Britisches Parlament Conficker-verseucht - Unerlaubte Geräte im Netzwerk

Das britische Parlament leidet unter dem Conficker-Wurm, vermutlich wegen nicht ausreichender Schutzmaßnahmen.

von Georg Wieselsberger,
29.03.2009 12:07 Uhr

Wie der IT-Leiter des britischen Parlamentes in einer internen und inzwischen an die Öffentlichkeit geratenen Mitteilung an die Parlamentarier bekanntgab, hat sich der Conficker-Wurm im Netzwerk der Volksvertretung verbreitet. Das Netzwerk sei dadurch langsamer und einige Konten sogar gesperrt worden. Man arbeite nun mit Partnern zusammen, um den Wurm zu entfernen, befallene Rechner schnell zu säubern und eine erneute Infektion zu verhindern.

Erstaunlich ist, dass der Director of Parliamentary ICT dazu auffordert, unerlaubte Geräte aus dem Netzwerk zu entfernen und zumindest eine Zeit lang auch keine USB-Sticks oder MP3-Player an die PCs anzuschließen. Selbst Router, die in Privathaushalten verwendet werden, ermöglichen es, den Zugang nicht autorisierter Geräte zu verhindern. Dass dies bei einem Netzwerk dieser Größe nicht geschieht, hat inzwischen zu Kritik von Sicherheitsexperten geführt.

Auch die Verwendung von USB-Sticks oder MP3-Playern im Parlament scheint nicht kontrolliert zu werden, damit besteht die Möglichkeit des Datendiebstahls. Sarkastisch wurde aber von den Kritikern darauf hingewiesen, dass man Daten ohnehin andauernd auf CDs oder DVDs verliere, ein Verbot von USB-Sticks also kaum etwas bewirken würde. Zu guter Letzt bleibt die Frage, wieso die Rechner im britischen Parlament nicht über alle Updates und eine aktuelle Antiviren-Software verfügen, die eine derartige Infektion verhindert hätten.

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