Angespielt: Monsters vs. Aliens - Motivierende, abwechslungsreiche, wenn auch simple Filmumsetzung

Wir haben Activisions Action-Adventure Monsters vs. Aliens gespielt.

von Christian Fritz Schneider,
31.03.2009 15:00 Uhr

Ein Spiel zum Film verheißt selten Gutes und nach der eher bescheidenen Minispiele-Sammlung zum letzten Dreamworks-Streifen Madagascar 2 ist die Skepsis durchaus angebracht. Doch die Versoftung von Monsters vs. Aliens, der am Donnerstag bei uns im Kino anläuft, macht als einfallsreicher Genremix eine überraschend gute Figur – zumindest in den ersten beiden Anspielstunden. Zur Story: Die Erde wird von Aliens angegriffen, das Militär ist überfordert! Jetzt kann nur noch eine handvoll Monster den blauen Planeten retten, doch die müssen sich zunächst zusammenraufen und aus einem streng geheimen Hochsicherheitsgefängnis entfliehen. Nur gemeinsam können Gigantika, ein 15-Meter-Frau, Missing Link, das evolutionäre Bindeglied zwischen Fisch und Mensch, B.o.B, ein blauer Schleimklumpen mit viel Herz und wenig Hirn, die Riesenlarve Insektosaurus und der superschlaue Prof. Dr. Kakerlake entkommen und die außerirdischen Bedrohung zum Mars zurück schicken. Im Spiel wird die Handlung durch zahlreiche, teil echtzeitberechnete, teils vorgerenderte, aber stets sehr gut vertonte Zwischensequenzen weiter erzählt.

Sie übernehmen abwechselnd die Kontrolle über Gigantika, Missing Link und B.o.B, wobei jeder Charakter ein eigenes Genre repräsentiert. Als haushohe Gigantika schnallen Sie sich zwei Army-Jeeps unter die Füße und skaten wie in einem Rennspiel durch unterirdische Geheimanlagen und verwüstete Größstädte, weichen dabei Laserschranken und Kampfrobotern aus und grinden über Rails oder schlittern blitzschnell an Wänden entlang.
Missing Link geht es dagegen etwas langsamer an und vermöbelt seine Gegner wie in einer Simpelvariante von Devil May Cry. Nebenbei muss der Rüpel-Mutant kleine Schalterrätsel lösen und Raketensysteme übernehmen um sich neue Wege frei zu sprengen. Spezialangriffe und zusätzliche Aufgaben sorgen für weitere Abwechslung. So klettern wir den Arm eines riesigen Militärroborters hinauf, weichen dabei dicken Laserstrahlen aus und lösen per Reaktionstest die Befestigungsbolzen des Metallgelenks – am Besten mit dem Gamepad, denn die Steuerung per Tastatur ist in solchen Momenten etwas fummelig.

Der geleeartige Glibberklumpen B.o.B. darf sich zu guter Letzt auch mit einer beherzten Schwungattacke seiner Gegner erwehren, doch der Fokus der Abschnitte des blauen Wackelpuddings liegt klar bei den kleinen Denkeinlagen. B.o.B. kann nämlich auch an Decken entlang kriechen und Kisten oder Gegner in sich aufsaugen um mit den massiven Objekten im Bauch über Gitterstäbe hinweg zu gleiten, anstatt einfach hindurchzurutschen. So schlängeln wir uns durch Labyrinthe, lassen Kisten auf Schalter fallen und helfen nebenbei dem treudoofen Insektosaurus aus der Klemme. Belohnt werden wir für unsere Heldentaten mit leuchtenden Energiekugeln, die sich je nach Anzahl der zuvor eingesammelten Multiplikatoren in Punkte verwandeln. Diese lösen wir dann wiederum für neue Konzeptzeichnungen, Kommentare der Darsteller zu den Levels und zahlreiche Miniherausforderungen ein. So sorgt Monsters vs. Aliens ständig für Motivation und dank der schnellen Genrewechsel werden die grundsätzlich sehr simpel gehaltenen Spielelemente nicht zu schnell langweilig. Spieleprofis werden trotzdem unterfordert, besonders für jüngerere Fans des Films, die ihre Helden näher kennen lernen möchten und noch etwas länger an der Stimmung der Vorlage festhalten wollen, scheint die Umsetzung dagegen eine Empfehlung zu sein.

Den Test zu Monsters vs. Aliens lesen Sie demnächst auf GameStar.de

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