Das Ende von Flash - Google Chrome mit weiterem Sargnagel ab 1. September 2015

Adobe Flash wird zwar noch immer oft im Web eingesetzt, wird jedoch auch bei Entwicklern immer unbeliebter. Google Chrome wird ab 1. September 2015 einige Flash-Inhalte nicht mehr automatisch abspielen.

von Georg Wieselsberger,
30.08.2015 15:33 Uhr

Google Chrome wird ab 1. September 2015 viele Flash-Inhalte nicht mehr automatisch abspielen.Google Chrome wird ab 1. September 2015 viele Flash-Inhalte nicht mehr automatisch abspielen.

Es dürfte sich zwar noch sehr lange hinziehen, dieses »Ende von Flash«, doch ab dem 1. September 2015 wird Google mit seinem Webbrowser Chrome zumindest einen weiteren Sargnagel dazu liefern. Wie schon im Juni 2015 angekündigt, wird der Google-Browser dann viele Flash-Inhalte nicht mehr automatisch abspielen. Das betrifft insbesondere auch die bei Nutzern unbeliebte und aufdringliche Flash-Werbung. Entwickler- und andere frühe Versionen von Chrome verhalten sich schon längere Zeit auf diese Weise.

Flash-Elemente, die direkt von einer Webseite kommen, werden aber weiter gestartet, ebenso sehr kleine Elemente oder besonders umfangreiche, selbst wenn diese von einer Domain nachgeladen werden. Hier nehmen die Entwickler an, dass diese Inhalte für die angezeigte Webseite sehr wichtig sind. Ansonsten geht Google aber konsequent den Weg, der schon vor einigen Jahren gestartet wurde, als bei YouTube der erste experimentelle HTML5-Videoplayer integriert worden war. Auch Anzeigen, die Google selbst auf seinen Angeboten präsentiert und die von den Kunden als Flash hochgeladen wurden, werden von Google inzwischen automatisch in HTML5 konvertiert.

Durch die kommende Änderung in Google Chrome werden also HTML5-Werbeanzeigen weiter im Browser zu sehen sein, Werbung von anderen Anbietern im Flash-Format dagegen nicht, außer der Nutzer startet sie von Hand. Das dürfte viele Werbenetzwerke wohl dazu zwingen, sich ebenfalls von Flash zu verabschieden und auf HTML5 zu setzen. Hauptgrund für die weitere Existenz von Flash im Web bleiben damit vor allem andere Internet-Videoplayer und Live-Streams sowie Zigtausende von Spielen, die nach wie vor auf Adobe Flash basieren.

Quelle: Google


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