Black Mirror 2 - Willow Creek, wie hast du dich verändert!

Aus dem Örtchen Willow Creek wird im Adventure-Nachfolger Black Mirror 2 eine Attraktion für Gruseltouristen.

von Christian Schmidt,
23.08.2008 15:38 Uhr

Dörfchen wie das abgelegene Willow Creek in der englischen Pampa nennt der Geograph »strukturschwacher ländlicher Raum«. Da dürfte es nicht verwundern, dass das Dörfchen aus dem Adventure Black Mirror (2004) nach jedem Strohhalm greift, um mehr Wirtschaftskraft aufzubauen. Ganz konsequent also, was aus Willow Creek im Adventure-Nachfolger Black Mirror 2 geworden ist, der zwölf Jahre nach den Ereignissen aus dem ersten Teil spielt: eine Attraktion für Gruseltouristen.

Sie erinnern sich vielleicht: Im ersten Black Mirror waren Willow Creek und Umgebung die Schauplätze mysteriöser Morde, die der Protagonist Samuel Gordon schließlich auf einen Fluch zurückführte, der auf seiner Familie lag. Die Geschichte endete düster.

Seitdem hat sich Willow Creek zum kitschigen Museum für Horror-Voyeure entwickelt, denn das Örtchen lockt in Black Mirror 2 mit schier unwiderstehlichen Attraktionen. Dem neuen Fluch-Museum zum Beispiel, in dem Animatronik-Puppen mit ruckhaften Bewegungen die Morde nachstellen. Oder dem ehemaligen Senatorium, das zum Hotel umgebaut wurde und nun unter dem Namen »Gordon Palace« firmiert. Und natürlich steht auch Das Schloss der Gordons noch, Black Mirror Castle, zu dem die Touristen pilgern.

Das auf diese augenzwinkernde Weise »modernisierte« Willow Creek erfüllt in Black Mirror 2 gleich mehrere Zwecke. Zum einen verspricht es eine gute Balance zwischen Wiedererkennungswert und inhaltlicher Abwechslung im Vergleich zum Vorgänger, zum anderen richtet es sowohl an neue Spieler als auch Kenner des ersten Teils. Erstere Erfahren in Museum und Co. auf angenehme Art, was im Vorgänger passiert ist; letztere dürften Freude an den zahlreichen Anspielungen haben, die es in und um Willow Creek zu entdecken gibt.

Black Mirror 2 ist derzeit für Herbst 2009 geplant.


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