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Deep Black im Test - Tiefschwarzes Spielerlebnis

Wieso müssen wir bei Deep Black an den Marianengraben (11.034 Meter tief) denken? Weil wir nach unserem Test wissen, dass das einst unter dem Namen U-Wars angekündigte Actionspiel in den schwarzen Abgründen der Meere ganz gut aufgehoben wäre.

von Petra Schmitz,
14.06.2011 13:30 Uhr

Da ist so ein Elite-Soldat, der ebenso gut tauchen wie laufen und schießen kann. Und deswegen taucht er im Actionspiel Deep Black durch Unterwassertunnel in Unterwasserlabore, U-Boote und sonstige Anlagen, um dort irgendwen umzunieten oder zu retten oder etwas zu finden oder zu entdecken oder alles gleichzeitig. Was und warum und für wen? Fragen Sie nicht! Eine zufriedenstellende Antwort hätten wir nämlich nicht parat.

Deckung Standardsituation in Deep Black: Held hinter Deckung, Gegner hinter Deckung, Sprengfass explodiert in gelbem Matsch.

Bossgegner Diese mechanische Krabbe (Bossgegner) muss den Helden nur wenige Male treffen, dann ist der Mann hinüber.

Greifhaken Mit einem elektrischen Greifhaken manipuliert der Elitesoldat Tormechanismen.

Quicktime-Events In Quicktime-Events können Sie Gegner auch im Nahkampf unschädlich machen.

Tauchabschnitte Die Tauchabschnitte sehen dank der hübschen Lichtstimmung manchmal richtig schick aus.

Die Figuren in Deep Black (Elitesoldat, Kontaktfrau und Militärfuzzi) schmeißen in ihren hölzern gesprochenen und schlecht getimten Dialogen mit Abkürzungen (IHS, GSA und Konsorten) und nicht näher erklärten Begriffen um sich wie Marktfrauen mit in Zeitung gewickelten Fischen. Es geht wohl um Konzerne oder zwielichtige Organisationen, die Unerlaubtes im Dunstkreis von Waffenerforschung betreiben.

Der Test basiert auf der Version 1.0.1. von Deep Black. Der Patch, zu Beginn fehlerhaft, ist mittlerweile von den Entwicklern überarbeitet worden und lässt sich nun ohne Probleme installieren.

Der Storyansatz klingt zunächst mal okay - nicht wahnsinnig einfallsreich, aber okay. Doch die lausige Präsentation, das ständige Andeuten von ominösen Machenschaften, das permanente Nichteinordnen von Namen und Begebenheiten erschaffen am Ende nur einen lächerlichen Schwafelbrei. Die Handlung des Actionspiels Deep Black kann man also getrost unter »Quatsch« abhaken. Den Rest übrigens auch.

Über und unter Wasser: öde

Eigentlich ist die Grundidee von Deep Black gar nicht so verkehrt. Die Mischung aus normaler und Unterwasserballerei, sofern gescheit umgesetzt, könnte für ein gerüttelt Maß Abwechslung sorgen. Könnte! Aber selbst wenn Sie die Abwechslung in Deep Black mit dem Rasterelektronenmikroskop suchen würden, Sie fänden nichts.

Unser Elitesoldat kämpft sich durch endlos erscheinende Areale, in denen ein Abschnitt wie der nächste aussieht: Betonbarrikaden recht, links und sowieso überall, damit es genügend Deckung gibt. Hier und dort Sprengfässer. Dazwischen Feindgekröse, das sich im Regelfall dumm verhält und deswegen leichtes Kanonenfutter ist.

Unter Wasser keine Verbesserung: Die Tauchabschnitte, die zu Beginn noch neugierig machen, langweilen schnell mit den immer gleichen Gegnern (schwimmende oder watschelnde Drohnen), die mit Raketen um sich ballern oder schlicht im Gesicht des Elitesoldaten explodieren wollen. Die schießt der Mann entweder schrottreif oder er rammt ihnen im Nahkampf (Quicktime-Event) einen Haken in die Schaltkreise.

Deep Black - Screenshots ansehen

Nervig auch die Wiederholungen beim Freiräumen der schnurgeraden Route. Ständig müssen Leitern ins Wasser abgesenkt oder Tore geöffnet werden. Das passiert mit Hilfe eines Greifhakens, der dann die Elektrik von Leitermechanismen und Toren manipuliert. Immerhin kann der Greifhaken auch schwimmende Drohnen umpolen, damit die an der Seite des Elitesoldaten kämpfen. Und der Greifhaken kann an Land lauernde Gegner unter Wasser ziehen, wo der Held den Widersacher dann ohne Ihr Zutun abmurkst.

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