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Bestenliste: CPUs für Spiele - Prozessoren Rangliste Oktober 2017

In unserer Kaufberatung zu den besten Gaming CPUs empfehlen wir Prozessoren zu verschiedenen Preisen - mit Performance Rangliste und den neuen Coffee-Lake-CPUs wie dem i7 8700K.

von Christoph Liedtke,
13.10.2017 16:32 Uhr

Empfehlung des Monats: Der Ryzen 5 1600 mit sechs Kernen und 12 Threads stellt für Spieler momentan eine sehr gute Wahl dar. Zum Preis von rund 200 Euro ist er in etwa gleich teuer wie der kürzlich vorgestellte Intel Core i5 8400 mit sechs Kernen. Da der Core i5 8400 aber noch voraussichtlich bis Ende November kaum bis gar nicht im deutschen Handel verfügbar sein wird, empfehlen wir den Ryzen 5 1600 auch in diesem Monat.Empfehlung des Monats: Der Ryzen 5 1600 mit sechs Kernen und 12 Threads stellt für Spieler momentan eine sehr gute Wahl dar. Zum Preis von rund 200 Euro ist er in etwa gleich teuer wie der kürzlich vorgestellte Intel Core i5 8400 mit sechs Kernen. Da der Core i5 8400 aber noch voraussichtlich bis Ende November kaum bis gar nicht im deutschen Handel verfügbar sein wird, empfehlen wir den Ryzen 5 1600 auch in diesem Monat.

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Update Oktober 2017: Wir haben unsere Kaufberatung aktualisiert und berücksichtigen darin jetzt auch die neuen Coffee-Lake-Prozesoren von Intel, die seit dem 5. Oktober erhältlich sind. Im Test des Intel Core i7 8700K wird deutlich, dass Intel mit sechs Kernen in Spielen zwar nur wenig drauflegen kann, in Anwendungsszenarien und in Sachen Zukunftssicherheit aber deutlich zulegt.

Die neuen Coffee-Lake-CPUs sind aber praktisch nicht erhältlich und vor allem die interessanten Modelle derzeit vergriffen. Von einer besseren Verfügbarkeit gehen wir erst gegen Mitte oder gar Ende November aus.

Kurzfristig lieferbar ist einzig allein der Core i3 8350K. Zum Preis von rund 190 Euro bietet die CPU zwar einen einen freien Multiplikator, aber nur vier Kerne ohne SMT und ist damit zum momentanen Preis unattraktiv, gibt es doch den Core i3 8100 mit ebenfalls vier Kernen für 125 Euro und den Core i5 8400 mit sechs Kernen für unter 200 Euro – zumindest wenn die beiden CPUs dann auch verfügbar sind.

Obwohl Coffee Lake wie Skylake und Kaby Lake auf den Sockel LGA 1151 setzt, wird ein neues Mainboard mit den Chipsätzen der 300er-Serie von Intel benötigt, ältere Prozessoren sind zudem nicht kompatibel. Derzeit sind nur Mainboards mit dem für Übertakter notwendigen Z370-Chipsatz erhältlich, entsprechende Mainboards kosten mindestens 100 Euro.

Beim Kauf einer Coffee-Lake-CPU seid Ihr also bis zum 1. Quartal 2018 auf den Z370-Chipsatz angewiesen, auch wenn Ihr keinen Prozessor mit »K«-Zusatz erwerbt. Im neuen Jahr folgen die günstigeren und um ein paar, meist irrelevante Features (wenn man nicht übertakten will) beschnittenen Chipsätze H370 und H310.

Wir empfehlen daher momentan beim Kauf eines neuen Intel Prozessors auf jeden Fall zu einem Coffee-Lake-Modell zu greifen und daher lieber noch etwas Wartezeit in Kauf zu nehmen, als zu den Intel-CPUs der Vorgängergeneration wie dem i7 7700K zu greifen. AMD hat den Preis der Ryzen-CPUs als Reaktion auf Coffee Lake bereits gesenkt und bietet aktuell in allen Preisbereichen attraktive und auch lieferbare Ryzen-CPUs.

In unserer Empfehlung für Gaming-CPUs lassen wir sehr günstige Budget-Prozessoren größtenteils links liegen. In einem Spiele-PC sollte heute auch bei sehr beschränktem Budget möglichst ein Vierkern-Prozessor verbaut sein, schon aufgrund der wesentlich höheren Zukunftssicherheit. Außerdem arbeitet der PC dann auch flotter, wenn Ihr mehrere Programme gleichzeitig nutzt.

Allerdings hat Intel mit der mit dem günstigen Pentium G4560 durchaus noch interessante, weil recht schnelle Dual-Core-Prozessoren im Preissegment unter 100 Euro im Angebot, die dank Hyperthreading vier Threads bearbeiten können und in den meisten aktuellen Titeln noch mehr als ausreichend Leistung liefern. Manche Spiele mit deutlich höherer Multi-Core-Auslastung laufen aber in maximalen Details nicht mehr ganz flüssig auf den Pentiums – wer kann, greift deshalb besser zu einem Prozessor mit vier oder mehr Kernen.

Außerdem beschränken wir unsere Empfehlungen auf die weit verbreiteten und aktuell mit neuen Prozessoren versorgten Plattformen von AMD mit AM4 und Intel (primär Sockel 1151), sofern sie in den entsprechenden Preisbereichen angeboten werden.

Fusion-APUs mit relativ leistungsfähiger integrierter DX11-Grafikeinheit wie der AMD A10 7850K sind für Einsteiger-PCs geeignet, benötigen aber auch ein Mainboard mit Sockel FM2, der weder die flotteren FX-Prozessoren (Sockel AM3+) noch die neuen Ryzen-CPUs (Sockel AM4) unterstützt. Da eine Kombination aus CPU und separater Grafikkarte jedoch viel leistungsfähiger ist, greifen Spieler ohnehin besser nicht zu einer APU.

Für Spiele-Systeme bietet AMD aber trotzdem wieder eine Alternative zu Intel: Seit Anfang März 2017 sind die Ryzen-7-Prozessoren auf dem Markt, Mitte April folgten die Ryzen-5-CPUs, Ende Juli Ryzen 3. In Spielen können sie zwar noch nicht immer ihr ganzes Potenzial abrufen, was manche Entwickler wie im Falle von Ashes of the Singularity, Total War: Warhammer oder Rise of the Tomb Raider bereits mit passenden Patches angehen. Aufgrund der hohen Kernzahl zu einem vergleichsweise niedrigen Preis und der damit verbundenen Zukunftssicherheit stellt Ryzen aber in den meisten Fällen ein gutes Gesamtpaket dar.

Rangliste CPU Performance Spiele

Performance Rating: Full HD
Durchschnitt (RotTR nur DX12, Deus Ex: MD nur DX11)

  • durchschnittliche fps
  • minimale fps
Core i7 6900K 3,2 GHz, 8C/16T
127
105
Core i7 5960X 3,0 GHz, 8C/16T
123
101
Core i7 8700K 3,7 GHz, 6C/12T
121
101
Core i9 7900X 3,3 GHz 10C/20T
121
98
Core i7 7820X 3,6 GHz, 8C/16T
121
95
Core i7 7700K 4,2 GHz, 4C/8T
118
95
Core i7 7740X 4,3 GHz, 4C/8T
118
94
Core i7 6700K 4,0 GHz, 4C/8T
114
96
Core i7 4790K 4,0 GHz, 4C/8T
106
80
Ryzen 7 1800X 3,6 GHz, 8C/16T
102
82
Ryzen Threadripper 1950X 3,4 GHz, 16C/32T
101
81
Ryzen 5 1600X 3,6 GHz, 6C/12T
101
80
Ryzen 7 1700X 3,4 GHz, 8C/16T
99
78
Ryzen 5 1600 3,2 GHz, 6C/12T
98
74
Core i5 7600K 3,8 GHz 4C/4T
97
77
Ryzen 7 1700 3,0 GHz, 8C/16T
96
78
Core i7 2600K 3,5 GHz, 4C/8T
93
73
Core i5 7500 3,4 GHz, 4C/4T
93
72
Ryzen 5 1500X 3,5 GHz, 4C/8T
88
69
Core i3 7350K 4,2 GHz, 2C/4T
83
64
FX 8350 4,0 GHz, 8C/8T
77
60
Ryzen 3 1300X 3,4 GHz, 4C/4T
71
52
Pentium G4560 3,5 GHz 2C/4T
68
49
FX 6300 3,5 GHz, 6C/6T
67
56
Ryzen 3 1200 3,1 GHz, 4C/4T
65
48
  • 0
  • 26
  • 52
  • 78
  • 104
  • 130

WQHD
Durchschnitt (RotTR nur DX12, Deus Ex: MD nur DX11)

  • durchschnittliche fps
  • minimale fps
Core i7 6900K 3,2 GHz, 8C/16T
90
81
Core i7 5960X 3,0 GHz, 8C/16T
89
78
Core i7 8700K 3,7 GHz, 6C/12T
88
77
Core i7 7700K 4,2 GHz, 4C/8T
88
77
Core i7 7740X 4,3 GHz, 4C/8T
88
76
Core i9 7900X 3,3 GHz 10C/20T
88
76
Core i7 7820X 3,6 GHz, 8C/16T
88
74
Core i7 6700K 4,0 GHz, 4C/8T
87
76
Core i7 4790K 4,0 GHz, 4C/8T
85
72
Ryzen 7 1800X 3,6 GHz, 8C/16T
85
72
Ryzen Threadripper 1950X 3,4 GHz, 16C/32T
85
71
Ryzen 5 1600X 3,6 GHz, 6C/12T
84
71
Core i5 7600K 3,8 GHz 4C/4T
83
71
Ryzen R7 1700X 3,4 GHz, 8C/16T
83
69
Ryzen 5 1600 3,2 GHz, 6C/12T
83
65
Ryzen 7 1700 3,0 GHz, 8C/16T
82
70
Core i7 2600K 3,5 GHz, 4C/8T
82
67
Core i5 7500 3,4 GHz, 4C/4T
81
68
Ryzen 5 1500X 3,5 GHz, 4C/8T
79
65
Core i3 7350K 4,2 GHz, 2C/4T
76
60
FX 8350 4,0 GHz, 8C/8T
73
57
Ryzen 3 1300X 3,4 GHz, 4C/4T
67
49
Pentium G4560 3,5 GHz 2C/4T
65
50
FX 6300 3,5 GHz, 6C/6T
64
46
Ryzen 3 1200 3,1 GHz, 4C/4T
63
44
  • 0
  • 18
  • 36
  • 54
  • 72
  • 90

Insgesamt
Durchschnitt (RotTR nur DX12, Deus Ex: MD nur DX11)

  • durchschnittliche fps
  • minimale fps
Core i7 6900K 3,2 GHz, 8C/16T
109
93
Core i7 5960X 3,0 GHz, 8C/16T
106
90
Core i7 8700K 3,7 GHz, 6C/12T
105
89
Core i9 7900X 3,3 GHz 10C/20T
104
87
Core i7 7820X 3,6 GHz, 8C/16T
104
85
Core i7 7700K 4,2 GHz, 4C/8T
103
86
Core i7 7740X 4,3 GHz, 4C/8T
103
85
Core i7 6700K 4,0 GHz, 4C/8T
100
86
Core i7 4790K 4,0 GHz, 4C/8T
95
76
Ryzen 7 1800X 3,6 GHz, 8C/16T
93
77
Ryzen Threadripper 1950X 3,4 GHz, 16C/32T
93
76
Ryzen 5 1600X 3,6 GHz, 6C/12T
92
75
Ryzen R7 1700X 3,4 GHz, 8C/16T
91
74
Core i5 7600K 3,8 GHz 4C/4T
90
74
Ryzen 5 1600 3,2 GHz, 6C/12T
90
69
Ryzen 7 1700 3,0 GHz, 8C/16T
89
74
Core i7 2600K 3,5 GHz, 4C/8T
88
70
Core i5 7500 3,4 GHz, 4C/4T
87
70
Ryzen 5 1500X 3,5 GHz, 4C/8T
84
67
Core i3 7350K 4,2 GHz, 2C/4T
80
62
FX 8350 4,0 GHz, 8C/8T
75
59
Ryzen 3 1300X 3,4 GHz, 4C/4T
69
51
Pentium G4560 3,5 GHz 2C/4T
67
49
FX 6300 3,5 GHz, 6C/6T
66
51
Ryzen 3 1200 3,1 GHz, 4C/4T
64
46
  • 0
  • 22
  • 44
  • 66
  • 88
  • 110

CPUs bis 150 Euro

In diesem Preisbereich haben wir lange Zeit AMDs FX-Prozessoren für den Sockel AM3+ empfohlen, auch weil Intel hier maximal Dual-Core-CPUs im Portfolio hatte. Da es jedoch keine neuen Prozessoren mehr für diesen in die Jahre gekommenen Sockel gibt und mittlerweile auch AMDs günstige Ryzen-3-Prozessoren erschienen sind, raten wir nicht mehr zum Kauf von FX-CPUs. Wenn Sie bereits einen FX-PC besitzen, lohnt sich ein Wechsel zu Ryzen 3 mit Blick auf die Performance allerdings eher nicht, wie unser Test des Ryzen 3 1300X zeigt.

Intel bietet seit der kürzlich erschienenen Coffee-Lake-Generation in diesem Preisbereich erstmals vier Kerne an, dafür hat der Prozessor-Hersteller aber SMT für die Core-i3-Modelle gestrichen. Einen Nachfolger für den Pentium G4560 aus der Kaby-Lake-Generation ist noch nicht veröffentlicht, die CPU eignet sich aber auch weiterhin dank SMT für einen günstigen Spiele-PC. Allerdings setzt Intel mit Coffee Lake auf neue Chipsätze und Mainboards, sodass Kaby-Lake-Mainboards nicht weiter aufrüstbar und Coffee-Lake-Mainboards derzeit auf den relativ teuren Z370-Chipsatz beschränkt sind.

Intel Pentium G4560

Intels Dual-Core Pentium G4560 kostet nur etwa 70 Euro (wobei er momentan aufgrund von Lieferschwierigkeiten erst ab circa 80 Euro zu haben ist), er hat aber trotzdem Hyperthreading zur virtuellen Kernverdoppelung zu bieten. Ein Novum bei den Pentium-Prozessoren, dass sie durchaus auch für Spieler mit kleinem Budget interessant macht. Die beiden Kerne takten mit 3,5 GHz, einen Turbo-Boost gibt es nicht.

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Intel Core i3 8100

Intel hebt mit der Coffee-Lake-Generation die Kernzahl an: Der Core i3 8100 für 125 Euro ist der günstigste Intel Prozessor mit vier echten Kernen, sein Basistakt beträgt 3,6 GHz, auf einen Turbo-Boost muss die CPU hingegen genau wie auf eine virtuelle Kernverdoppelung (SMT) verzichten.

Unsere vorige Empfehlung Core i3 7100 besitzt mit 3,9 GHz einen höheren Takt, eine etwas schnellere integrierte Grafikeinheit und ist rund 25 Euro preiswerter. Beim Kauf eines Mainboards wird außerdem Geld gespart, da die Kaby-Lake-CPU mit vielen Chipsätzen gepaart werden kann, für Coffee Lake stehen derzeit nur Mainboards mit Z370-Chipsatz bereit.

Trotzdem empfehlen wir das aktuelle Modell Core i3 8100 samt neuen Chipsatz, um auch bei einem eventuellen Prozessor-Upgrade für kommende Generationen gewappnet zu sein.

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AMD Ryzen 3 1200/1300X

Nach Ryzen 7 im März 2017 und Ryzen 5 im April sind Ende Juli zwei günstigere Ryzen-3-Modelle erschienen. Der Ryzen 3 1300X kostet etwa 120 Euro, der Ryzen 3 1200 100 Euro. Genau wie Intel bietet AMD in diesem Preisbereich vier Kerne, verzichtet aber ebenso auf SMT.

Der Ryzen 3 1300X taktet unter typischer Spielelast meist mit 3,6 GHz und erreicht in unseren Benchmarks ein knapp besseres Ergebnis als der Pentium G4560. Durch einen deutlich niedrigeren Takt von 3,1 GHz ist der Ryzen 3 1200 in Spielen ungefähr zehn Prozent langsamer als der 1300X. Er verfügt aber wie alle Ryzen-Prozessoren über einen freien Multiplikator, wodurch er sich leicht übertakten lässt. In den meisten Fällen sollte er so das Leistungsniveau des Ryzen 3 1300X erreichen können. Wer sich das Übertakten zutraut, der kann also etwas Geld sparen und zum Ryzen 3 1200 greifen.

Ebenfalls ein wichtiger Faktor: Die AM4-Plattform bietet bereits jetzt schon sinnvolle Aufrüst-Möglichkeiten in Form von CPUs mit sechs und acht Kernen. Es stehen auch mehrere Chipsätze und Mainboards zur Auswahl, die preiswerter als aktuelle Coffee-Lake-Bretter mit Z370-Chipsatz ausfallen. Zudem wird auch die nächste Zen-Generation sehr wahrscheinlich diese Plattform nutzen.

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