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Der Plan - Komplett planlos ist manchmal besser

In der letzten Woche ritt Matt Damon noch in True Grit als kerniger Cowboy durch die Prärie - jetzt zieht es ihn in die Zukunft. Im romantisch angehauchten Science-Fiction-Streifen Der Plan versucht er verzweifelt, seinem Schicksal zu entkommen.

von Christian Mester,
11.03.2011 17:22 Uhr

Matt Damon mag auf den ersten Blick nur Durchschnittsgesicht haben, doch seine Anwesenheit werten noch jeden Film auf: Ob als nervöser Dieb, als abgebrühter Texas Ranger, vergesslicher Elite-Agent oder übergewichtiger Industriespion - ist er mit an Bord, weiß man schon vorab, dass ein Film zumindest zum Teil sehenswert sein wird. Die junge Emily Blunt konnte sich noch nicht so oft präsentieren, bot in Der Teufel trägt Prada jedoch der Hollywood-Legende Meryl Streep gekonnt die Stirn und zeigte zuletzt in The Wolfman, dass sie zumindest ansehnlich ist.

Als Pärchen agieren sie nun gemeinsam in Der Plan, einem Film basierend auf einer Science-Fiction-Geschichte von Philip K. Dick. Dick-Geschichten haben schon andere Filme inspiriert: etwa Blade Runner, Minority Report oder Total Recall: Die totale Erinnerung. Geplant war es, eine interessante, relativ verwirrende Handlung mit Thriller- und Romantik-Elementen zu erzählen, in der die allumfassende Frage gestellt wird, inwiefern eine persönliche Zukunft vorprogrammiert sein kann und ob man die Möglichkeiten hat, von seinem vorgefassten Schicksal abzuweichen. Ob der Plan aufgegangen ist?

Handlung

Für Senatorenkandidat David Norris (Matt Damon) ist es der schlimmste Schlag seiner Karriere, als er kurz vor einem klaren Sieg durch einen Presseskandal an Ansehen verliert. Geknickt betritt er kurz vor seiner öffentlichen Reaktion das WC eines Regierungsgebäudes, wo er auf Elise (Emily Blunt) trifft. Die hübsche Ballerina verdreht ihm den Kopf, und ehe er sich versieht, ist er plötzlich wieder motiviert. Voller Engagement tritt er an sein Podium und schafft es, sein Image wieder aufzubessern.

Der Plan - Bilder zum Kinofilm ansehen

Als er sich tags darauf mit Elise treffen will, begegnen ihm mysteriöse Männer mit Hüten, die ihn von einem neuen Date abhalten. Es führt so weit, dass sie sich ihm als übernatürliche Behörde offenbaren, die ihm vorschreiben, er könne sich nicht mehr länger mit Elise treffen. Sie behaupten, es gefährde die Zukunft. Norris gibt zunächst auf, doch als er sie drei Jahre später wieder sieht, vergisst er seinen Schwur und riskiert alles.

Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert

Die Vorschau des Films vermittelt den Eindruck, Der Plan sei ein rasanter Action-Thriller. Doch obwohl er vieles ist, trifft das nun nur geringfügig zu. Es gibt minimale Spannungsmomente und eine längere Verfolgungsjagd im Showdown, doch primär ist Der Plan eine ernst gemeinte Romanze mit diversen Science-Fiction-Elementen. Als Romantikstreifen schafft er, was viele Genre-Vertreter selten glaubwürdig zustande bekommen: die Chemie zwischen den beiden Hauptfiguren stimmt und ist glaubhaft nachvollziehbar. Sie haben eine Vertrautheit, die inständig empfinden lässt, dass sie als Paar zusammen gehören - ein wichtiger Aspekt, da erst so eine Grundspannung entstehen kann und man mitfiebert, ob sie am Ende zueinander finden.

Unzureichend ist jedoch der Science-Fiction-Aspekt der Handlung, der kompliziert präsentiert wird und es sehr schwer fällen lässt, sich in die Geschichte hinein zu versetzen. Im Film gibt es eine Art Men-in-Black-Einheit von übernatürlichen Wesen, die in Menschenform auf der Erde wandeln, sich über magische Türen überall hin versetzen können und nur in der Nähe von Wasser machtlos sind. Sie folgen einem speziellen Konzept und sorgen dafür, dass sich die Schicksale der Menschen in passenden Bahnen entwickeln. Daraus ergeben sich mehrere Probleme: Da wäre die Tatsache, dass niemals klar gemacht wird, wieso eine Zusammenkunft der beiden Menschen überhaupt negative Konsequenzen hätte. Es wird gesagt, dass es für beide negative berufliche Konsequenzen gäbe, allerdings bleibt das Resultat schwammig. Interessanter war dies in Stephen Kings The Dead Zone, als man Christopher Walken verdeutlichte, dass eine falsche Entwicklung einen Atomkrieg zufolge hätte. Hier soll es eine Katastrophe sein, dass Blunt lediglich Tanz-Lehrerin statt gefeierter Star wird.

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