Crysis - Wir haben es gespielt

Wir haben es häufig gesehen, noch häufiger drüber gesprochen, jetzt haben wir es endlich gespielt: Crysis. Rund eine halbe Stunde durften wir am E3-Stand von Electronic Arts durch den ersten Level toben, Unterstützung bekamen wir dabei von Bernd Diemer, Lead Designer bei Eintwickler Crytek.

von Frank Maier, Heiko Klinge, Michael Graf,
12.07.2007 02:50 Uhr

Wir haben es häufig gesehen, noch häufiger drüber gesprochen, jetzt haben wir es endlich gespielt: Crysis. Rund eine halbe Stunde durften wir am E3-Stand von Electronic Arts durch den ersten Level toben, Unterstützung bekamen wir dabei von Bernd Diemer, Lead Designer bei Eintwickler Crytek.

Unser Auftrag: Wir sollen eine Radarstation zerstören und dann einen Kontaktmann treffen. Bevor wir uns der Station nähern, machen wir uns mit dem Nanosuit vertraut. Ein Druck auf die mittlere Maustaste, schon erscheint ein derzeit noch etwas unpräzises Kreismenü, in dem wir zwischen vier unterschiedliche Verstärkungen für unseren Superanzug wählen: Geschwindigkeit, Kraft (lässt uns höher springen), Tarnung oder Verteidung. Wir entscheiden uns beim Angriff auf die Radarstation für Letzteres. Aus der Deckung heraus feuern wir mit einen Schnellfeuergewehr samt aufmontiertem Zielfernrohr auf die Antenne. Zwei leergeschossene Magazine später purzeln die Überreste physikalisch korrekt das Stationsdach herunter. "Das war die brachiale Methode", lacht Bernd Diemer, "du hättest auch ins Gebäude schleichen und den Radarcomputer abschalten können." Der Nachteil unserer Variante: Lärm. Aus allen Häusern stürmen nordkoreanische Soldaten heraus und laufen zielstrebig zur Quelle des Rabatzes, also uns. Die KI ist beeindruckend: Unsere Gegner suchen Deckung, nehmen uns die Zange. Einer schafft es sogar, sich in unseren Rücken zu schleichen. Ein Schlag mit dem Gewehrkolben (T-Taste) schickt ihn gerade noch rechtzeitig zu Boden.

Das Gefecht ist vorbei, wir haben überlebt. Als Nächstes benötigen wir ein Fahrzeug, um zum weit entfernten Treffpunkt zu gelangen. Wie gerufen erspähen wir per Fernglas eine Jeep-Patroullie. Wir legen uns auf die Lauer im dichten Gebüsch. Jetzt ist Präzision gefragt, schließlich brauchen wir den Jeep noch funktionstüchtig. Mit Hilfe des Zielfernrohrs nehmen wir zunächst den MG-Schützen des Jeeps aufs Korn, dann den Fahrer. Wir steigen ins nun herrenlose Gefährt und brausen los. Der Jeep fährt sich sehr simpel, aber durchaus glaubwürdig. Etwas unlogisch, aber angesichts der vielen Gegner enorm praktisch: Obwohl wir ja eigentlich am Steuer sitzen, können wir mit der Maus gleichzeitig das MG bedienen.

Unsere Fahrt zum nächsten Missionsziel offenbart schließlich den einzigen kleinen Schwachpunkt von Crysis, den wir bei unserer Probepartie entdecken konnten: Trotz Radar und einer per Tab-Taste aufrufbaren Karte hatten wir ziemlich viel Mühe, auf der riesigen Insel den Weg zum Missionsziel zu finden. So war für uns nicht zu erkennen, ob wir nur zu Fuß oder auch mit dem Boot zum Treffpunkt gelangen können. Die eher verwirrende als hilfreiche Karte sollte Crytek also noch überarbeiten. Ansonsten sind wir jedoch begeistert: Die Spielwelt wirkt dank der beispiellosen Physik unglaublich real, die enorm cleveren Gegner machen jedes Feuergefecht zu einer individuellen Herausforderung und der Nanosuit ermöglicht viele interessante Strategien.

Genre:

Ego-Shooter

Publisher:

EA

Entwickler:

Crytek

Release:

4. Quartal 2007


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