Aprilscherz soll Wirklichkeit werden - Dock macht iPhone zum iPad (Update)

Thinkgeek hatte sich eigentlich nur ein paar Lacher von seinem diesjährigen Aprilscherz erwartet.

von Georg Wieselsberger,
17.04.2010 12:56 Uhr

Doch die Reaktionen auf das iCade iPad Arcade Cabinet, mit dem man angeblich alte Spielhallen-Klassiker auf dem iPad spielen konnte, fielen derart positiv aus, auch bei denjenigen, die das Angebot als Scherz erkennt hatten, dass der Online-Händler eine Stellungnahme herausgab.

Das iCade stellt den erfolgreichsten Aprilscherz dar, dein Thinkgeek je veröffentlicht habe, noch nie habe man so viel in Foren, auf Twitter oder in Blogs darüber geschrieben. Reaktionen bekannter Webseiten fielen meist positiv aus. Bei Slashgear hatte man das iCade als »Fake, aber mit echten Möglichkeiten« bezeichnet, bei Waxy nennte hielt man den Scherz für »besonders grausam, da ein so herrlicher Einfall unbedingt existieren muss«. Selbst der Engadget-Chefredakteur schrieb auf Twitter: „Ich wünschte SO das iCade wäre echt«.

Thinkgeek stellte nun klar, das man auch gerne eine echte Version des iCade produzieren würde, es aber eine Menge technischer Hürden gebe, die dem im Weg stehen könnten. Sollte Apple beispielsweise einen Emulator auf MAME-Basis für das iPad verbieten, dann müsse man bei Thinkgeek selbst Software für das iCade schreiben, damit andere Programmierer in ihre iPad-Spielen das iCade unterstützen könnten. Das würde die Anzahl der Spiele für das iCade aber einschränken.

Es müsse sichergestellt werden, dass es genug Spiele gäbe, ansonsten wäre das iCade kaum zu verkaufen. Man müsste auch an der Ergonomie, dem Blickwinkel und der Platzierung des Joysticks arbeiten. Das wäre alles lösbar. Aber aktuell kann Thinkgeek nichts Verbindliches dazu sagen, ob man versuchen wird, das dem Aprilschert iCade ein reales Produkt werden zu lassen, so Ty Liotta, für Merchandising bei Thinkgeek zuständig, doch es wäre möglich.

Update 09.04.2010

Ein weiterer Aprilscherz stellt sich als durchaus ernsthaftes Produkt heraus. Das Pad-Dock von Iwantoneofthose, das aus einem iPhone ein iPad machen sollte, existiert zwar nicht, doch ein anderer Hersteller hatte die gleiche Idee.

Das britische Unternehmen Elonex präsentierte laut The Inquirer auf der Gadget Show in Birmingham das Idock XL.Das Gerät besitzt einen 10-Zoll-Bildschirm und soll mit einer Batterieladung bis zu acht Stunden auskommen. Das iPhone wird in das Gerät unterhalb des LCDs eingesetzt, das dann die Darstellung übernimmt oder auch als zweiter Bildschirm dienen kann.

Eine spezielle Software von Elonex ermöglicht laut Firmenchef Nick Smith sogar die Nutzung von iPad-Programmen. Da Apple dafür aber keine Erlaubnis erteilen würde, dürfe man diese Funktion nicht offiziell anbieten. Die Software sei aber im Internet verfügbar. Das Idock XL soll 149 britische Pfund kosten, umgerechnet knapp 170 Euro.

Update 17.04.2010

Das Idock XL existiert tatsächlich, soweit man dies nach einem Video über das Gerät beurteilen kann. Der Hersteller Elonex hat das Video in seinem eigenen YouTube-Channel veröffentlicht, das das Idock XL in Aktion zeigt.

Idock XL ansehen

Allerdings ist eine tatsächliche Übereinstimmung zwischen der Darstellung auf dem eingesetzten iPhone und dem Bildschirm des Idock XL kaum festzustellen. Dies könnte allerdings auch daran liegen, dass hier nur ein Film abgespielt wird, der nicht auf dem iPhone selbst angezeigt wird. Zumindest handelt es sich bei dem Idock XL nicht um einen verlängerten Aprilscherz, sondern um ein echtes Produkt.

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