Augmented Reality - Neue Displaytechnik erhöht den Sichtbereich

AR-Lösungen wie Google Glass scheitern bislang an den bislang verfügbaren Mini-Displays, die nur kleine Einblendungen am Rande des Sehfeldes ermöglichen. Das könnte sich mit einer neu entwickelten Bildschirmtechnik ändern.

von Dennis Ziesecke,
29.06.2015 11:22 Uhr

Das Fraunhofer-Institut entwickelt neue Displaytechnologien für AR-Brillen (Bildquelle: Fraunhofer-IOF)Das Fraunhofer-Institut entwickelt neue Displaytechnologien für AR-Brillen (Bildquelle: Fraunhofer-IOF)

Im Fraunhofer Institut für angewandte Optik und Feinmechanik (IOF) in Jena wird an einer AR-Brille gearbeitet, die das gesamte Blickfeld des Nutzers ausfüllen kann. Dazu wird eine für den Anwender unsichtbare Gitterstruktur auf die Brillengläser aufgebracht. Diese arbeitet als Lichtleiter und soll so das gesamte Blickfeld nutzen. Dabei sei die Technik bereits industriell erprobt und kostengünstig herzustellen.

Zudem lässt sich die Brille per App auf weitsichtige Nutzer einstellen. Ensprechende Softwareverzerrungen können das Bild für fehlsichtige Anwender scharf stellen, so, dass sogar eine herkömmliche Sehhilfe wegfallen kann. Sehfehler wie Astigmatismus oder Kurzsichtigkeit könne die Brille zumindest teilweise ausgleichen.

Die Forscher sehen ein großes Anwendungsfeld vom Einsatz in touristischen Führungen, bei denen reale Bilder um Hinweise zur jeweiligen Sehenswürdigkeit ergänzt werden können, bis hin zu Nutzungen im Büroalltag oder in der Industrie. Und auch der Einsatz für Spiele dürfte nicht lange auf sich warten lassen.

Quellen: Fraunhofer IOF, Telepolis


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