Clodogame - Französischer Politiker gegen »Penner-Spiel«

Die Obdachlosen-Simulation Clodogame soll verboten werden. Das versucht der französische Staatssekretär für Wohnungs- und Städtebau, Benoît Apparu, zu erwirken.

von Michael Obermeier,
01.09.2009 11:58 Uhr

Der französische Staatssekretär Benoît Apparu geht gegen das Browserspiel Clodogame vor und möchte das Spiel verbieten lassen. Dies berichtet die Website Nouvel Obs.com. Der Grund: In Clodogame übernimmt der Spieler die Rolle eines Obdachlosen in Paris und muss durch betteln letztendlich zum »Schlossherren von Versailles« aufsteigen. Dabei soll laut Aussage von Apparu jedoch die Menschenwürde der Obdachlosen verletzt und durch die Verbreitung von »gemeinsten Klischees« die Arbeit von gemeinnützigen Organisationen zunichte gemacht werden. Derzeit lässt Apparu von der juristischen Abteilung seines Ministeriums für Wohnungs- und Städtebau prüfen, ob und wie gegen Clodogame vorgegangen werden kann.

Einen ähnlichen Fall gab es auch im vergangenen Jahr in Deutschland. Damals hatte die SPD-Politikerin Ksenija Bekeris versucht das inhaltsgleiche Browserspiel »Pennergame« aus den gleichen Gründen zu verbieten.

Der Betreiber beider Spiele, die Farbflut Entertainment GmbH, streitet alle Vorwürfe ab und beteuert das Spiel sei auf einem »zweiten Niveau« angesiedelt. Schon bei der Pennergame-Affäre hatte Farbflut betont zu wissen, dass »Obdachlosigkeit ein Problem und« ein heikles Thema" sei.


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