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Auf geht's

Seite 3: Gaming PC zusammen bauen - Die besten Spiele-Rechner ab 500 Euro, Februar 2018

950-Euro-PC

Für 950 Euro spielt ihr bereits eine Klasse höher als mit unserer 500-Euro-Konfiguration. Prozessor und Grafikkarte sind spürbar schneller, die Leistungsreserven entsprechend höher. Dazu kommt eine flotte SSD für schnelleren Programmzugriff und kürzere Ladezeiten in Spielen.

• Prozessor Sockel 1151 – Intel Core i5 8400

Lange Zeit war der Core i5 8400 mit sechs Kernen nur schlecht und zu relativ hohen Preisen verfügbar. Das hat sich inzwischen geändert. Die CPU kostet aktuell vergleichsweise günstige 180 Euro. Sie beherrscht zwar nicht die virtuelle Kernverdoppelung, in Spielen erreicht sie aber dennoch fast die gleichen Leistung wie der Core i7 7700K mit vier Kernen und acht Threads, der aktuell etwa 280 Euro kostet.

Auch im Vergleich zum Core i7 8700K mit sechs Kernen und zwölf Threads (ca. 340 Euro) ist er nur wenige Prozentpunkte langsamer. Der einzige Haken am Core i5 8400: Passende Mainboards gibt es bis jetzt nur mit dem relativ teuren Z370-Chipsatz, was sich bis zum zweiten Quartal 2018 aber ändern sollte.

Eine gute Alternative von AMD ist der Ryzen 5 1600 für einen fast identischen Preis. Er besitzt sechs Kerne und kann per virtueller Kernverdoppelung bis zu zwölf Threads parallel bearbeiten. Im Falle von Intel-Prozessoren gibt es dieses Extra nur bei den teureren Core-i7-CPUs oder den eher langsameren Core-i3-Modellen. In Anwendungen steht der Ryzen 5 1600 dank seiner zwölf Threads meist etwas besser da als der i5 8400, in Spielen hat die AMD-CPU aber das Nachsehen.


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• Prozessorkühler – EKL Alpenföhn Sella

Der günstige EKL Alpenföhn Sella ist dank drei Heatpipes leistungsstark und dennoch relativ kompakt, was die Kompatibilität mit Gehäusen und hohen Arbeitsspeicher-Riegeln erhöht. Der mitgelieferte 92-mm-Lüfter kühlt leise, aber ausreichend stark. Wenn euch die Lautstärke eures PCs nicht so wichtig ist, könnt ihr stattdessen auch den Standard-CPU-Kühler verwenden, der beim Prozessor mitgeliefert wird.

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• Mainboard Sockel 1151 – ASRock Z370 Pro4

Das Z370 Pro4 von ASRock ist mit seinen Möglichkeiten zur Übertaktung zwar eigentlich etwas zu viel des Guten für den Core i5 8400, weil er nicht über den passenden freien Multiplikator verfügt. Aktuell gibt es aber noch keine Platinen mit günstigeren Chipsätzen.

An der guten Ausstattung des ASRock-Boards ändert das nichts: Neben zwei M.2-M-Key-Slots für schnelle SSDs in diesem Format und einem USB-3.0-Port im USB-C-Standard bietet es unter anderem fünf USB-3.0-Posts vom Typ-A, vier Lüfteranschlüsse und eine ordentliche integrierte Soundkarte von Realtek. Der Preis fällt gleichzeitig mit etwa 105 Euro nicht allzu hoch aus.

Entscheidet ihr euch für die AMD-CPU, empfehlen wir als Alternative mit dem Sockel AM4 das AB350 Pro4 von ASRock, das etwa 20 Euro günstiger ist und dennoch die Möglichkeit bietet, den Ryzen 5 1600 bei Bedarf (und ausreichender Kühlung) zu übertakten.

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• Arbeitsspeicher DDR4-2400 – G.Skill NT Series / 8,0 GByte Kit

Wer ganz auf der sicheren Seite sein möchte, der setzt auf 16,0 GByte RAM. Aufgrund der aktuell relativ hohen Preise entscheiden wir uns bei dem 950-Euro-Paket momentan aber für 8,0 GByte, die in den meisten Fällen problemlos für flüssigen Spielspaß genügen.

Der G.Skill-Speicher ist dabei mit 2.400 MHz getaktet und bietet ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, für späteres Aufrüsten bleiben zwei RAM-Slots frei.

Entscheidet ihr euch für den AMD-Prozessor, empfehlen wir das Speicher-Kit Viper 4 Series (PV48G320C6K) von Patriot, das von ASRock erfolgreich mit dem AB350 Pro4 getestet wurde (siehe auch die entsprechende »Qualified Vendor List«). Beachtet allerdings, dass es nötig sein kann, die richtige Taktrate und die entsprechenden Timings im BIOS selbst einzutragen, damit sie auch wirklich genutzt werden.

Da der Patriot-Speicher aktuell nur bei wenigen Händlern gelistet wird, nennen wir außerdem zwei Alternativen: Einerseits könnt ihr zum niedriger getakteten Crucial Ballistix Elite (BLE4G4D26AFEA) mit 2.666 MHz greifen, dessen einzelnes 4,0 GByte-Modul ebenfalls auf der QVL-Liste zu finden ist. Andererseits ist auch RAM von AMDs eigener Ryzen-Kompatibilitätsliste eine Option.

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• Grafikkarte – Gigabyte Geforce GTX 1060 Windforce OC / 6,0 GByte VRAM

Zwischen der GTX 1050 Ti aus dem 500-Euro-PC und der nächst-schnelleren, sinnvollen Empfehlung in Form der Geforce GTX 1060 mit 6,0 GByte VRAM klafft momentan eine große Lücke: Während die 1050 Ti für etwa 180 Euro zu haben ist, kostet die GTX 1060 ungefähr das Doppelte.

AMDs Radeon RX 580 ist in Sachen Preis nur in der weniger empfehlenswerten Variante mit 4,0 GByte halbwegs konkurrenzfähig. Das Modell mit 8,0 GByte kostet dagegen etwa 60 bis 70 Euro mehr. Letztlich fällt unsere Wahl deshalb auf die GTX 1060 von Nvidia. Die Windforce OC von Gigabyte liefert bei niedriger Lautstärke genug Leistung für aktuelle, anspruchsvolle Titel in maximalen Details und Full HD-Auflösung.

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• Festplatte – Western Digital Blue / 1,0 Terabyte

Die Blue-Modelle von Western Digital mit 7.200 Umdrehungen pro Minute sind für eine herkömmliche Magnetfestplatte im 3,5-Zoll-Format ziemlich schnell und bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Der Speicherplatz von nominell 1.000 GByte reicht für Windows sowie eine Menge Spiele.

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• SSD – SanDisk Plus (G26) / 120 GByte

Die SanDisk Plus ist eine der günstigsten SSDs mit 120 GByte Speicherplatz, ihre Leistung stimmt aber dennoch. Die Geschwindigkeitsunterschiede zu teureren Konkurrenten fallen höchstens in Ausnahmefällen spürbar auf.

Mit 120 GByte liefert die SSD zumindest genug Platz für die Installation des Betriebssystems und des ein oder anderen Spiels. Der Boot-Vorgang und die Arbeit unter Windows wird dadurch genau so spürbar beschleunigt wie die Ladezeiten der auf der SSD installierten Spiele.

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Gehäuse – Cooltek TG-01 Basic

Cooltek bietet mit dem TG-01 Basic ein relativ günstiges Gehäuse an (ca. 40 Euro), das dennoch über gute Ausstattungsmerkmale wie drei USB-Ports in der Front (2 x USB 3.0), viele Möglichkeiten zum Kabel- Management und Glasfenster (seitlich sowie in der Front) verfügt. In der Basic-Variante gehört ein 120-Millimeter-Lüfter an der Rückseite zum Lieferumfang, in der Front können drei weitere Modelle dieser Art eingebaut werden.

Achtet beim Zusammenbau darauf, das 8-Pin-Kabel für die zusätzliche Stromversorgung der CPU vor dem Einbau des Mainboards durch die entsprechende Öffnung des Mainboard-Trays (oben rechts an der Rückseite) zu führen, da nach dem Einbau nur noch der Umweg über die größeren Löcher im linken Tray-Bereich frei ist.

Für einen Aufpreis von etwa 10 Euro gibt es das Gehäuse auch mit drei vorinstallierten Frontlüfter mit LED-Beleuchtung (wahlweise in grün, rot, blau oder als RGB-Variante).

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• Netzteil – be quiet! Pure Power 10 / 500 Watt

Das ATX-Netzteil Pure Power 10 von be quiet! glänzt mit hoher Effizienz, die der Stromversorgung eine 80 Plus Silber-Zertifizierung einbringt. Luxus-Features wie absteckbare Kabel, sodass nur die nötigen Strippen im Gehäuse liegen, hat es zwar nicht, die kosten aber immer etwas Aufpreis. Das Pure Power 10 CM (Cable Management) hat die Option für 10 Euro mehr.

Mit 500 Watt liefert das Pure Power 10 genug Leistung für den 950 Euro-PC, auch stärkere aktuelle Grafikkarten kommen heute damit aus. Die Garantie liegt bei drei Jahren.

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