EA Origin - »Steam erlaubt uns keine Kundenbindung«

Im Interview beklagt sich EA, dass es die strengen Auflagen von Steam erschweren, Spieler mit ordentlichen Service zu versorgen.

von Michael Obermeier,
07.07.2011 13:37 Uhr

Seit dem Start von Origin, dem neu aufgelegten Online-Store von Publisher Electronic Arts, sind mehrere Spiele des Publishers aus dem Portfolio des Konkurrenten Steam - Valves Download-Service -verschwunden. Zunächst gab es den Verdacht, dass EA die Spiele selbst entfernt hat, um sie exklusiv auf Origin anzubieten. Tatsächlich hat aber Valve unter anderem Crysis 2 aus dem Angebot genommen, da Crytek durch ein DLC-Abkommen mit Direct2Drive die mit dem Steam-Betreiber geschlossene Vereinbarung verletzt hat. Origin-Chef David DeMartini liefert jetzt im Interview mit der Website Gamasutra.com seine Sicht der Dinge.

Laut DeMartini sieht man Steam aber nicht als Konkurrenz und hat großen Respekt vor Valve. Außerdem möchte man EA-Spiele überall zugänglich machen, egal ob das im Laden, bei Direct2Drive, Origin oder Steam ist. Die Steam-Bestimmungen sollen das für EA aber unattraktiv machen.

David DeMartini: Jeder Anbieter kann unsere Spiele verkaufen, aber wir sehen es als unsere eigene Verantwortung an, die Spieler mit Updates, zusätzlichen Inhalten und anderen Dienstleistungen zu versorgen. Diese Spieler verbinden sich mit unseren Servern und deshalb möchten wir ihnen für anhaltende Kundenbindung den bestmöglichen Service bieten. Das funktioniert bei unseren Partnerschaften mit GameStop, Amazon und anderen Online-Anbieter sehr gut.(...)

Wenn jedoch ein Download-Dienstleister dem Publisher verbietet, Spieler mit Patches, neuen Levels, Gegenständen und andere Dinge zu beliefern, dann schränkt das unsere Möglichkeiten für dauerhafte Kundenunterstützung ein. Derzeit gibt es diesen Umstand nur bei einem Download-Service. Während EA sein gesamtes Portfolio bei besagtem Dienstleister anbieten möchte, hat der sich dazu entschlossen viele unserer Spiele nicht zu zeigen. Wir hoffen bald eine beidseitig akzeptable Lösung für dieses Problem zu finden.

Mehr zu Origin lesen Sie in unserem Special-Artikel »Direkt von der Quelle«.


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