Dollar. Die Radeon Nano folgt im Sommer und die Dual-GPU-Grafikkarte im Herbst. Zu den letzten beiden Modellen gab es noch keinen Preis.

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