Blizzard - Mike Morhaime verteidigt Activision-Chef Bobby Kotick

Unter Spielern hat Activision-CEO Bobby Kotick einen schlechten Ruf. Mike Morhaime von Blizzard empfindet Koticks Rolle als Buhmann der Branche als unangebracht.

von Martin Le,
29.03.2011 17:27 Uhr

Das schlechte Image von Bobby Kotick ist laut Morhaime »weder fair noch zutreffend«.Das schlechte Image von Bobby Kotick ist laut Morhaime »weder fair noch zutreffend«.

In einem Interview mit der Branchenseite MCV hat Blizzard-Chef und Mitbegründer Mike Morhaime seinen Boss Boby Kotick in Schutz genommen. Morhaime zufolge ist der schlechte Ruf des Activision Blizzard-CEOs nicht gerechtfertigt. Die Meinungen zu Kotick basierten zumeist auf falschen oder unvollständigen Informationen.

»Da habe ich einen Vorteil, denn ich kenne Bobby persönlich und wir haben oft lange und tiefgehende Gespräche. Meine Sichtweise ist daher nicht auf kleine Gesprächsfetzen, die aus dem Kontext gerissen wurden, reduziert«, erklärt Morhaime seinen Standpunkt. »Ich kann nur sagen, dass Bobby Blizzard sehr unterstützt und dass wir eine großartige Beziehung zueinander haben. Meiner Meinung nach ist das öffentliche Bild, dass viele Leute von ihm haben, weder fair noch zutreffend.«

Ende 2007 hatte Vivendi seine Spielesparte Vivendi Games, zu der Blizzard gehörte, an Activision übergeben und im Austausch dafür ein großes Aktienpaket gekauft, das Vivendi die Mehrheit an Activision gab. Nachdem Activision sich die Vivendi-Spiele einverleibt hatte, nannte sich die Firma Activision Blizzard. Für Morhaime war es nach dem Zusammenschluss damals wie heute wichtig, dass er seinen Betriebsbereich Blizzard autonom führen kann. Und er wurde nicht enttäuscht:

»Wären wir nicht davon überzeugt gewesen, dass Bobby und Activision das Besondere an Blizzard Entertainment sehen und unsere Ideen unterstützen würden hätten wir das Geschäft nicht so leicht mitgemacht. Aber wir haben daran geglaubt, dass es aus den richtigen Gründen passiert ist – das sich die zwei Firmen gut ergänzen und wir nicht unsere kreative Unabhängigkeit aufgeben müssen. Und so ist es dann auch gelaufen.«

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