Das Internet - Kandidat für den Friedensnobelpreis (Update)

Kann ein weltweites Netzwerk den Friedensnobelpreis erhalten? Die Kampagne »Internet for Peace« will erreichen, dass das Internet auf die Nominierten-Liste für 2010 gesetzt wird.

von Georg Wieselsberger,
09.02.2010 10:34 Uhr

Das Internet sei mehr als nur ein Computer-Netzwerk, es sei ein endloses Netz aus Menschen aus der ganzen Welt. Männer und Frauen aus jeder Ecke der Erde könnten dank des Internets Kontakt miteinander aufnehmen.

Die digitale Kultur hätte die Grundlagen für eine neue Gesellschaft gelegt, die Dialog, Debatte und Übereinkunft durch Kommunikation vorantreibe und damit auch die Demokratie. Der Kontakt zu anderen sei immer schon das beste Gegenmittel gegen Hass und Konflikt gewesen und deswegen sei das Internet ein Werkzeug des Friedens.

Darum sollte der nächste Friedensnobelpreis an das Internet gehen, so das Manifest der Kampagne, hinter der das Magazin Wired steht. Auch der Mode-Designer Giorgio Armani und Shirin Ebadi, die den Friedensnobelpreis 2003 erhielt, unterstützen »Internet for Peace« als Botschafter.

Update 09.02.2010

Wie der Examiner meldet, war die Kampagne, das Internet offiziell für den Friedensnobelpreis zu nominieren wohl erfolgreich. Allerdings basiert diese Behauptung auf Gerüchten, da die Nominierungen für alle Nobelpreise stets geheim gehalten werden.

Vermutlich dürfte die Friedensnobelpreis-Trägerin des Jahres 2003, Shirin Ebadi, die bereits als Botschafterin für die Kampagne bekannt war, den Antrag auf Nominierung gestellt haben.

Denn Vorschläge für den Preis dürfen nur von bestimmten Einrichtungen oder Regierungen eingereicht werden – und von früheren Preisträgern. Zu den Konkurrenten des Internets für den Friedensnobelpreis 2010 gehören wohl russische und chinesische Menschenrechts-Aktivisten.

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