Angespielt - World in Conflict

Ein auf Multiplayer-Gefechte ausgelegtes Spiel will mit einer Solo-Kampagne auch Offline-Spieler fesseln -- das hat bislang nur in den seltensten Fällen wirklich geklappt. Der Entwickler Massive ( Ground Control ) probiert es mit World in Conflict -- und legt damit einen Strategiehit hin.

von Daniel Matschijewsky,
13.08.2007 11:40 Uhr

Ein auf Multiplayer-Gefechte ausgelegtes Spiel will mit einer Solo-Kampagne auch Offline-Spieler fesseln -- das hat bislang nur in den seltensten Fällen wirklich geklappt. Der Entwickler Massive (Ground Control) probiert es mit World in Conflict -- und legt damit einen Strategiehit hin.

Schon die erste Mission schlägt in Sachen Vielfalt und Tempo selbst C&C 3: Sie zerstören Humvees, befreien eingekesselte Soldaten, sichern ein Depot, erledigen per Artillerieschlag in Gebäuden verschanzte Infanteristen und pulverisieren Luftabwehrgeschütze. Leerlauf gibt’s keinen, stattdessen bekommen Sie in den etwa 30 bis 60 Minuten dauernden Missionen am laufenden Band neue Haupt- und Nebenaufgaben, die oftmals für Überraschungen sorgen.

Im Verlauf der Kampagne treffen Sie auf im Vergleich zu anderen Strategiespielen außergewöhnlich charakteristische Nebenfiguren, mit denen Sie sich dank der hervorragend gefilmten und geschnittenen Zwischensequenzen sehr gut identifizieren können. Machen Sie sich auf eine Reihe witziger, absurder und dramatischer Momente gefasst.

Besonders gelungen ist den Entwicklern die Bedienung: Dank der hervorragenden Kamerasteuerung haben Sie das Schlachtfeld stets gut im Blick, die Benutzeroberfläche ist übersichtlich und durchdacht.

Kleinere Kritikpunkte gibt es dennoch: Beispielsweise ist die Lernkurve etwas zu steil geraten. Nach dem leichten Anstieg haben Sie es schon in der dritten Mission mit gleich mehreren Brandherden zu tun -- zu knifflig für Strategie-Neulinge. Auch die KI enttäuscht auf hohem Niveau: Vor allem die Wegfindung macht größeren Einheitengruppen gelegentlich zu schaffen. Schade: Die 14 Solo-Missionen beschäftigen Sie nur etwa zehn bis zwölf Stunden. Danach müssen Sie sich wohl oder übel in die grandiosen Multiplayer-Gefechte stürzen. Dass die neue Maßstäbe im Genre setzen könnten, hat sich bereits in der Beta-Phase des Spiels heraus kristallisiert.

Einen ausführlichen Test nebst Video und Technik-Check gibt's in der kommenden GameStar-Ausgabe 10/2007. World in Conflict erscheint am 21. September.


Kommentare

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.

wird geladen ...

ALLE NEWS, VIDEOS UND SPIELE

Zur Themenseite Viel Spaß auf der Gamescom wünschen