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Das Voodoo-Zeitalter - Wie 3dfx die Welt der PC-Grafik veränderte

Heute sind 3D-Fähigkeiten eine Selbstverständlichkeit. Doch erst 3dfx sorgte für den entscheidenden Schub in Sachen 3D. Die Entwicklung beschleunigte sich derart, dass 3dfx selbst davon überrollt wurde. Seinen Platz in der Geschichte hat 3dfx jedoch sicher.

von Georg Wieselsberger,
01.12.2008 10:24 Uhr

3Dfx Interactive3Dfx Interactive

Im Jahr 1994 begannen Gordon Campbell, Gary Tarolli, Scott Sellers und Ross Smith mit den Planungen für eine Firma namens 3Dfx Interactive, die schließlich am 27. März 1995 offiziell gegründet wurde. Zu den Geschäftsfeldern von 3Dfx gehörten zunächst auch Produkte für Arcade-Spielmaschinen, die den PCs in Sachen grafischer Leistung weit voraus waren. Die PC-Grafikkarten der damaligen Zeit, wie beispielsweise die S3 ViRGE, besaßen rudimentäre 3D-Funktionen, die jedoch kaum in Spielen verwendet wurden. 3Dfx erkannte diese Marktlücke und stellte weniger als acht Monate nach der Gründung am 6. November 1995 auf der COMDEX den ersten 3D-Beschleuniger vor, der sowohl für Arcade-Geräte als auch für PCs geeignet war.

Orchid Righteous 3DOrchid Righteous 3D

Der Voodoo Graphics Accelerator bestand aus zwei einzelnen Chips, von denen einer die Texturen und der andere die Pixel berechnete. 3Dfx verkaufte diesen Chipsatz an andere Firmen, zusammen mit einem Referenz-Layout für die Grafikkarte. Das erste Produkt wurde noch am gleichen Tag von Orchid angekündigt, die Orchid Righteous 3D.

Die Tatsache, dass die neuen Voodoo-Karten alleine nicht funktionsfähig waren und der PC für den Betrieb daher eine weitere Grafikkarte mit 2D-Fähigkeiten benötigte, tat dem Erfolg keinen Abbruch. Die 3D-Beschleuniger wurden über ein VGA-Kabel mit der 2D-Karte verbunden und deren Signal durchgeschleift. Dank der fallenden Preise für das verwendete EDO-RAM konnten die Kunden von 3Dfx ihre Karten ab August 1996 zu erschwinglichen Preisen anbieten. Das erste tatsächlich kaufbare Produkt war am 5. August 1996 die Diamond Monster 3D.

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