Australische Provider wehren sich gegen Filmindustrie - „Filmstudios selbst schuld an illegalen Downloads“

Nachdem der australische Provider iiNet wegen Beihilfe zu Urheberrechtsverletzungen verklagt wurde, weil er den Download von Filmen über Filesharing-Dienste nicht unterbindet, geht die Western Australien Internet Association (WAIA) nun in die Offensive.

von Georg Wieselsberger,
11.12.2008 13:06 Uhr

Nachdem der australische Provider iiNet wegen Beihilfe zu Urheberrechtsverletzungen verklagt wurde, weil er den Download von Filmen über Filesharing-Dienste nicht unterbindet, geht die Western Australien Internet Association (WAIA) nun in die Offensive. Die Filmindustrie selbst sei die Ursache für illegale Downloads, da sie das Internet ablehne. Neue Musikalben seien am ersten Tag beispielsweise bei iTunes zu haben, neue Filme jedoch ausschließlich im Kino zu sehen. Selbst Filme, die in Videotheken erhältlich seien, wären in Australien online nicht verfügbar, weil die Filmindustrie keine Erlaubnis erteile. Daher würden sie Anwender die Dinge selbst in die Hand nehmen und notfalls bei Sperrung durch einen Provider einfach zu einem neuen Anbieter wechseln. Die Provider wollen auch nicht von der Filmindustrie für deren Zwecke eingespannt werden.

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