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Seite 4: Gaming PC zusammen bauen - Die besten Spiele-Rechner ab 500 Euro, November 2017

1.100-Euro-PC

Der 1.100-Euro-Selbstbau-PC besticht durch sein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und bietet mit dem Ryzen 7 1700 und seinen acht Kernen hohe Zukunftssicherheit. Eine flotte SSD ist natürlich ebenfalls mit an Bord.

• Prozessor Sockel AM4 – AMD Ryzen 7 1700

In Sachen CPU kommen beim 1.100-Euro-PC aus unserer Sicht momentan verschiedene Modelle in Frage: Der Ryzen 5 1600(X) für ungefähr 200 Euro aus dem 900 Euro-PC, um genug Luft für den Kauf einer GTX 1070 zu schaffen. Der etwa 100 Euro teurere Ryzen 7 1700 mit acht Kernen, der hohe Zukunftssicherheit bietet. Oder der Core i7 8700(K) von Intels neuer Coffee-Lake-Generation, der mit sechs Kernen und besonders hoher Spieleleistung punkten kann.

Eigentlich hätten wir uns für den 8700(K) entschieden, da er neben der sehr guten Performance in Spielen mit sechs Kernen samt virtueller Kernverdoppelung auch eine hohe Anwendungsleistung und genügend Reserven für die nächsten Jahre bietet. Allerdings machen uns auch in diesem Fall die Preise und die Verfügbarkeit einen Strich durch die Rechnung.

Sowohl der Core i7 8700 als auch der i7 8700K sind momentan nur zu Aufpreisen von über 100 Euro gegenüber den eigentlich anvisierten Preisen im Bereich von 280 Euro (Core i7 8700) beziehungsweise 330 Euro (Core i7 8700K) als lieferbar gelistet und generell nur bei sehr wenigen Händlern tatsächlich verfügbar. Aktuell fällt unsere Wahl damit auf den Ryzen 7 1700.

Ähnlich wie beim Ryzen 5 1600 gibt es auch hier ein X-Modell (Ryzen 7 1700X), das für ungefähr 40 Euro mehr von Haus aus etwas höhere Taktraten bietet. Der Aufpreis für den nochmals 100 Euro teureren Ryzen 7 1800X mit wiederum leicht erhöhten Taktraten lohnt sich dagegen aus unserer Sicht nicht.

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• Prozessorkühler – EKL Alpenföhn Ben Nevis Advanced

Der neue Alpenföhn Ben Nevis Advanced von EKL kombiniert einen 130-Millimeter-Lüfter mit vier Heatpipes, dadurch ermöglicht er eine leise, aber leistungsstarke Kühlung. Seine Abmessungen sind gleichzeitig relativ kompakt, so dass er zu vielen Gehäusen und Speicherriegeln kompatibel ist.

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• Mainboard Sockel AM4 – ASRock AB350 Pro4

Der B350-Chipsatz von AMD bietet eine gute Mischung aus Preis und Leistung. Das ASRock AB350 Pro4 hat extern unter anderem sechs USB-3.0-Anschlüsse (einen vom Typ-C), zwei USB 2.0-Anschlüsse, einen LAN-Port und drei Audio-Buchsen (3,5 Millimeter) zu bieten. Auch moderne Schnittstellen wie M.2 (1x per PCI Express angebunden, 1x per SATA) für den Anschluss schneller Datenträger sind vorhanden.

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• Arbeitsspeicher DDR4-3200 – Patriot Viper 4 Series / 16,0 GByte Kit

Unserer Erfahrung nach profitieren AMDs Ryzen-Prozessoren relativ stark von einem hohen Speichertakt. Gleichzeitig ist es aber gar nicht so einfach, hoch getakteten RAM auf AM4-Mainboards zu nutzen. Die Situation hat sich mit A.G.E.S.A-Updates (»AMD Generic Encapsulated Software Architecture«) immerhin deutlich verbessert, auch für das ASRock-Mainboard gibt es bereits ein passendes BIOS.

Um auf Nummer sicher zu gehen, empfehlen wir hier aber dennoch das Speicher-Kit Viper 4 Series (PV48G320C6K) von Patriot, das von ASRock erfolgreich mit dem AB350 Pro4 getestet wurde (siehe auch die entsprechende »Qualified Vendor List«). Beachtet allerdings, dass es nötig sein kann, die richtige Taktrate und die entsprechenden Timings im BIOS selbst einzutragen, damit sie auch wirklich genutzt werden.

Da der Patriot-Speicher aktuell nur bei wenigen Händlern gelistet wird, nennen wir außerdem zwei Alternativen: Einerseits könnt ihr zum niedriger getakteten Crucial Ballistix Elite (BLE4G4D26AFEA) mit 2.666 MHz greifen, dessen einzelnes 4,0 GByte-Modul ebenfalls auf der QVL-Liste zu finden ist. Andererseits ist auch RAM von AMDs eigener Ryzen-Kompatibilitätsliste eine Option.

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• Grafikkarte – MSI Radeon RX 580 Gaming X 8G

Im Preisbereich von 250 bis 300 Euro duellieren sich momentan AMDs Radeon RX 580 (8,0 GByte) und Nvidias Geforce GTX 1060 (6,0 GByte). Beide Karten sind ähnlich schnell, aufgrund des größeren Videospeichers raten wir tendenziell eher zur RX 580. Im Gegensatz zur Radeon RX 570 ist sie aktuell wieder zu recht konkurrenzfähigen Preisen verfügbar, daher empfehlen wir die Radeon RX 580 Gaming X 8G von MSI, die mit hoher Leistung bei geringer Lautstärke punkten kann. Als Alternative von Nvidia bietet sich die ähnlich flotte Geforce GTX 1060 OC von KFA² an, die etwa 30 Euro günstiger ist.

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• Festplatte – Western Digital Blue / 1,0 Terabyte

Die Blue-Modelle von Western Digital mit 7.200 Umdrehungen pro Minute sind für eine herkömmliche Magnetfestplatte im 3,5-Zoll-Format ziemlich schnell und bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Der Speicherplatz von nominell 1.000 GByte reicht für Windows sowie eine Menge Spiele.

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• SSD – SanDisk Plus / 240 GByte

Die SanDisk Plus ist eine der günstigsten SSDs mit 240 GByte Speicherplatz, ihre Leistung stimmt aber dennoch. Die Geschwindigkeitsunterschiede zu teureren Konkurrenten fallen höchstens in Ausnahmefällen spürbar auf und die 240 GByte bieten genug Platz für Windows und mehrere Spiele.

Die SATA3-SSD liest Daten mit bis zu 535 Megabyte pro Sekunde und schreibt diese mit maximal 440 Megabyte pro Sekunde. SanDisk gewährt drei Jahre Garantie auf seine Produkte.

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• Gehäuse – Fractal Design Core 2500

Trotz des schlichten Äußeren hat das Fractal Design Core 2500 Gehäuse viel zu bieten. Neben zwei vorinstallierten 120-Millimeter-Lüftern können bis zu vier weitere davon im Gehäuse angebracht werden, am linken Seitenteil ist sogar für einen 140-Millimeter-Lüfter Platz.

Auch die integrierte Lüftersteuerung sowie die durchweg solide Verarbeitung ist in der Preisklasse des Fractal Design Core 2500 nicht selbstverständlich. Eine sinnvolle Alternative ist außerdem das ähnlich ausgestattete und fast gleich teure Corsair Carbide 100R Silent Edition.

Entscheidet man sich für das Corsair-Gehäuse, muss man den oben empfohlenen CPU-Kühler Ben Nevis Advanced allerdings gegen ein weniger hohes Modell austauschen (etwa den Ben Nevis ohne »Advanced«-Zusatz im Namen), da im Carbide 100R maximal Modelle mit 150 Millimeter eingebaut werden können.

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• Netzteil – be quiet! Pure Power 10 / 500 Watt

Das ATX-Netzteil Pure Power 10 von be quiet! glänzt mit hoher Effizienz, die der Stromversorgung eine 80 Plus Silber-Zertifizierung einbringt. Luxus-Features wie absteckbare Kabel, sodass nur die nötigen Strippen im Gehäuse liegen, hat es zwar nicht, die kosten aber immer etwas Aufpreis. Das Pure Power 10 CM (Cable Management) hat die Option für 10 Euro mehr.

Mit 500 Watt liefert das Pure Power 10 genug Leistung für den 1.100 Euro-PC, auch stärkere aktuelle Grafikkarten kommen heute damit aus. Die Garantie liegt bei drei Jahren.

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